Coast walk and surfing (17.6.08)
Samstag, 28. Juni 2008

In jener Nacht erwachte ich etwa um 3.45 und lag nach einem WC-Besuch lang wach. Irgendwann schlief ich dan aber wieder ein und um 8h stand ich auf. Zum Fruehstueck hatte ich koestliche Nutella-Broetchen. Gestarkt machte ich mich etwa um 10.15 Uhr auf in Richtung Noosa Heads. Ich nahm den schoenen Nationalpark-Weg, welcher den Straenden entlang geht und sehr schoen sein soll. Es war dann auch wirklich schoen, vor allem der Dolphin Point. Waehrend einer Sandwich-Pause sah ich eine kleine Echse, welche aus ihrem Versteck in die Sonne heraus kam, um sich aufzuwaermen.

Die Wanderung dauerte etwa 1.2 Stunden und ich war zugegebenerweise schon etwas kaputt als ich endlich in die Naehe der Zivilisation zurueck kam. Auf einer bank ass ich dann noch das zweite Sandwich und wurde von einem Australier angesprochen. Er arbeitete in Noosa und wir hatten ein interessantes Kurzgespraech.

Danach war es dann bald Zeit, an den Strand zu gehen, da ich fuer 13.30 Uhr eine Surf-Lektion gebucht hatte. Ich war mit Matt (aus dem Rheintal), einer franzoesischen Vater mit den zwei Toechtern plus einer jungen Russin in der Gruppe. Fuer Matt war es bereits das zweite Mal, weshalb er direkt ins Wasser durfte. Wir praktizierten das "1, 2, 3" zuerst an Land, und uebten dann jeweils Schritt fuer Schritt im Wasser. Zuerst muss man jeweils seine Welle erpaddeln, dann heisst es sich aufstuetzen (eins), den einen Fuss aufsetzen (zwei) und dann aufstehen und mit den Armen zur Surfbrett-Spitze zeigen (drei). Nach einigen mehr oder weniger sanften Landungen im Wasser schaffte ich es doch einige Male, bis an den Strand zu gleiten. Dies war ein tolles Gefuehlt!

Bei einem Sturz verletzte ich mir aber das linke Fussgelenk und es dauerte eine rechte Weile bis der Schmerz versurrte. Viel schlimmer war, dass ich meine Kontaktlinsen im Wasser verlor und deshalb nichts mehr sehen konnte. Waehrend den 2h im Wasser war dies nicht wirklich schlimm, aber nachher musste ich so den Weg zurueck zum Shuttlebus finden. Eigentlich wollte ich noch etwas Noosa ansehen und dann bei der Junction aussteigen, um noch zur Travel Bugs Agency ins Internet zu gehen, aber dies machte ohne Kontaktlinsen keinen Sinn. Deshalb irrte ich sozusagen blind in Noosa Heads herum und fand dann zum Glueck tatsaechlich zur Busstation. Auf dem weg kaufte ich mir noch ein Glace und musste mir dafuer alle Sorten von der Verkauferin vorlesen lassen!...

Zurueck im Hostel mondierte ich neue Linsen und nahm dann den naechsten Bus zurueck zur Noosa Junction. Im Travel Bugs verbrachte ich 1.5h auf dem Internet und liess mir eine CD mit ein paar Fotos brennen. Da es keinen Shuttlebus mehr hatte, lief ich zum Hostel zurueck. Da meine Karte nicht wirklich genau war und es mittlerweile dunkel war, wurde dies zu einem kleinen Abenteuer. Nach etwa 35min war ich aber endlich dort angekommen. Ich sprach noch ein wenig mit Isabelle, las in meinem Buch und ging dann ins Bett.


Ab nach Noosa (16.6.08)
Samstag, 28. Juni 2008

Ich stand um 8h auf, hatte Muesli zum Fruehstueck, ging aufs Internet und musste dann bis um 10h ausgecheckt haben. Ich konnte mein Gepaeck im Hostel deponieren und ging dann in die City. Da mir der Schwede von einer Foto-Ausstellung erzaehlt hatte, erkundigte ich mich im Informationszentrum darueber. Jene wussten aber nichts davon, sie schlugen mir aber vor, in die Bibliothek zu gehen, da es dort so etwas wie ein Archiv haette. Dort angekommen, wurde ich aber auch nicht fuendig, weshalb ich dann zur Mall (Shopping-Zone) zurueck ging. Ich kaufte mir ein Nackenkissen und ging zum Chinese fuer ein super-feines und guenstiges Sweet And Sour Pork zum Mittagessen (8.50$). Auf der Suche nach einer bestimmten Aussie-CD fand ich dann eine Didgeridoo-Teaching-CD und eine mit mit Didgeridoo-Musik. Beide kosteten nur 10$, aber leider fand ich die CD, die ich wirklich wollte, nicht.

