WWOOFing in Perth (21. & 22.5.08)
Samstag, 31. Mai 2008

An diesem Morgen stand ich um 8.45 Uhr auf, da ich ja WWOOFen "musste". Ich hatte ein SMS von meiner Mutter auf dem Natel, in welchem sie mir mitteilte, dass sich der Rektor von der Schule, bei welcher wir mich beworben hatten, geantwortet hatte. Er wolle anscheinend wissen, ob ich allenfalls auch Chemie unterrichten koenne. Dies hiess also, dass er trotz all den Umstaenden wegen Australien Interesse zu haben scheint. Wow, das haette ich echt nicht erwartet, aber natuerlich darf ich trotzdem nicht zu viel erwarten.

Nach dem Fruehstueck machte ich mich dann wieder an den Fenstern des Hostels zu schaffen. Kurz nach 13h genoss ich dann eine Schale Muesli in der Sonne. Da die Reception noch nicht wieder offen war und ich zum Weiterarbeiten einen Pass-Schluessel brauchte, holte ich mein Buch in die Sonne und genoss meine Mittagspause. Um 14.45 Uhr konnte ich dann weiter putzen und um 17.15 Uhr hatte ich alle Fenster geputzt, welche ich erreichen konnte. Die restlichen waren von Aussen durch ein Moskito-Schutzgitter "geschuetzt" und ich brauche fuer das Entfernen Werkzeuge, welche mir Steve, der Hostelbesitzer, geben musste. Er hatte aber gerade keine Zeit und sagte, ich solle doch morgen weiter arbeiten.

Da ich im Hostel arbeitete, konnte ich gratis ins Internet. Hierfuer braucht man aber immer ein Login-Code, welcher dann fuer 2h gueltig ist. Ich ging nun also kurz ins Internet. Nach einer erholsamen Dusche kochte ich dann wieder Gemuese mit Reis und ging kurz nach 21.30 bereits ins Bett. Die Folgen des gestrigen Tages zeigten sich erbarmungslos in extrem roten Augen. Ich sah wirklich aus als haette ich viel zu viel gekifft und gesoffen!...

Am naechsten Morgen stand ich dann um 8h auf und fuehlte mich viel besser. Die Augen hatten sich weitgehend erholt und so begann ich dann um 8.45 mit arbeiten. Da Steve noch immer keine Zeit zu haben schien, fragte ich Wanda, das Zimmer-Maedchen" resp. die Frau fuer alles, ob sie etwas fuer mich zu tun haette. Sie sagte, ich koenne den grossen Kuechenschrank ausraeumen, putzen und wieder einraeumen. Der Schrank hatte vier grosse Abteile, wo mehrere hundert Teller, Schuesseln, Glaeser, Vasen, ... und  alles Besteck verstaut waren. Einiges war schon lange nicht mehr verwendet worde und dementsprechend schmutzig. Ausserdem waren dort auch alle Gewurze, diverse Mehl-Tueten, Saucen, ... drin, was eine riesige Sauerei war. Es gab also sehr viel zu tun, aber zumindest sah man am Schluss dann auch, was man getan hatte.

Zum Zmittag schnetzelte ich "Ruebli"-, Gurken- und Tomaten-Stueck zum Dippen. Als Sauce hatte ich mir eine French Onion-Sauce gekauft, welche sehr gut war. Um 13.45 Uhr hiess es dann bereits wieder an die Arbeit, ich wollte ja schliesslich am Wochenende frei haben. Um 16.30 Uhr sah der Schrank dann wirklich blitzblank aus und ich machte Feierabend. Nach dem umziehen ging ich ins Stadtzentrum zum Supermarkt und mit dem Bus wieder zurueck. Kaum sass ich im Bus fing es zu regnen an, aber nur 5min spaeter, als ich wieder aussteigen musste, war es bereits wieder trocken. Glueck gehabt!

Zum Znacht kochte ich mir dann Fisch (Aktion im Woolworths) mit Champignons und Reis. Dies war endlich mal etwas anderes und ich genoss die Abwechslung im Speiseplan sehr.

Kurz vor 19 Uhr liefen Susanna und ich in Richtung Stadtzentrum los, da wir erneut an der Gratis-Salsalektion teilnehmen wollten. Heute war es aber in einer anderen Location und wir mussten etwa eine halbe Stunde laufen. Um 19.20 kamen wir dann mit 5min Verspaetung beim Gilkison's an. Von Aussen sah es schon sehr edel aus und als wir dann beim Eingang waren, sahen wir das Schild "Dresscode". Die Frau musterte uns von oben bis unten, aber anscheinend waren wir den Anforderungen gewachsen. Dann kam aber auch schon der Daempfer: Die Frau wollte unsere ID resp. den Pass sehen. Da eine Handtasche beim Tanzen sehr hinderlich ist und es uns nicht geheuer war, sie irgendwo zu deponieren, haben wir zu Hause extra nur etwas Geld eingepackt und sonst nichts mitgenommen. Wir fragten sie, ab welchem Alter den Einlass geboten wurde und als sie 18 sagte, musste ich schmunzeln. Ich weiss ja, dass ich etwas juenger aussehe, aber hallo, wie 17 doch ganz bestimmt nicht! Naja, sie beharrte auf jeden Fall darauf, es schriftlich sehen zu muessen, weshalb wir halt wieder gingen. Bei einem Nachtclub haette ich diese Hartnaeckigkeit  ja erwartet, aber doch nicht fuer einen Gratis-Salsakurs. Klar, sie verkaufen dort auch Alkohol, aber dann haetten sie es auch auf dem Flyer vermerken sollen, genau so mit dem Dresscode, oder?!

