
Mit der Kirche nach Malaysien: Shoppen und essen (26.7.08)
Wir mussten um 6h aufstehen, da wir um 7h bei der Kirche von Doris und ihrem Mann abgemacht hatten. Die Kirche nannte sich LHMC, was so viel wie "Living Hope Methodist Church" hiess. Der Tagesausflug nach Malaysien war fuer ihre Anhaenger und deren Angehoerige und Freunde. Wir waren insgesamt 43 Leute plus ein Guide.
Etwa um 7.30 Uhr fuhr unser Car ab und die Reise wurde mit einem Gebet gestartet. Ich dachte, na, das faengt ja gut an, aber es blieb dann vorerst bei diesem einen Gebet. Als wir nach knapp einer Stunde bei der Grenz ankamen, mussten alle Leute aussteigen und zu Fuss durch die Personenkontrolle. Da ich keinen Singapore-Pass hatte, musste ich durch eine andere Schleuse als die meisten anderen, was dann auch viel laenger dauerte. Ich musste ueber eine halbe Stunde warten bis ich meinen Pass zeigen konnte, aber zumindest wurde ich nicht kontrolliert. Dies hatten die anderen bereits befuerchtet, da ich so lange gebraucht hatte. Es waren aber einfach viel zu viele Leute gewesen, obwohl der Beamte in meiner Reihe auch nicht wirklich der Schnellst zu sein schien. Naja, ich hatte es also geschafft und etwa um 10h ging es weiter.
Nach 5min mussten wir aber erneut aussteigen, da wir nun noch durch den malaysischen Zoll mussten. Dies war aber gar kein Problem mehr und dauerte nur wenige Minuten. Hier stieg nun auch unser Guide zu und er erklaerte und ein paar Dinge ueber die Region durch die wir fuhren.
Um 10.30 wurden wir dann beim Zmorgen-Stopp ausgeladen. Gemaess Plan haetten wir um 9.15 dort sein sollen und alle, die deswegen zu Hause auf ein Fruehstueck verzichtet hatten, waren natuerlich sehr hungrig. Waehrend die meisten Leute eine Krevetten-Suppe bestellt hatten, holte ich mir zwei Stueck Wassermelone. Die Suppe sah zwar sehr lecker aus, aber ich wir wuerden bald shcon wieder ein grosses Buffet zum Zmittag vor uns haben.
Nach dem Fruehstueck hatten wir dann noch ein wenig Zeit, um den Delikatessen-laden nebenan auszukunden. Jener machte sicher ein riesen Geschaeft, da alle die beruehmten malaysischen Gebaeck-Leckereien kauften. Es gab Stueckchen von allen Sorten zum Probieren und ich wollte dann eines kaufen. Die Verkaeferin brachte es dann fertig, dass ich danach zwei in der Schachtel hatte und ich bezahlte halt beide. Es war ja wirklich gut und eines wollte ich jetzt gerade, sozusagen noch zum Fruehstueck essen. Ich hatte ja noch nicht wirklich viel gehabt und man wusste ja doch nicht, wie lange es noch zum Zmittag ging!...
Es ging nicht wirklich lange. Der naechste Stopp war naemlich unser Meeresfruechte-Zmittag. Auf dem Weg dorthin wurde im Bus lauthals gesungen und zwar alles christliche Lieder. Zum Glueck hatte zumindest die Frau mit dem Mikrophon eine gute Stimme und da ein Teil der Lieder auf chinesisch war, war es doch interessant zum zuhoeren. Die chinesischen Lieder wurden dann auch jeweils auf Englisch uebersetzt und so wusste man zumindest, um was es ging. Gut, es ging eigentlich immer darum, den guten, lieben Gott zu wuerdigen und ihm zu danken. Naja!...
Das Mittagessen war super, auch wenn die Toilette recht "gruusig" war. Der Hummer, der Fisch, das Huehnchen und die Krabbe waren koestlich, nur die Omelette war fuer meinen Geschmack etwas zu scharf. Nach dem Essen gab es dann nochmals die Gelegenheit, malaysische Koestlichkeiten zu kaufen.
Als wir wieder in den Bus stiegen, wurde ein Karaoke-Video in den TV gelegt, aber niemand schien dazu singen zu wollen, weshalb wir halt einfach die Musik genossen. Dies war wahrscheinlich auch mein Glueck, da die Originale ja immer besser sind als irgendwelche Amateur-Saenger. es waren auf jeden Fall alles alte Lieder, aber die meisten richtige Kalssiker, wie z.B. "Killing me softly".