Vom vielen gehen mit den Flipflips (oder thongs, wie sie hier genannt werden) bekam ich eine "Blatere" am Fuss. Ich kaufte mir ein Pack Pflaster in der Apotheke, aber jene fielen immer wieder ab. Aus diesem grund ging ich dann nur noch zu Peter Pans zum Internet und zurueck zum Hostel, um mein gepaeck zu holen. Mit Sack und Pack ging es dann zum Busstopp, wo um 14h mein Bus nach Noosa abfuhr.

Der Bushaette um 16.20 in Noosa sein sollen, aber da es wegen einem brennenden Auto Stau uf dem Highway hatte, hatten wir fast eine halbe Stunde Verspaetung. Mein Hostel-Shuttlebus (Dolfins Beach Resort) war bereits voll, weshalb ich dann nochmals 20min warten musste. Zum Glueck waren aber Anna und Bianca (Deutsche) ebenfalls dort und so war es nicht so schlimm. Da der Busstopp in Noosa Heads, der Supermarket in der Noosa Junction und unser Hostel am Sunshine Beach war, nahmen wir den Shuttlebus gleich wieder zurueck, um zum Coles zu gehen. Danach checkten wir ein, aber leider war ich nicht im gleichen Raum wie die anderen.

Die Zimmer waren wie kleine Bungalows, wo jeweils 8 oder 9 Leute sich ein Badezimmer und eine Kueche teilten. Ich lernte Isabelle aus Lausanne und Ron (oder so) aus Israel kennen und ass dann auch mit ihnen Znacht. Ich hatte zwar nur Muesli, aber dies war ok.

Nach dem Abendessen wollten Valerie aus Frankreich und Roah (oder so) aus irgendwo den Film Patch Adams schauen. Ich wollte mitschauen, aber unser Videorecorder schien nicht zu funktionieren. Nachdem wir ihn ausgewechselt hatten, merkten wir, dass es nicht der Recorder, aber auch nicht das Video selber, sondern unser Fernseher war. Aus diesem Grund fragten wir in den anderen Units herum, ob wir allenfalls den Film dort schauen koennten. Ein Bungalow sagte ja, aber da dort noch gekocht und viel gesprochen wurde, brachen wir nach einiger Zeit ab. Wir verstanden nichts, was ja nicht Sinn der Sache war. Zum Glueck fanden wir dann noch ein anderes Zimmer mit Leuten, welche bereit waren mitzuschauen und in welchem es dann auch genuegend ruhig war, um den Film zu geniessen. Ich hatte Patch Adams schon lange nciht mehr gesehen, aber ich finde dies wirklich ein super Film. Falls ihr ihn also noch nicht gesehen habt, es lohnt sich! Lachen ist gesund, also "keep smiling"!

Nach dem Film ging ich dann bald ins Bett.


Australia's Zoo (15.6.08)
Dienstag, 24. Juni 2008

Da mal wieder jemand (eine Frau) in meinem Zimmer schnarchte, erwachte ich bereits um 6.20. Ich musste aber sowieso bald aufstehen, da ich heute zum Australia's Zoo, dem zu Hause von Steve Irvin, dem Krokodil-Jaeger, wollte. Um 7.20 Uhr ging ich zum Bahnhof, um den Zug nach Beerwah zu nehmen. Um 9.15 kam ich dort an und es gab einen Bus zum Zoo. Da die Attraktionen erst um 10h anfingen, ging ich als erstes auf den kleinen Zug (resp. eigentlich Bus), welcher in 15min einen Teil des Zoos zeigte. Danach sah ich die Otter kurz vor der Fuetterung, ging dann aber zu den Riesenschildkroeten zur Fuetterung. Danach konnten alle Leute, die wollten, einen Elefanten fuettern und man konnte sich so oft in der Reihe anstellen, wie man wollte. Mir reichte einmal und ich machte mich langsam in Richtung des Crocoseums auf. Dort fand um 11h die grosse Show statt. Es wurden Voegel, Schlangen- und natuerlich Krokodile gezeigt und immer wurde grossen Wert darauf gelegt, dass sich die Zuschauer in die Tiere "verliebten". Die Theorie des Australia's Zoo's ist eben, dass man Tiere, die man liebt, versucht zu schuetzen und etwas gegen die Zerstoerung ihres Lebensraums macht. Aus diesem grund versuchen sie, einem die Tiere moeglichst nahe zu bringen, was ich eigentlich eine gute Theorie finde.