Wir hatten also einen schoenen Verdauungsspaziergang gemacht und kurz vor 20h waren wir dann wieder beim Hostel. Ein paar andere Gaeste machten sich bereit, um ins Kino zu gehen. Sie wollten Indiana Jones 4 sehen und da ich ja jetzt nicht zum Salsa-Tanzen kam, beschloss ich, mich ihnen anzuschliessen. Ich hatte ja jetzt alle anderen Teile noch im Kopf und freute mich, seine neuen Abenteuer zu sehen. Grundsaetlich fand ich den Film nicht schlecht, aber er war mir etwas zu viel Fantasy und generell einfach "zu viel des Guten". Klar in den aelteren Teilen geschahen auch eher unrealistische Dinge, aber hier war es einfach zu uebertrieben fuer meinen Geschmack.

Am naechsten Morgen stand ich um 8.30 auf und erfuhr, dass ich mein Zimmer wechseln musste. Aus diesem Grund musste ich also packen, aber ich bekam den Schluessel fuer das neue Zimmer noch nicht. Daher wollte ich mit arbeiten beginnen, aber Steve hatte noch immer keine Zeit resp. verstand mich falsch. Er bot mir an, das Internet an der Reception zu verwenden und sagte etwas von 10h. Ich dachte, er wolle mir dann zeigen, wie ich die Moskito-Schutzwaende entfernen koenne, aber er meinte wohl den Zeitpunkt zum Umziehen. Wanda gab mir dann den Auftrag, die Waende der Toiletten zu putzen und danach konnte ich dann endlich die Fenster fertig machen. Das benoetigte Werkzeug war nur ein normaler Schraubenzieher und so war es also ueberhaupt keine Hexerei. Um 13.30 Uhr war ich dann fertig und dies ging super mit meiner zu arbeitenden Zeit auf. Ich hatte also den Nachmittag und das Wochenende frei. Juhuu!

 


Flug nach Perth und Salsa again (20.5.08)
Samstag, 31. Mai 2008

Am 20.5.08 laeute mein Wecker um 5.25 Uhr. Ich dachte, ich muesse um 6.15 Uhr vor dem Hostel sein, aber um diese Zeit kam kein Shuttle-Bus zum Flughafen. Nach 10 Minuten Warten ging ich ins Hostel zurueck und konnte von Glueck reden, dass ich den Code fuer das Gatter-Tor auswaendig wusste, da ich sonst nicht mehr hinein gekommen waere. Dies waere vor allem bloed gewesen, da ich gestern mein geammtes Handy-Guthaben verbraucht hatte, da jenes sonst heute ausgelaufen waere. Somit musste ich also mit dem Telefon im Hostel den Besitzer aus dem Bett laeten, da die Reception noch nicht offen war. Also, eigentlich nahm zuerst niemand ab, aber er laeutete dann etwas spaeter zurueck und ich hatte recht Glueck, dass ich das Telefon ueberhaupt gehoert habe. Mir wurde dann gesagt, dass der Shuttle-Bus um 6.55 und nicht um 6.15 kommen wird. Somit haette ich also fast 45min laenger schlafen koennen!... Naja, so kam ich zumindest wieder mal zum Karten schreiben resp. ging dann nochmals kurz auf s Internet.

Der Shuttle-Bus kam dann um 6.55 sehr punktlich und da wir sonst nur noch jemanden abholen mussten, waren wir sehr schnell am Flughafen. Wir waren die ersten in der Schlange und der Qantas-Schalter war noch nicht mal geoeffnet. Das Check-In und die Passkontrolle war dann eine Sache von 5min und cih war stolz, dass ich noch kein Uebergewicht hatte. Mein Rucksack war genau 19.8kg schwer! ;-)

Das Boarding war dann punktlich um 8.20 Uhr und nur etwa 10min spaeter hoben wir bereits ab. Waehrend dem Flug gab es dann ein Sandwich, etwas Kaese, drei "Salz-Guetzli" plus ein kleiner Schokoriegel. Der Flug dauerte (wenn ich richtig gerechnet habe) etwa 5 Stunden, wobei ich aber wegen der Zeitumstellung doch erst um 10.15 am Boden war. Waehrend dieser Zeit informierte ich mich mit meinem Lonely Planet ueber Perth und studierte die WWOOFing-Moeglichkeiten. WWOOFing bedeutet Willing Working On Organig Farms und meint arbeiten fuer Kost und Logis, normalerweise eben auf irgendwelchen Farms, aber zum Teil auch sonst irgendwo. Das Hostel, in welchem ich in Perth wohnen werde, bietet z.B. Arbeit fuer WWOOFer.

In Perth gab es dann keine Passkontrolle mehr, wahrscheinlich da es nur ein Inlad-Flug war. Ich musste zwar (gefuehlt) relativ lange auf mein Gepaeck warten, aber um etwa 10.30 war ich dann bereits im Bus. Ich unterhielt mich dann etwas mit dem Fahrer und er zeigte mir bereits die wichtigsten Orte in Perth.

Angekommen beim One World Backpackers, meinem Hostel, fragte ich dann, ob sie allenfalls kurzfristig einen WWOOFer brauchen. Ich hatte gestern, nachdem ich erfuhr, dass ich nicht zu Anna gehen kann, bereits eine Email geschrieben, aber da der Chef nicht dort war, sollte ich heute persoenlich fragen. Steve, der Hostel-Besitzer, meinte dann, dass ich Fenster putzen koenne, falls dies fuer mich ok sei. Ich sagte zu und somit musste ich in den naechsten Tagen 18 Stunden fuer das Hostel arbeiten, um meine Uebernachtungen inklusive Fruehstueck zu verdienen.

