
WWOOFing in Perth (21. & 22.5.08)
Samstag, 31. Mai 2008
An diesem Morgen stand ich um 8.45 Uhr auf, da ich ja WWOOFen "musste". Ich hatte ein SMS von meiner Mutter auf dem Natel, in welchem sie mir mitteilte, dass sich der Rektor von der Schule, bei welcher wir mich beworben hatten, geantwortet hatte. Er wolle anscheinend wissen, ob ich allenfalls auch Chemie unterrichten koenne. Dies hiess also, dass er trotz all den Umstaenden wegen Australien Interesse zu haben scheint. Wow, das haette ich echt nicht erwartet, aber natuerlich darf ich trotzdem nicht zu viel erwarten.
Nach dem Fruehstueck machte ich mich dann wieder an den Fenstern des Hostels zu schaffen. Kurz nach 13h genoss ich dann eine Schale Muesli in der Sonne. Da die Reception noch nicht wieder offen war und ich zum Weiterarbeiten einen Pass-Schluessel brauchte, holte ich mein Buch in die Sonne und genoss meine Mittagspause. Um 14.45 Uhr konnte ich dann weiter putzen und um 17.15 Uhr hatte ich alle Fenster geputzt, welche ich erreichen konnte. Die restlichen waren von Aussen durch ein Moskito-Schutzgitter "geschuetzt" und ich brauche fuer das Entfernen Werkzeuge, welche mir Steve, der Hostelbesitzer, geben musste. Er hatte aber gerade keine Zeit und sagte, ich solle doch morgen weiter arbeiten.
Da ich im Hostel arbeitete, konnte ich gratis ins Internet. Hierfuer braucht man aber immer ein Login-Code, welcher dann fuer 2h gueltig ist. Ich ging nun also kurz ins Internet. Nach einer erholsamen Dusche kochte ich dann wieder Gemuese mit Reis und ging kurz nach 21.30 bereits ins Bett. Die Folgen des gestrigen Tages zeigten sich erbarmungslos in extrem roten Augen. Ich sah wirklich aus als haette ich viel zu viel gekifft und gesoffen!...
Am naechsten Morgen stand ich dann um 8h auf und fuehlte mich viel besser. Die Augen hatten sich weitgehend erholt und so begann ich dann um 8.45 mit arbeiten. Da Steve noch immer keine Zeit zu haben schien, fragte ich Wanda, das Zimmer-Maedchen" resp. die Frau fuer alles, ob sie etwas fuer mich zu tun haette. Sie sagte, ich koenne den grossen Kuechenschrank ausraeumen, putzen und wieder einraeumen. Der Schrank hatte vier grosse Abteile, wo mehrere hundert Teller, Schuesseln, Glaeser, Vasen, ... und alles Besteck verstaut waren. Einiges war schon lange nicht mehr verwendet worde und dementsprechend schmutzig. Ausserdem waren dort auch alle Gewurze, diverse Mehl-Tueten, Saucen, ... drin, was eine riesige Sauerei war. Es gab also sehr viel zu tun, aber zumindest sah man am Schluss dann auch, was man getan hatte.
Zum Zmittag schnetzelte ich "Ruebli"-, Gurken- und Tomaten-Stueck zum Dippen. Als Sauce hatte ich mir eine French Onion-Sauce gekauft, welche sehr gut war. Um 13.45 Uhr hiess es dann bereits wieder an die Arbeit, ich wollte ja schliesslich am Wochenende frei haben. Um 16.30 Uhr sah der Schrank dann wirklich blitzblank aus und ich machte Feierabend. Nach dem umziehen ging ich ins Stadtzentrum zum Supermarkt und mit dem Bus wieder zurueck. Kaum sass ich im Bus fing es zu regnen an, aber nur 5min spaeter, als ich wieder aussteigen musste, war es bereits wieder trocken. Glueck gehabt!
Zum Znacht kochte ich mir dann Fisch (Aktion im Woolworths) mit Champignons und Reis. Dies war endlich mal etwas anderes und ich genoss die Abwechslung im Speiseplan sehr.
Kurz vor 19 Uhr liefen Susanna und ich in Richtung Stadtzentrum los, da wir erneut an der Gratis-Salsalektion teilnehmen wollten. Heute war es aber in einer anderen Location und wir mussten etwa eine halbe Stunde laufen. Um 19.20 kamen wir dann mit 5min Verspaetung beim Gilkison's an. Von Aussen sah es schon sehr edel aus und als wir dann beim Eingang waren, sahen wir das Schild "Dresscode". Die Frau musterte uns von oben bis unten, aber anscheinend waren wir den Anforderungen gewachsen. Dann kam aber auch schon der Daempfer: Die Frau wollte unsere ID resp. den Pass sehen. Da eine Handtasche beim Tanzen sehr hinderlich ist und es uns nicht geheuer war, sie irgendwo zu deponieren, haben wir zu Hause extra nur etwas Geld eingepackt und sonst nichts mitgenommen. Wir fragten sie, ab welchem Alter den Einlass geboten wurde und als sie 18 sagte, musste ich schmunzeln. Ich weiss ja, dass ich etwas juenger aussehe, aber hallo, wie 17 doch ganz bestimmt nicht! Naja, sie beharrte auf jeden Fall darauf, es schriftlich sehen zu muessen, weshalb wir halt wieder gingen. Bei einem Nachtclub haette ich diese Hartnaeckigkeit ja erwartet, aber doch nicht fuer einen Gratis-Salsakurs. Klar, sie verkaufen dort auch Alkohol, aber dann haetten sie es auch auf dem Flyer vermerken sollen, genau so mit dem Dresscode, oder?!
Wir hatten also einen schoenen Verdauungsspaziergang gemacht und kurz vor 20h waren wir dann wieder beim Hostel. Ein paar andere Gaeste machten sich bereit, um ins Kino zu gehen. Sie wollten Indiana Jones 4 sehen und da ich ja jetzt nicht zum Salsa-Tanzen kam, beschloss ich, mich ihnen anzuschliessen. Ich hatte ja jetzt alle anderen Teile noch im Kopf und freute mich, seine neuen Abenteuer zu sehen. Grundsaetlich fand ich den Film nicht schlecht, aber er war mir etwas zu viel Fantasy und generell einfach "zu viel des Guten". Klar in den aelteren Teilen geschahen auch eher unrealistische Dinge, aber hier war es einfach zu uebertrieben fuer meinen Geschmack.
Am naechsten Morgen stand ich um 8.30 auf und erfuhr, dass ich mein Zimmer wechseln musste. Aus diesem Grund musste ich also packen, aber ich bekam den Schluessel fuer das neue Zimmer noch nicht. Daher wollte ich mit arbeiten beginnen, aber Steve hatte noch immer keine Zeit resp. verstand mich falsch. Er bot mir an, das Internet an der Reception zu verwenden und sagte etwas von 10h. Ich dachte, er wolle mir dann zeigen, wie ich die Moskito-Schutzwaende entfernen koenne, aber er meinte wohl den Zeitpunkt zum Umziehen. Wanda gab mir dann den Auftrag, die Waende der Toiletten zu putzen und danach konnte ich dann endlich die Fenster fertig machen. Das benoetigte Werkzeug war nur ein normaler Schraubenzieher und so war es also ueberhaupt keine Hexerei. Um 13.30 Uhr war ich dann fertig und dies ging super mit meiner zu arbeitenden Zeit auf. Ich hatte also den Nachmittag und das Wochenende frei. Juhuu!