Nach der grossen Live-Show im Crocoseum wanderte ich im ganzen Zoo umher. Ich ging unter anderem zum Kamel-Gehege, wo der Tierpfleger das Tier vorstellte und sonst noch ein paar interessante Dinge ueber Kamele (in Australien) erzaehlte. Danach ging ich zur Tiger-Show, in welcher die Tiere mit Milch trainiert wurden. Tiger sind so schoene Tiere, ich liebe sie! ;-)

Bei dem Koala-Gehege wurde auch etwas ueber die Tiere erzaehlt, wie bei den meisten anderen Tieren auch. Ich liess dann noch ein Foto mit einem Koala machen und kam so endlich dazu, einen echten Koala zu knuddeln. Das war cool!

Anschliesend ging ich noch zur "Birds of prey"-Show, in welcher ein Falke, Eulen, Cuckaburras, einen Adler und einige ander Voegel ihren Auftritt hatten. Der Adler konnte nicht richtig fliegen, da er als Kuecken vom Nest gefallen war und dann von einem Ehepaar in einen viel zu kleinen Kaefig gesteckt wurde. Er hatte deshalb geknickte Fluegel und konnte nur mit Muehe etwa 1m hoch fliegen resp. huepfen. Hier sieht man also, dass der gute Wille manachmal leider in die falsche Richtung geht. Es ist ja gut, einem Vogel helfen zu wollen, aber man sollte es fachmaennisch machen und nicht sleber herumproebeln! So, das war meine Moralpredigt fuer heute!...

Nach der Vogel-Show musste ich mich beeilen, um mein Foto abzuholen und und den Bus zurueck nach Beerwah zu erwischen. Wir waren sehr schnell beim Bahnhof, der Zug nach Brisbane fuhr aber erst um 17.30 Uhr, also etwa 50min spaeter. Ich holte mir deshalb ein paar Chicken Nuggets und Chicken Garlic Rols (mit Knoblauch gefuellte, fritierte Huehnchen-Baellchen). Mmh, war das fein.

Um 18.50 Uhr war ich dann zurueck im Hostel und wartete einmal mehr auf das Internet. danach wollte ich eine Dusche nehmen, merkte dann aber, dass mein grosses, weisses Badetuch mit den herzigen Kuehen drauf verschwunden war. Ich hatte es nach meiner letzten Dusche an einen Kleiderbuegel des offenen "Schrankes" gehanegt und nun war es nirgends mehr zu finden. Entweder hatte es jemanden ebenfalls so gut gefallen, oder diese Person hatte gedacht, es sei gratis, da es dort hing und nicht auf einem Bettrand. Da die meisten Zimmergenossinnen heute Morgen abgereist waren, konnte ich auch nicht mehr fragen, ob es jemand ev. "aus Versehen" mitgenommen hatte. Naja, das war jetzt bloed, aber ich musste halt wohl oder uebel mit meinem kleinen, weissen Kuehleintuch vorlieb nehmen.

Neu im Zimmer waren Anna und Bianca aus Deutschland. Sie waren ebenfalls nach Norden unterwegs und hatten somit aehnliche Plaene wie ich. Nach einem langen Gespraech mit ihnen ging ich nochmals aufs Internet und musste dafuer ueber 35min warten. Danach machte ich mich im Lonely Planet ueber Noosa, meinem naechsten Ziel, schlau und begann ein neues Buch zu lesen. Das Buch hiess "Little girl lost" und erzaelte von einer langen, unglaublichen Reise einer 7-Jahrigen im zweiten Weltkrieg. Die damals 7-Jaehrige Baerbel war damals mit ihrer 19-jaehrigen Schwester durch halb Deutschland gewandert, um zu ihrer Mutter zu gelangen. Es ist sehr beruehrend, vor allem da die Schwester die Kleine so gut wie moeglich von allem Uebel schuetzen wollte. Ich las bis meine Augen von alleine zufielen.


Whales in Paradise (14.6.08)
Dienstag, 24. Juni 2008

An jenem wunderschoenen Morgen musste ich bereits um 6h aufstehen, da ich um 7h beim Holiday Inn vor dem Roma-Bahnhof abgeholt wurde. Mein Ziel war Surfers Paradise, um Humpback-Wale vom Nahen zu sehen. Der Fahrer rief an, da er sich wegen einer unpuenktlichen Teilnehmerin verspaetete. Wir waren dann aber doch genuegend frueh beim Boot und mussten noch fast eine halbe Stunde warten bis wir an Board durften. Ich lernte Leen, eine Koreanerin, plus eine Israelin und einen Schweden kennen.