Da es ein wunderschoener Tag war, zog ich mich um und machte mich auf den Weg in die Stadt. In Perth gibt es drei verschiedene Gratisbusse, welche das ganze Zentrum und die umliegenden Suburbs bedienen. Mein Bus war der Blue Cat, welcher mich dann eben von Northbridge ins Zentrum brachte. Nach einem Sandwich von Subways lud ich mein Mobiltelefon auf und schlenderte durch die schoene Shopping-Meile. Im Supermarket kaufte ich dann alles noetige fuer die kommenden Tage und ich war dann sehr froh, dass der Gratis-Bus bis fast vor die Hostel-Tuere faehrt, da ich doch recht schwer zu tragen hatte.

Nachdem ich alles verstaut hatte, begann ich dann um 15h mit Fenster puten. Um 17h hatte ich dann genug, da es ein sehr langer Tag war. Nach Perth's Zeit-Verhaeltnissen stand ich ja bereits um 2.25 Uhr auf!... Aus diesem Grund wollte ich dann nach dem Kochen auch bald ins Bett, aber es kam mal wieder ganz anders: Beim Kochen (Gemuese mit Reis aus dem Gratis-Food-Fach, da ich den Reis beim Einkaufen vergessen hatte) lernte ich Susanna (Deutsche) kennen, welche mich fragte, ob ich allenfalls Lust haette, mit ihr und ein paar anderen des Hostels in einen Gratis-Salsakurs zu kommen. Was fuer eine Frage: natuerlich hatte ich Lust! Somit hiess es dann anstatt ins (wohlverdiente) Bett zu gehen, umziehen und einen moeglichst fitten Eindruck machen.

Fuer Susanna, Caroline, Hans und ? war es der erste Kontakt mit Salsa, aber wir besuchten ja auch einen Anfaenger-Kurs. Zuerst wurde sowieso Merenque eingefuehrt, was ja doch noch einiges einfacher ist. Nach etwas mehr als einer Stund ging es dann zum Salsa ueber und vor allem fuer Hans war es zu viel. Er hatte nur noch ein Durcheinander in den Beinen und im Kopf. Alle ausser Susanna und mir gingen dann auch um 21.35 Uhr, also nach den beiden Gratis-Lektionen. Susanna bleibt noch fuer einen Drink und ich entschloss mich, fuer 15$ noch fuer einen weiteren Kurs zu bleiben.

Da ich beim Anfaenger-Kurs mitgemacht hatte, wollte mich die Frau an der Kasse in einen weiteren Anfaenger-Kurs setzen, was ich aber nicht wollte. Aus diesem Grund ging ich dann zum vorherigen Tanzlehrer, welcher mich dann zum Glueck in seine Gruppe nahm. Wir waren nur 6 Leute, zwei Maenner und vier Frauen. Mit dem Tanzlehrer ergab es dann drei Paare plus eine "alleinstehende" Frau fuer eine Mini-Rueda. Das Thema fuer die heutige Lektion war CocaCola, eine Figur, die ich bereits kenne. Als er sie aber einfuehrte, dachte ich, dass sie hier eine andere Figur CocaCola nannten. Er verwendete aber einfach zuerst eine einfachere Version ohne "Haendehalten" und machte die CocaCola, wie ich sie kannte, erst am Schluss. Es war auf alle Faelle lustig und ich blieb noch ein wenig zum freien Tanzen.

Ich holte mir etwas zu trinken und stellte mich an den Rand der Tanzflaeche. Es ging sehr lange bis ich zum Tanzen aufgefordert wurde. In der Schweiz geht es normalerweise sehr schnell, aber hier scheint man eher in Gruppen zusammen zu bleiben und es gibt weniger Leute, die alleine kommen und einfach nur tanzen wollen. Gut, es ist halt auch kein wirklicher Salsa-Nachtclub, sondern ein Lokal, in dem jede Woche ein Tanzkurs angeboten wird. Ich kam dann aber doch noch zu einigen Taenzen mit drei verschiedenen Mannern. Der zweite war wirklich sehr gut und es hatte sich also doch gelohnt zu warten. Der dritte Mann war zwar nicht schlecht, aber er konnte nur etwa 3 oder 4 Figuren, was das Ganze halt ein wenig langweilig machte. Und er war dann halt auch derjenige, welcher nicht mehr aufhoeren wollte. Ich brauchte dann irgendwann eine Pause und da danach Mernque kam, beschloss ich, nach Hause zu gehen. Kurz vor Mitternacht war ich dann endlich im Bett.


Alice Springs (18. & 19.5.08)
Samstag, 31. Mai 2008

Wie ihr sicher gemerkt habt, bin ich mittlerweile sehr im Hintertreffen. Ich werde daher versuchen, mich etwas kuerzer zu fassen, aber ich bin nicht sicher, ob ich das wirklich schaffe. Also los:

An jenem Morgen ass ich mit Kathrin Fruehstueck und es war ein sehr schoener Morgen. Ich ging dann mit ihr und Sandra (Deutsche, die im Hostel arbeitet) zum Markt in die Stadt. Ich sah ein sehr schoener Rock - Schwarz mit roten Wellen - also perfekt zum Salsa tanzen, aber leider war er ueberhaupt nicht dehnbar und somit zu klein. Vielleicht muesste ich etwas besser auf meine Nahrungszufuhr achten!...