Der naechste Halt war bei einer Straussen-Farm. Von den Straussen sahen wir zwar nicht viel, da der Eintritt zur eigentlichen farm 10$ gewesen waere, aber wir wurden stattdessen dazu genoetigt, Straussen-Produkte zu kaufen. Ich wollte einfach das Straussenfleisch-Satay probieren und Ronnie, ein aktiver Christ mit einem Tshirt der Universitaet Heidelberg, lud mich auf zwei Spiesschen ein. Es war sehr gut, aber ich liebte Satay ja sowieso.
Als naechstes ging es zu einer Fruechte-Farm, wo einem der Geruch schon von Weitem sagte, dass hier Durengs verkauft werden. Hier hatte ich nun also die Gelegenheit, die Frucht der Fruechte zu probieren. Es hiess also nase zu und durch! Beim ersten Bissen konnte ich noch nicht wirklich sagen, ob ich es gerne hatte oder nicht. Nach dem zweiten musste ich dann sagen, dass es nicht wirklich "gruusig", aber halt einfach etwas zu stark sei. Als Kuchen hatte ich es wirklich gern, aber so war es des Guten zu viel und somit verzichtete ich auf mehr. Stattdessen kaufte ich mir ein Saeckchen Papaya, welche mir dann aber nach dem zweiten Stueckchen zu scharf waren. Weshalb mussten Asiaten immer zu allem Chili dazu tun?!
Da Doris's Tochter diese Papayas anscheinend liebte, gab ich ihr den Rest und da ich kein Geld von ihr wollte, konnte ich sie nicht davon abbringen, mir ein anderes Fruechtepaeckchen zu kaufen. Ich entschied mich dann fuer die Sternfrucht und fand nun endlich etwas, das meiner Erwartung entsprach.
Wieder im Bus ging es nun ab zum Jusco-Shoppingcentre, welches wirklich riesig war. Wir kamen um 17.30 dort an und mussten erst wieder um 18.45 Uhr zurueck sein, aber trotzdem kamen wir nciht wirklich weit. Zuerst wollten Monica und Doris Kokusnuesse kaufen, welche einem direkt vor der Nase geschaelt und in eine Dose verpackt wurden. Da dies viele Leute anzog, mussten wir unendlich lange auf die Nuesse warten. Als wir jene dann in den haenden hatten, mussten wir aber auch noch bei der Kasse anstehen, um sie zu bezahlen!...
In der verbleibenen Zeit kamen wir dann auch nicht wirklich schnell vorwaerts. Monica und Doris probierten und kauften Schuhe und auch bei den anderen Laeden mussten wir immer wieder aufeinander warten. Ich kaufte mir beim SocksWorld zwei Paar kurzgeschnittene Zehen-Socken und dies war dann auch mein einziger eigentlicher Einkauf. Alle anderen kamen mit mehreren Saecken zum Bus zurueck, welcher ja bereits mit vielen Plastiktueten der vorherigen Stopps gefuellt war.
Nach nur knapp 20min Fahrt kamen wir dann um 19.05 beim Apollo-Restaurant an. Dies war im Gegensatz zum Mittagessen-Ort ein recht nobles Restaurant. Es wurde uns ein leckeres Mehrgang-Menu serviert mit ebenfalls verschiedenen Meeresfruechten, Fisch und Huehnchen. Ein Gang bestand aus einer Art Pastete aus fritierten Kartoffelstock, welche mit Gemuese gefuellt war. Vor allem der Fisch und die Krevetten waren ausgezeichnet.
Kurz nach 20h fuhren wir wieder los und zwar bis zur naechsten Tankstelle. Da das benzin in Malaysien guenstiger ist als in Singapore, musste hier natuerlich noch voll getankt werden. Es ging recht lange, aber am nervigsten war, dass ein paar Leute noch ausstiegen, um zur Toilette zu gehen, als der Busfahrer wieder zurueck kam. Somit mussten wir dann auch noch auf jene Leute warten. waeren sie sofort gegangen, haette es niemanden gestoert, aber so nervte es zumindest mich.
An der Grenze mussten wir dann zweimal wieder einige Zeit warten, aber es war lange nicht so shclimm wie am Morgen. Um 21.40 waren wir wieder auf singaporischem Boden und um 22.30 Uhr bei der Kirche. David holte uns ab und erzaehlte uns vom Qantas-Fast-Umglueck. Wahrscheinlich habt ihr ja auch von dem Flugzeig mit dem Lich gehoert, oder?
Zu Hause stieg ich dann kurz unter die Dusche und um 23.15 Uhr ging ich ins Bett.