Als wir auf das offene Meer hinaus kamen, fing es extrem zu schaukeln an. Leen und ich beschlossen deshalb, zur Sicherheit Tabletten gegen Seekrankheit zu nehmen. Vom Dach nach unten zu kommen war shcon ein Abenteuer fuer sich und Leen hatte danach extreme Angst wegen den so hohen Wellen. Ich war bis jetzt auch nur auf Seen, kleineren und groesseren Fluessen und in Kanaelen unterwegs gewesen und es war mir also auch etwas mulmig zu mute. Es war wirklich wie auf einer (eindruecklich grossen!) Achterbahn und wie die meisten wahrscheinlich wissen, hasse ich Achterbahnen. Naja, ich hoffte einfach, dass sich das Ganze Geschuettle lohnen wuerde und wir zumindest Wale sehen koennen.

Bald darauf konnten wir dann tatsaechlich von Weitem einen Humpback Wal in die Luft springen sehen. Wow, war das cool! Wir fuhren natuerlich naeher ran und da wir das erste Boot waren, hatten wir die Tiere eine ganze Weile fuer uns. Es waren drei Wale und sie kamen dann auch sehr nahe ans Boot heran. Ich knipste und knipste und zumindest diese 120$ hatten sich mehr als gelohnt!

Nur zu schnell wurde es 11.10 und wir mussten wieder zurueck. Um 12.15 waren wir wieder in Surfers Paradise und hatten dort noch zwei Stunden zur freien Verfuegung. Vor allem Leen war froh, wieder festen Boden unter den Fuessen zu haben. Sie hatte nicht mal wirklich die Wale geniessen koennen, da sie sich so unwohl fuehlte.

Wir gingen zum Strand hinunter und liefen dort etwas umher. Es war cool zu sehen, wie nur wenige Meter hinter dem Strand die Wolkenkratzer in die Luefte ragten. Ich ass meine Sandwiches und danach setzten wir uns in ein Cafe. Die Israelin setzte sich zu uns und sie assen dort etwas zu Mittag.

Auf dem Rueckweg sass ich dann neben dem Schotten und er erzaehlte mir, dass er momentan in Kuala Lumpur arbeitete. Er war im Oelgeschaft und deshalb ueberall in Asien unterwegs.

Zurueck in Brisbane ging ich mal wieder zu Peter Pans und danach zurueck zum Hostel. In meinem Zimer sprach ich dann noch etwas mit Jenny, der Deutschen, welche ihr Bett unter mir hatte. Sie hatte irgendeine Infektion erwischt und war deshalb die meiste Zeit im Bett. Sie flog nun auch frueher nach Hause.

Nach einem ruhigen Abend im Hostel (Internet, Muesli, Internet) ging ich dann gluecklich ins Bett. Juhu, heute hatte ich riesige Wale gesehen!


Brisbane mit meinem persoenlichen Fuehrer (13.6.08)
Dienstag, 24. Juni 2008

An diesem Morgen war es eher bewoelkt und regnerisch. Da das Hostel kein Fruehstueck anbot, war ich froh, im Free Food ein halbes Pack Toast zu finden. Ich hatte zwar nichts zum bestreichen, aber es war immerhin etwas zwischen den Zaehnen. Bald darauf ging ich dann zum Bahnhof, um nach South Bank zu fahren. Ich hatte dort mit Kevin (Taiwan) abgemacht. Er war mit mir auf der 8-taegigen Reise von Perth nach Exmouth und zurueck und machte in Brisbane ein Studiums-Austauschjahr.

Als wir uns zum kuenstlichen Strand aufmachten, war der Himmel strahlend blau und die Sonne schien. Es war schon etwas seltsam, einen weissen Sandstrand inmitten von Wolkenkratzern zu haben.

Obwohl das Wetter nun so schoen war, gingen wir ins Brisbane Museum. Es war sehr interessant und vor allem die Spezialaustellung ueber zwei Soldaten im ersten Weltkrieg war sehr bewegend. Es erinnerte mich an die Projektwoche, welche wir an der Kanti in Verdain verbrachten. Damals lasen wir auch viele Soldaten-Briefe, wanderten in den ehemaligen Schlachtfeldern herum und besichtigten die Schuetzengraeben. Am eindruecklichsten fand ich damals, dass beide Armeen in all den vielen Kriegsjahren nur wenige Meter weit kamen!...