Nach Sushi zum Zmittag traf ich dann auf ein paar meiner Adventure Tours-Leute und sah somit Helen nochmals kurz. Danach ging ich mit Kathrin und Sandra zum Supermarket, um mein Abendessen zu kaufen. Anschliessend gingen die beiden anderen zurueck und ich machte nochmals eine Runde um den Markt. Irgendwann riss dann meine Handtasche, weshalb ich dann am Ende mit 5 vollen Plastiksaecken unterwegs war. Ich traf dann auf Rob und Maria (von Malta) plus Vanessa und Gotzon (Spanien) vor einem Didgeridoo-Laden. Sie warteten auf Johanna (Oesterreich), welche fuer ihren Toiletten-Besuch ueberaus lange brauchte. Auf alle Faelle kaufte ich in diesem Laden dann ein Didgeridoo. Der Preis waer 295$ gewesen, er gab es mir aber fuer 275$ und in diesem Preis war auch das nach Hause Schicken inbegriffen. Somit muss ich es nicht mitschleppen und dauernd darauf Acht geben.

Als ich wieder aus dem Laden kam, waren die anderen immer noch am auf Johanna warten. Ich zeigte ihnen dann meine Errungenschaft. Der Ladenbesitzer hatte dann Verbarmen mit mir und schenkte mir eine grosse Stofftasche fuer 20$, wahrscheinlich weil wegen mir die anderen nochmals in den Laden kamen. Ich haette mir zwar sicher nie diese Tasche, also nicht in dieser Farbe (senfgruen mit braunen Aborigines-Mustern), gekauft, aber einem geschenkten Gaul schaut man ja bekanntlich nicht ins Maul!

Anschliessend wollten wir dann noch zu der Art Gallery, aber jene war leider geschlossen. Aus diesem Grund ging ich dann zum Hostel zurueck und hatte noch etwas Zeit fuer das Internet. Danach machte ich mich bereit, um zu Ben (guide) zu gehen, wo wir zum BBQ eingeladen waren. Als ich bei ihm ankam, war noch niemand sonst da, weshalb wir gemeinsam in Richtung Haven (dem anderen Hostel, nur 3 Haeuser weit weg). Dort trafen wir dann auf Kim (Kanada), welche uns sagte, dass der Rest noch beim Supermarkt war. Ben lud in der Zwischenzeit noch ein paar andere Guides ein und wir machten es uns dann mal bei ihm gemuetlich. Dies war uebrigens nicht so einfach, da er ein unbeschreibliche Sauerei hatte. Man merkte, dass es ein reiner Maenner-Haushalt war und dass er nicht oft zu Hause ist.

Die Chips waren auf jeden Fall gut und bald kamen dann auch die anderen. Nur leider hatten sie keinen Wein fuer Sangria bekommen, da der Bottleshop bereits geschlossen hatte. An solchen Sachen merkt man dann, dass sie in Alice Springs wirklich ein Problem mit Betrunkenen haben!... Ein anderer guide besorgte dann etwas Wein und so konnte der Sangria also doch noch gemacht werden.

Mein Abendessen bestand aus einem Schweinssteak, Brot und einer halben Honigmelone. Die anderen hatten diverse Gemuese und Fleisch gekauft. Nach dem Essen versammelten wir uns einmal mehr um ein Feuer und schwatzten ueber alles moegliche. Ich musste dann mit dem Taxi zurueck und fiel muede ins Bett.

Am naechsten Morgen ass ich dann Zmorge mit Kathrin und zwei deutschen Jungs. Danach vertroedelte ich meine Zeit mit Pack-Vorbereitungen und dem Internet. Ich rief dann Vanessa an, da wir heute alle an einem Gratis-Didgeridoo-Workshop teilnehmen wollten und sie mir die Details geben musste. Dieser fand um 14.30 im Arts of Starlights Theater (oder so), einem Shop mit Buehne, statt und war eine Einfuehrung ins Didgeridoo-Spielen. Vor dem Laden traff ich dann erneut auf Team Spain and Team Malta plus Nick (Italien). Da wir noch etwas Zeit hatten, gingen wir noch kurz zum Supermarkt und zum Didgeridoo-Spielen kamen dann auch noch Francesca (England), Bernie und Barbara (Irland) dazu. Ich war nicht wirklich erfolgreich im Didgeridoo-Spielen. Ich kann zwar einen Ton hervorbringen, aber den wirklich schoenen Ton brachte ich nicht wirklich fertig, geschweige denn die Zirkulaer-Atmung. Ausser Bernie waren die anderen aber auch nicht wirklich viel besser, was mich doch beruhigte. Ich werde dann in der Schweiz im stillen Kaemmerchen ueben!...

Da ich mich um 17h vor dem Supermarkt mit Kathrin, Sandra und Anja (Deutsche) traf, hatte ich noch ein wenig Zeit zum Laedele. Ich traf die Maedels dann beim Jayjays, einem Kleider-Laden, in der Naehe vom Supermarket. Die anderen schmoekerten dort so lange bis wir sozusagen rausgeschmissen wurden. Danach ging es dann doch noch zum Supermarket, wo wir uns Spaghetti-Bolognese-Zutaten fuer das Abendessen kauften. Auf dem Rueckweg wollten die anderen dann noch Alkohol kaufen. Da die Preise bei diesem Shop aber extrem hoch waren, gingen Anja und Kathrin nochmals zu jenem neben dem Supermarket zurueck. Ich ging mit Sandra zum Hostel zurueck, ohne Alkohol.

Als die anderen dann zurueck kamen, fingen wir mit dem Kochen an. Michael (Deutscher) ass dann ebenfalls mit und wir hingen dann noch eine Weile draussen herum. Ich versuchte dann noch Anna (von der Uni) zu erreichen, da ich immer noch hoffte, sie spaeter in Monkey Mia resp. Shark Bay (Westkueste) besuchen zu koennen. Sie macht dort ihre Doktorarbeit mit Delphinen und ich moechte natuerlich unbedingt zu den Delphinen gehen. Leider sieht es eher schlecht aus, da sie wahrscheinlich bereits naechste oder uebernaechste Woche dort fertig sein werden und nach Bunbury (Sued-Westen) gehen wurden. Dort gibt es zwar auch ein paar wilde Delphine, aber jene sind sehr viel seltener zu sehen und Bunbury selber sei viel zu langweilig, um fuer laenger dorthin zu gehen. Naja, wir werden sehen!

Kathrin, Sandra, Anja und Michi waren immer noch draussen und spielten "Meieren". Daich sehr muede war und die Regeln nicht mehr wirklich im Kopf hatte, schaute ich nur zu. Wir machten dann noch ein paar Gruppenfotos mit einem sehr originellen Selbstausloeser-Halter und gingen anschliessen nach Bettenhausen.

 


Kings Canyon (17.5.08)
Sonntag, 25. Mai 2008

Da es gestern relativ spaet wurde und wir nicht wirklich unter Zeitdruck waren, durften wir heute eine halbe Stunde laenger schlafen, also bis um 5.30 Uhr. Eigentlich hiess dies, dass wir um 6.30 abfahren wuerden, aber es wurde dann 7h bis wir wirklich losfuhren. Naja, auf jeden Fall mussten wir genuegend fit sein, um eine 3h-Wanderung im Kings Canyon zu ueberstehen. Dies war wunderschoen, vor allem die Wasserstelle im "Garten Eden". Die Baeume und Felsen wurden im Wasser reflektiert, was super aussah. Auch sonst gefiel mir der Kings Canyon sehr gut, eigentlich fast besser als der Uluru, aber ich weiss nicht, ob ich das sagen darf!... ;-)

Zum Zmittag gab es dann Wraps und danach schauten wir noch den 3. Teil von Indiana Jones. Somit bin ich jetzt vorbereitet, um den 4. Teil im Kino zu sehen.  

Nach weiteren unzaehligen Stunden im Bus konnten wir das Ortszeichen von Alice Springs fotografieren und konnten die zurueckgelgte Distanz sehen. 1519 km in 6 Tagen, das ist nicht schlecht, oder?!

Da die meisten Leute der Gruppe in zwei Tagen weiter nach Darwin gingen, waren alle im gleichen Hostel und zwar im Haven. Ich hatte mein Hostel separat gebucht und mich wegen dem Gratis-Internet fuer Alice Lodge entschieden. Dies war im Nachhinein nicht so gut, dass es in Alice Springs recht gefaehrlich ist, alleine herum zu gehen, vor allem am Abend. Die betrunkenen Aborigines, welche es hier leider sehr viele gibt, sind bekannt fuer ein paar Ueberfaelle, weshalb man am Abend besser ein Taxi nimmt. Somit bezahlte ich also jeweils fuer das Taxi zum Hostel mehr als ich mit dem Internet einsparen konnte. Aber was solls, aergern lohnt sich e nicht und sonst haette ich zumindest Kathrin nicht kennengelernt. Kathrin ist eigentlich eine Deutsche, lebt aber seit langerer Zeit in Oesterreich.

An diesem Abend hatte ich leider nicht viel Zeit, um mit Kathrin zu sprechen, da ich um 19.40 von einem Taxi abgeholt wurde. Dies brachte mich zuerst zum Alice Springs Resort, einem wunderschoenen Hotel, wo Helen (Englaenderin) hauste. Da dies in der Naehe von meinem Hostel war, konnten wir uns so ein Taxi teilen, um zu Annie's Place, einem anderen Hostel im Zentrum, zu kommen. Dort trafen wir uns mit den anderen Leuten von der Tour, um fuer 5$ Znacht zu bekommen. Ich Hatte ein Huehnchen-Steak mit Kaese und Schinken ueberbacken plus Pommes. Dies war sehr fein und wir hatten alle einen wunderschoenen Abend. Aja, die Toiletten in Annie's Place sind definitiv ein Besuch wert. Die Waende sind mit vielen huebschen Maennern verziert, weshalb es einem dort nicht verwundert, wenn die Frauen noch laenger fuer ihr geschaeft brauchen!... Fuer Lesben hatte es uebrigens an der Toiletten-Tuer-Innenseite auch ein paar sexy Frauen.

Danach musste ich mich von Neil (Englaender), Jinyoung (Korea), Nathalie und Lotte (Deutsche) verabschieden. Dies war schon etwas schwer, nach 7 Tagen im selben Boot resp. Bus. Ich hoffe aber, dass ich zumindest Neil in Cairns oder allenfalls bereits in Brisbane wiedersehen werde.

Mit dem Taxi fuhren Helen und ich dann wieder zurueck und bei ihrem Hotel musste ich dann auch zu ihr Goodbye sagen. Dies war dann sogar noch etwas haerter, da ich mit ihr recht viel Zeit verbracht hatte. Naja, hoffentlich sieht man sich sonst irgendwann mal wieder!