Im untersten Stock des Museums war das Sciencentre, so etwas aehnliches wie das Technorama in Winterthur. Man konnte diverse physikalische Gesetze und Sinnestaeuschungen am eigenen Leibe erfahren, was wirklich viel Spass machte. Es gab sogar eine etwa 40m-Bahn, wo man die Zeit dafuer messen konnte.

Nach dem Museumsbesuch hatten wir Hunger und gingen zurueck zu den Southbank-Parklands. Wir setzten uns ins Gras und Kevin hatte ein Picknick fuer uns mitgebracht. Er hatte wirklich an alles gedacht: Fruchtdrink, Sandwich, Thunfisch-Dip-Guetzli, Chips und sogar ein gekochtes Ei. Ich konnte mich gar nicht mehr daran erinnern, wenn ich das letzte Mal ein Ei gehabt hatte. Ich genoss es auf alle Faelle sehr.

Nach dem Essen nahmen wir die CityCat, eine Fahre, welche ich mit meinem 6.40$-Tagesticket ebenfalls benutzen durfte. Wir fuhren damit bis ganz ans untere Ende und wieder zurueck. Die Aussicht war super, aber ich nichte dann auf dem Rueckweg ab und zu ein.

Zurueck in der Queen Mall brachte mich Kevin zum Visitor Centre, damit ich Ideen fuer die naechsten Tage sammeln konnte. Wir verabschiedeten uns voneinander und ich ging noch zum Coles (Supermarket). Auf den Rueckweg lief ich am Peter Pans vorbei und ging natuerlich noch rein, um 30min Gratis-Internet zu haben. Danach lief ich zum Hostel zurueck, wo ich mich dann in die Warteschlange fuer das Gratis-Internet dort einreihte. Es hatte leider nur 4 Computers, was fuer das recht grosse Hostel nicht gerade viel war. Aber ich konnte ja zumindest beim Warten Fussball schauen.

Zum Znacht machte ich mir mal wieder ein Muesli und als ich gerade mit Essen angefangen hatte, klingelte das Telefon. Da es relativ laut im Aufenthaltraum war und ich sowieso jeweils herausfinden musste, ob es jemand aus der Schweiz oder von hier war, verstand ich zuerst nicht, wer am anderen Ende war. Es war Herr Schlaepfer, der Rektor der Berufsmittelschule Schaffhausen und deshalb ging ich schnell auf den ruhigeren Balkon. Er schicke mir den Vertrag nach Hause und ich solle ihn dann am 4. August vorbeibringen. Ausserdem wuerde er eine Kopie davon per Mail an mich senden, so dass ich ihm schon mal zusagen kann und ich dann nicht zwei Wochen vor Schulbeginn absage. Dies kaeme mir ja sowieso nicht in den Sinn, aber ich versprach ihm natuerlich, den Vertrag durchzulesen und ihm mitzuteilen, ob ich damit einverstanden sei. Juhuu, nun war es also offiziell, ich hatte die Stelle!!!

Nach nochmals ein wenig Zeit auf dem Internet, machte ich mir noch ein paar Sandwiches fuer den naechsten Tag und ging dann ins Bett.


Reise nach Brisbane (12.6.08)
Dienstag, 24. Juni 2008

An jenem Morgen stand ich um 7.45 Uhr auf und musste mich von Jana und Marie verabschieden. Um 10h wurde ich vom Flughafen-Shuttlebus abgeholt. Um 12.30 war das Boarding und um 12.35 haette unser Abflug sein sollen. Dieser war dann erst um 12.50, aber wir kamen einigermassen puenktlich um 17h resp. wegen der Zeitverschiebung 19h in Brisbane an. Um 19.25 war ich dann bereits draussen und wartete auf den Bus. Zwei asiatisch aussehende junge Frauen fragten mich dann, ob hier der Bus zum Zentrum komme und ich antwortete, dass ich es hoffe. Die eine hiess Radika und der Name der anderen habe ich leider vergessen. Sie kamen aus Singapore, arbeiteten aber shcon etwa eineinhalb Jahre in Afrika und waren nun fuer 2 Wochen in Australien in den Ferien.

Als dann endlich der Coachtrans-Bus kam, sagte man uns, dass man im Haeuschen nebenan ein Ticket bezahlen muessen. Aus diesem Grund verpassten wir dann auch diesen Bus und mussten 30min bis zum naechsten warten. So hatten wir Frauen aber genuegend Zeit, Infos auszutauschen und die girls fragten mich dann, ob ich Lust haette, mit ihnen abendessen zu gehen. Ich sagte ja und wir tauschten Telefonnummern aus, da sie leider nicht im gleichen Hostel waren.

Mein Hostel war zwar nicht schlecht, nur hatte es leider keine Schraenke und keine Schliessfaecher im Zimmer. Nach einer Dusche machte ich mich auf ins Stadtzentrum. Ich hatte zwar an der reception eine Karte mitgenommen, aber diese fiel dann auf dem Weg aus meiner Tasche, weshalb ich meinen Weg nur noch aus der Erinnerung zu finden versuchte. Ich schaffte es dann auch ohne Probleme zur Haupt-Shoppingachse zu kommen. Wir hatten im Hungry Jacks abgemacht, aber da die anderen einen Shuttlebus vom Hostel gehabt hatten, hatten sie bereits gegessen. Nachdem ich ebenfalls einen Hamburger verdrueckt hatte, schlenderten wir im Zentrum herum. Wir wollten dann zum Fortune Valley, wo anscheinend alle Pubs und so seien. Da Radika aber keinen Pass mithatte, konnten wir nirgends hinein und besichtigten halt die Pubs von aussen. An einem Ort gingen aber ich und die andere "Singaporesin" kurz reinschauen, da es im oberen Stock eine etwas alternative Buehne hatte. Dort gaebes es ab und zu auch Cabarets und so. Als wir nach oben kamen, sang gerade eine Frau Oldies und trug Cowbow-Zeiten-Kleid.

Etwa um 12.45 Uhr war ich dann wieder zurueck im Hostel und im Bett.


Perth-Zoo (11.6.08)
Montag, 23. Juni 2008

An jenem bewoelkten Morgen stand ich um 9.30 Uhr auf. Nach dem Fruehstueck und meinen Gratis-30min Internet im Peter Pans ging ich zum Visitor Centre, wo ich um 12h mit Anna Kopps abgemacht hatte. Sie war am gleichen Institut an der Uni und diejenige, welche ihre Doktorarbeit mit den Delfinen hier in Australien machte. Wir gingen zusammen in die Sushi-Bar. Dort gab es eine Art Modelleisenbahn, welche Tellerchen mit diversen Sushi-Varianten an einem vorbeitrug. Man konnte sich die aussuchen, welche einem am meisten anmachte und zahlte danach ja nach Farbe des Tellers. Mmh, war das fein.

Danach beschlossen wir, in den Zoo zu gehen. Dort sei eine schoene Foto-Ausstellung, welche Anna gerne gesehen haette. So nahmen wir also die Faehre und hatten Glueck, sie gerade noch zu erwischen. Die Blink-Austellung war dann aber leider etwas entaeuschend, da es nicht normale Fotos in Rahmen waren, sondern nur bedruckte Flaggen. Die Qualitaet war nicht wirklich gut und es gab auch nicht wirklich viele super Sujets drauf. Der Zoo sonst war aber sehr schoen. Die Gehege waren gross und schoen gestaltet. es regnete zwar ab und zu ein wenig, aber dies schadete unserer Stimmung nicht. Zum aufwaermen gingen wir ins Cafe und teilten uns ein Muffin. Anna sah endlich eine Echidna (Stacheligel), nur leider waren jene im Sand eingekuschelt und man sah nicht wirklich viel von ihnen. Auf dem Rueckweg schrieben wir dann zusammen eine Karte fuer Irene.

Etwa um 18.30 Uhr war ich zurueck im Hostel. Ich packte meine Sachen zusammen, ass etwas zum Znacht, ging nochmals aufs Internet, las ein wenig und ging dann schlafen.