Sunrise at Uluru and Kata Tjuta (16.5.08)
Sonntag, 25. Mai 2008

Nach einer wirklich kalten Nacht fiel das Aufstehen sehr schwer, aber wir wollten bei Sonnenaufgang wieder beim Uluru sein. Dies schafften wir dann auch und erneut wurden viele Fotos gemacht. Tatsaechlich war die Farbe des Ayers Rock ein wenig anders als bei Sonnenuntergang.

Danach konnten wir zwischen dem Besteigen des Uluru und einer Wanderung rund herum waehlen. Da die Aborigines es nicht gerne sehen, wenn man ihren heiligen Berg besteigt, entschieden sich alle von unserer Gruppe fuer die Wanderung rundherum. Die von uns zurueckgelegte Distanz war 9.6 km und es war wirklich sehr eindruecklich, vor diesem Monster-Berg zu stehen.

Nach einer kurzem besichtigung des Cultural Centre ging es dann ab zu Kata Tjuta, den Olgas. Ben erklaerte uns mit einer originellen Zeichnung im Sand die geologische Entstehungsgeschichte von Uluru und Kata Tjuta, was sehr interessant war. Nachdem wir bis zum ersten Aussichtspunkt gewandert waren, hatten die meisten genuegend Steine gesehen und so gingen wir wieder zurueck.

Nach Chicken-Brugers zum Zmittag fuhren wir wieder relativ lange im Bus und schauten "wedding crashers". Am spaeteren Nachmittag hatten wir dann endlich die Gelegenheit, in ein Pool zu huepfen. Das Wasser war zwar kuehl, aber es war dennoch sehr angenehm. Zum aufwaermen hatte es ja Duschen in der Naehe!...

Bis zum Camp mussten wir dann 15min Safari durch sehr unebene Sandstrassen ueberleben. Zum Glueck hatten wir noch nichts gegessen. Aja, zum Znacht gab es wieder einmal Huehnchen und zwar Chicken legs mit Gemuese und gekochten Kartoffeln.

Nach dem Essen sassen wir wieder einmal um das Feuer, aber heute gab es mal keine Marshmelows, dafuer eine richtige, australische Delikatesse: Kangaroo-Schwanz. Ben roestete ihn ueber dem Feuer, schabte die Haare ab und bereitete ihn vor, so wie es die Aborigines machen. Da dies bestimmt eine einmalige Gelegenheit ist, probierten wir natuerlich alle einen Biss. Im Gegensatz zum sonstigen Kangaroo-Fleisch war der Schwanz sehr fettig.

Auch diese Nacht uebernachteten wir unter freiem Himmel in Swaqs, was erneut sehr kalt, aber wunderschoen romatnisch war.


Sunset at Uluru (15.5.08)
Sonntag, 25. Mai 2008

An diesem Morgen erwachte ich bereits um 4h und konnte nicht mehr schlafen. Da wir sowieso um 5h aufstehen mussten, stand ich um 4.40 auf. Nach dem Fruehstueck fuhren wir dann mit etwas Verspaetung los, da wir Muehe hatten, alles gepaeck wieder in den Anhaenger zu packen. Unser Weg fuehrte dem beruehmten Stuart Highway entlang, der ursprunglichen Verbindung von Sued nach Nord. Herr Stuart 's Ziel war es, Telefon-Leitungen zu legen und von Darwin dann Australien mit dem Festland zu verbinden. Er brauchte drei Anlaeufe, um endlich den muehsamen und langen Weg durch das Nichts zu schaffen und leidete noch Jahre spaeter an den Folgen.

Als wir langsam wach waren, schauten wir Blood Diamond. Nach dem Zmittag und endlosen Stunden im Bus kamen wir dann zum "Fooluru", einer Felsformation, welche dem echten Uluru (Ayers Rock) sehr aehnlich sieht, aber viel kleiner ist. Anscheinend sind schon einige Leute nur bis hierhin gefahren und nach ein paar Fotos wieder verschwunden, da sie meinten, sie seien nun beim beruehmten Ayers Rock. Naja, Pech gehabt!...

Nachdem wir das Essen beim Camp abgeladen hatten, machten wir uns dann auf zum richtigen Uluru. Ben, unser Guide, zeigte uns ein paar wichtige Orte fuer die Aborigines, wie z.B. das Patience Cave und die Kueche. Fast alle Orte waren entweder Reich der Maenner oder Reich der Frauen und der Zutritt war fuer das andere Geschlecht nicht erlaubt.

Als die Sonne langsam unterzugehen begann, stiessen wir mit Champagner auf die schoene Ansicht an und machten natuerlich viele Fotos. Auf dem Rueckweg liess Ben dann in aller Lautstaerke "Final Countdown" laufen und die Stimmung im Bus war einfach super.

Zurueck im Camp warteten wir vor dem Feuer auf das Abendessen: Beef-Steak, Salat und Kartoffelstock-Gratin, oder so etwas aehnliches. Es war auf alle Faelle gut. Mit Sangria liessen wir dann den Tag am Feuer ausklingen und machten uns bereit, um unter freiem Himmel zu schlafen. Die sogenannten Swaqs, Einmann-Zelte, waren recht bequem und die Sterne waren wunderschoen. In Mitten der Nacht war es dann aber extrem kalt und ich konnte fast nicht mehr schlafen.