Ein Tag zum Sachen erledigen (10.6.08)
Montag, 23. Juni 2008

An jenem Morgen mussten wir um 10h unsere Sachen vom Boden weg haben, da das Zimmer geputzt wurde. Ich musste noch den Rest meiner Kleider holen und packte dann also mal wieder alles in meinen Rucksack. Danach ging ich zu Peter Pans ins Internet und danach zu einem Kamera-Shop. Ich wollte wissen, ob sie allenfalls mein Objektiv reparieren konnten. Das "Fraeulein" sagte mir dann aber, dass sie die Kamera resp. das Objektiv einschicken muessten, da sie im Laden nur Kameras und Zubehoer verkaufen. Dies wuerde 85$ kosten, egal ob man sich dann fuer oder gegen eine Reparatur entschied und alles in allem ging es sicher etwa einen Monat. So lange hatte ich sowieso nicht Zeit, aber ich erkundigte mich nach dem Preis fuer ein neues Objektiv. Sie antwortete, dass dies etwa 400$ sei, sie aber kein solches in ihrem Shop haetten. Sie wurde aber die anderen Laeden in Perth anfragen und irgendwo faende man sicher eines. Hmm, ich hatte ja zumindest noch das Tele-Objektiv und fuer "weit-weg" Fotos ging das andere Objektiv auch noch. Nur das Scharfstellen auf naehere Dinge funktionierte nicht mehr, nicht automatisch aber auch nicht manuell. Ich sagte also nein.

Als naechstes suchte ich den Qantas-Shop auf. Ich wollte meinen Heim-Flug ein, zwei oder ev. auch drei Tage vorverschieben, da ich ja wahrscheinlich nicht mehr nach Malasien gehe und bis Mitte August noch sehr viel zu erledigen habe. Zum einen steht das von mir organisierte Trainingslager auf dem Programm und zum anderen brauch ich sicher sehr viel Zeit, um meine Lektionen vorzubereiten. Vor allem da ich ja seit zwei Jahren keine Chemie mehr gehabt hatte!... Ausserdem brauchen das Sortieren der Fotos und das Wiedersehen mit allen Freunden sehr viel Zeit und ich wuerde irgendwie auch sehr gerne am 1. August wieder zu Hause sein. Ich verpasse ja schon das ganze EM-Fest und moechte dann nicht auch noch den Geburtstag der Schweiz verpassen.

Auf jeden Fall haette das Verschieben des Fluges 92$ gekostet, was es mir dann aber doch nicht wert war. Es war ja nicht unbedingt noetig und mit den Fotos konnte ich allenfalls auch shcon in Singapore anfangen, da ich dort ja bei meinen Verwandten wohnen darf. Ich werde also wie urspruenglich geplant am 2. August zurueckkommen.

Da ich langsam Hunger hatte, ging ich zum Hungry Jacks und ass zum (glaub ich zumindest) ersten Mal hier in Australien offiziellen Fast-Food. All die leckeren Pies nicht mitgerechnet!... ;-)

Danach nahm ich den Gratisbus zum Kings-Park da ich den wegen dem Regen ja das letzte Mal nicht wirklich gesehen hatte. Heute war es zum Glueck sonnig und warm. Ich lief dann ueber dem erhoehten Weg, genoss die Aussicht, betrachtete viele sehr schoene Pflanzen und den huebschen Bach. Es hatte auch einen kleinen See mit Springbrunnen drauf und ich genoss die ruhige Zeit im Gruenen.

Ich fauhr dann mit dem Bus wieder zurueck und stellte mit Erstaunen fest, dass hier die Busse mit offener Tuere abfahren koennen. Dies war mir noch nirgends so aufgefallen, wie hier. Die Vordertuere war wirklich noch ganz offen und es ging nicht mal ein Alarm los.

Zurueck im Zentrum ging ich zur Post, um ein Packet zu kaufen. Ich wollte meine Souvenirs nach Hause shcicken. Auf dem Rueckweg ging ich nochmals zu Peter Pans ins Internet und dankte Emily fuer ihren Tipp, mit Red Earth Safaris nach Exmouth zu fahren. Es sei wirklich eine gute Tour mit sehr laessigen Leuten gewesen. Da sie aber einen "Kunden" hatte, belaestigte ich sie nicht mit meinen Pech betreffend der Kamera, den Whale Sharks und den Bed Bugs. Dies war halt eben einfach "badluck"!...

Im Hostel stopfte ich dann das Packet mit moeglichst vielen Sachen voll und brachte sogar alles wichtige hinein. Das beste war aber, dass das Packet 4.96kg wog und ich unter 5kg noch den tieferen Preis bezahlen konnte. Phhu, Schwein gehabt! Ich brachte das Paecklein also zur Post und es kostete 55$ via Seamail. Per Flugzeug waere es etwa 150$ gewesen, aber mir war es ja egal, wann genau es ankam.

Um 19h hatte ich dann mit den Leuten von der letzten Tour in Brass Monkey abgemacht. Steven und Hamish waren bereits dort und Jon kam bald darauf. Nadiesna trafen Kris, Tim und Peter ein, Aisling war am Morgen abgereist. Kim hatte gesagt, dass sie ebenfalls um 19h dort sein wuerde, aber mittlerweile war es fast 20.30 Uhr und von ihr war noch immer keine Spur zu sehen. Als sie dann endlich kam, sagte sie, dass sie am Telefon aufgehalten wurde. Sie hatte mit einer Freundin aus Deutschland 1.5h gesproechen!...