Cobber Pedy (14.5.08)
Freitag, 23. Mai 2008

An diesem Tag fing also der Ernst des Lebens an und zwar meine ich wegen der Tagwache um 5h. Zum Glueck konnten wir aber im Bus noch etwas weiter doesen. Nach einem kurzen Toiletten-Stopp, wurde dann Indiana Jones 1 eingeschaltet und fertig war es mit schlafen. In Pimba, bei einer Tankstelle mitten im sehr flachen Niemandsland (wie hier uebrigens meistens), konnten wir uns dann wieder mal die Beine vertreten. Dies tat gut!

Kurz vor dem Mittagessen (Wraps mit Thon, Aufschnitt und Salat) besichtigten wir noch einen risigen Salzsee. Auf der Weiterfahrt sahen wir dann Indiana Jones 2 und danach kamen wir endlich in Cobber Pedy an. Nach dem Verstauen unseres Gepaecks konnten wir eine Tour durch eine Opal-Mine machen. Dies war sehr spannend und wir konnten auch eine schoene Untergrund-Wohnung besichtigen. Aja, unsere Unterkunft fuer diese Nacht war uebrigens ebenfalls im Untergrund. :-)

Als es langsam dunkel wurde, trafen Helen (eine Englaenderin und ich bei der Untergrund-Kirche ein. Da es im Innern so dunkel war, getrauten wir uns nicht weiter. Wir warteten bis Neil (ein Englaender) kam und fanden schliesslich sogar noch den Lichtschalter. Die Kirche war wirklich sehr schoen.

Mittlerweile kam der Adventure Tours Bus, welcher von Alice Springs nach Adelaide unterwegs war, in Cobber Pedy an. Es waren nur 3 Maenner plus der guide. Ganz schoen langweilig fuer 6 Tage, oder?!

Nach einer angenehmen Dusche gingen wir zur Pizzaria rueber. Danach hiess es Sangria vorbereiten, da Vanessa (Spanierin) und Kim (Kanadierin) Geburtstag hatten und Team-Spanien mit Sangria feiern wollte. Ich konnte dann noch ein, zwei Lieder mit Vanessa Salsa tanzen, was wirklich lustig war.

Unser Weg fuehrte dann dem Stuart Highway entlang


13.5.08
Donnerstag, 22. Mai 2008

An jenem Morgen durften wir noch zum letzten Mal "ausschlafen" und zwar bis um 7h. Nachdem wir kurz nach 8h abgefahren waren, begann die Notausgangstuere immer wieder wie wild Alarm zu schlagen. Wegen dem Fahren ueber sehr unebenen Boden loeste sich eben immer wieder die Abdeckung.

Nun stand eine 2.5 stuendige Wanderung auf den Mt Ohlssen Bagge auf dem Programm, womit wir uns sicher das Mittagessen (Burgers) verdient hatten. Danach mussten wir dann nur noch 15 min zu unserer Unterkunft in Rawnsley Park fahren, wo wir den Rest des Tages zur freien Verfuegung hatten. Wir freuten uns schon alle sehr auf das Pool, aber leider war es geschlossen. Es sei angeblich zu kalt. Gut, das Wassser sei nur 14 Grad, aber da es draussen sehr warm war, haetten wir es zumindest gerne versucht. Naja, keine Chance, wir mussten uns also mit einem Glace begnuegen.

Da es wirklich sehr warm war, beschlossen Helen und ich, stattdessen ein wenig zu suennele. Dies war also das erste Mal, wo ich mein Bikini anhatte. Sobald aber die Sonne unterging, wurde es schnell kalt. Aber immerhin fuer knapp 45 min konnte ich im Bikini in der Sonne liegen. :-)

Fuer den wirklichen Sonnenuntergang gingen wir dann auf einen Huegel. Da es ein paar Wolken mehr als gestern hatte, war es dann auch einiges schoener.

Zum Znacht gab es Kartoffel-Stock und etwas Voressen-Aehnliches. Eigentlich wollten wir mit einer anderen Adventure Tours-Gruppe Znacht essen, aber da jene viel spaeter kamen als gehofft, kochten wir fuer uns alleine. Danach versammelten wir uns vor einem grossen Feuer, hoerten Musik, redeten ueber alles moegliche und brieten Marshmelows in den Flammen.


Ab ins rote Zentrum 2 (12.5.08)
Mittwoch, 21. Mai 2008

Nach dem Geister-Dorf Konyaka war der naechste Stopp beim Yourambulla Cave. Dort waren Aborigines-Zeichnungen zu sehen und die diversen Zeichen waren erklaert. Dies war sehr interessant. Da das Wetter endlich mal so war, wie man es in Australien erwartet, konnte ich also auch zum ersten Mal die Beine meiner Hosen entfernen und meine weissen Beine zur Show stellen!...

Etwas spaeter gingen wir zum Supermarket, wo ich mir ein 4er-Pack Vodka-Cruiser mit Ananas-Aroma, Wasser plus ein Ice Cream kaufte. Danach waren es noch zwei Stunden im Bus bis nach Parachila, wo unsere Unterkunft war. Der guide zeigte uns waehrend der 30 sekundigen Town-Rundfahrt das atemberaubende Rondell, die Solar-Zellen und den Botanischen Garten (zwei Kaktusse oder so).

Waehrend wir auf den Sonnenuntergang warteten, spielte ich mit Francesca, einer Englaenderin, eine Runde Billard auf einem unglaublich guten Tisch. An einer (grossen!) Stelle war er mit Tape geklebt, ansonsten war er auch nicht gerade gerade (also flach) und das Queue hatte keine Spitze mehr, weshalb es auch nichts ausmacht, dass keine Kreide vorhanden war.

Der Sonnenuntergang war dann nicht wirklich spektakulaer, da es keine einzige Wolke am Himmel hatte. Danach ging ich duschen und dann gab es auch schon bald Abendessen. Es gab Kangaroo-Fleisch, Emu-Burger und Kamel-Wurst, wovon ich trotz vorherigem Bedenken probiert habe. Ich bin nicht wirklich ein Wurst-Fan, aber der Emu-Burger und vor allem das Kangaroo-Fleisch war sehr gut. Kangaroo soll auch sehr gesund sein, da es sehr wenig Fett und Cholesterin drinnen hat.

Um 19h haette gemaess unserem guide eigentlich der wohl laengste Zug der Welt kommen sollen, aber jener liess auf sich warten. Es soll anscheinend 4.5 min dauern bis er vorbei gefahren ist. Beim weiteren warten speilten wir das "Killer-game", wo es einen Moerder und einen Polizisten gibt. Der Moerder kann mit Blinzeln jemanden umbringen und der Polizist muss herausfinden, wer der Moerder ist. Dies war wirklich lustig und als wir es schon fast nicht mehr erwarteten, kam dann endlich der Zug. Er war schon sehr lang, aber anscheinend nicht ganz so lang, dass es 4.5 min gegangen waere.

Danach gingen wir zum einzigen Pub des Dorfes rueber. Davor war ein grosses Feuer, wie eine grosse Finnische Kerze. Wir braettelten Marshmellows im Feuer und bestaunten die wunderschoenen Sterne. Um 22.15 ging ich dann langsam in Richtung Bett. Ich sprach aber noch eine ganze Weile mit den Leuten in meinem Zimmer: Nicola aus Italien, Neil aus England, Jenyang aus Korea und die beiden Irinnen Berny und Barbara.


Ab ins rote Zentrum (12.5.08)
Montag, 19. Mai 2008

An jenem Tag musste ich um 5.15 aufstehen, da man mir gesagt hatte, ich werde um 6.10 abgeholt. Ich ass noch etwas Muesli zum Fruehstueck und kurz nach 6h war ich dann mit Sack und Pack vor dem Hostel. Als um 6.15 noch niemand zu sehen war, fing ich mir an Sorgen zu machen. Da ich ja die Kangaroo Island und diese Tour zusammen bestaetigen liess, wurde ich ploetzlich unsicher, ob die Adventure Tours Angestellte eventuell nicht geschnallt hat, dass ich von heute spreche und nicht von Kangaroo Island. Damals war ja 6.10 richtig. Ich hatte aber extra nachgefragt, ob beide Touren um die gleiche Zeit anfingen und sie sagt ja. Ich rief dann aber sicherheitshalber doch bei der Agency an und man sagt mir, dass der Guide unterwegs sei und es sich nur um 5-10 Minuten handeln wuerde.

In der Zwischenzeit fing ich an, Postkarten zu schreiben. Als um 6.40 immer noch niemand da war, dachte ich, dass sie mich trotzdem vergessen hatten. Aus diesem Grund reif ich ein zweites Mal an und ernaut wurde mir gesagt, dass der guide unterwegs sei. Um 6.45 kam dann Melcome, der Hostelbesitzer und wartete mit mir. Er wollte um 7.00 Uhr gerade nochmals der Agency anrufen, als mir diese zurueckrief und versprach, dass der guide jetzt wirklich unterwegs sei und dass es nur noch ein paar Minuten gehen wuerde. Dieses Mal hatte sie dann zum Glueck auch recht und um 7.10 Uhr kam der Bus angefahren. Ich haette also eine ganze Stunde mehr schlafen koennen!... :-(

Der Bus war sehr voll, mit mir waren wir 22 Leute. Ben, der guide, fuhr noch zur agency, wo ich noch als einzige einchecken musste. Anscheinend hatte man mich nicht vergessen, aber der guide hatte einfach Verspaetung gehabt. Mel, eine Australierin, hatte dann noch ihren Schlafsack im Hostel vergessen, weshalb wir dort auch noch kurz Halt machten. Danach ging es dann aber los!

Nach etwas mehr als einer Stunde gab es dann auch schon der erste Toiletten-Stopp und zwar im Clare Valley. Es gab auch die Moeglichkeit, sich etwas zum Fruehstueck zu kaufen und ich kaufte mir ein paar Kekse. Auf der Weiterfahrt legte der Guide "American dad" in den DVD-player, was ich wirklich ein totaler Seich fand. Aus diesem Grund nahm ich meinen MP3-player und versuchte in meinen Ohren die geraeusche dieser Serie zu uebertoenen.

Um 12 Uhr waren wir dann in Quorn, wo wir uns Lunch zubereiteten. Es gab Sandwiches und leider war der Aufschnitt noch gefroren. Die strahlende Sonne half aber beim auftauen kraftig mit und es war wirklich lecker.

Die Weiterfahrt fuehrte uns dann durch die Flinders Ranches, ein wunderschoenes gebiet mit Huegelketten. Der naechste Halt war beim Ruinen-Dorf Kanyaka Homestad. Die Farmer bewohnten diese Siedlung frueher, da sie dachten, es sei gutes Land, aber leider stellte sich heraus, dass es viel zu trocken war.

So, jetzt muss ich leider den Compi raumen. Morgen fliege ich nach Perth und ich hoffe, dass ich dort irgendwo ein guenstiges Internet-Cafe finde. Byebye, bis bald!