Wir bestellten uns etwas zu essen und ich hatte eine Pizza mit Crevetten und Kuerbis. Es war zwar etwas eine seltsame Konstellation, aber die Pizza war sehr gut: Schoen duenner Boden, genug Fuellung und ein guter Geschmack. Als dann Tom und Jesse eintrafen, beschlossen wir, in die Moustang Bar zu gehen, da dort anscheinden heute als einziges etwas los war. Und was mich am meisten freute, war, dass dies die Bar war, wo ich vor zwei Wochen mit Leuten vom Hostel Salsatanzen war. Heute wollte ich dort eigentlich auch wieder gehen, aber als dies dann der einzige Termin war, um moeglichst viele der Tour zusammenzubringen, zog ich dieses Treffen halt dem Salsa vor. Und nun gingen wir also alle noch dorthin. Cool!

Ich zeigte den anderen dann den Grundschritt und Hamish konnte dann sogar eine Drehung mit mir machen. Tom und Jesse hatten vor ein paar Jahren einmal etwas Salsa gehabt und hatten also grossen Spass, dies aufzufrischen. Ich wurde dann auch zum Tanzen aufgefordert, aber mein Tanzpartner konnte anscheinend auch nicht wirklich Salsatanzen. Aber egal, wir bewegten uns zu Latinomusik und es machte Spass. Leider war es schon bald 24h und wir mussten gehen.

Da die meisten noch nicht nach "Hause" wollten, gingen wir noch zum "the Rocks". Dies war ein etwas spezieller Nachtclub, welcher von uns 5$ Eintritt verlangte, obwohl sozusagen niemand drinnen war. Naja, egal, jetzt waren wir schon dort und sonst gab es ja nicht wirklich eine Alternative. Es spielte eine Live-Rockband, welche aber nicht wirklich gut war. In den relativ langen Pausen lief dann HipHop, was halt nicht wirklich meine Musik ist, aber es war doch ein schoener Abend resp. eine schoene Nacht. Mittlerweile war naemlich bereits 2.15 und wir machten uns langsam auf den Heimweg.

Kris, Tom und Jesse nahmen ein Taxi und der Rest ging zu Fuss in Richtung Zentrum. Mein Hostel war zum Glueck sehr nahe und so hatte ich also Begeitung bis fast zur Haustuere. Aber dann musste ich mich von allen verabschieden, was einmal mehr sehr hart war. Dies war meine laengste Tour gewesen und wir waren doch alle recht zusammengewachsen.

Um 3h war ich dann etwa im Bett und ich schlief schnell ein.

 


Back to Perth (8. & 9.6.08)
Montag, 23. Juni 2008

Ich stand um 7.15 Uhr auf, da wir (Tim und ich) ja probieren wollten, noch ein Auto zu bekommen. Avis wuerde eine Oneway-Vermietung machen und haette noch ein Auto fuer Dienstag, aber nur schon das Auto wuerde 850$ kosten. Mit dem Benzin kaeme es dann doch fast auf die 240$ des Fluges nach Perth. Tom und Jesse sagten, dass dies fuer sie definitiv zu teuer sei und Kris hatte irgendwie Angst, seinen Flieger am Mittwoch-Mittag nicht zu bekommen. Aus diesem Grund beschlossen sie, doch mit den anderen nach Perth zurueck zu fahren. Nur fuer Tim und mich wuerde sich das Auto also definitiv nicht lohnen und ich wollte eigentlich auch gerne mit den Leuten der Gruppe zurueck. Schweren Herzens entschied ich mich also gegen die Whale Sharks und all die komplizierten Erledigungen, dies dies nach sich gezogen haette und musste mich also nur von Jennifer verabschieden. Sie blieb noch ein paar Tage in Exmouth und ging dann nach Broom.

Alle anderen fuhren dann um 8.30 Uhr los und wir hatten zumindest ein wenig mehr Platz im Bus. Beim Shopping Centre wollten Kris und ich dann noch unsere Whale Shark-Gutscheine abholen, aber der Laden war leider am Sonntag zu. Sie wuerden es uns per Email schicken.

In Coral Bay luden wir dann noch Sarah auf. Sie hatte 6 Wochen dort verbracht und kam nun mit uns nach Perth zurueck. Der Rest des Tages war dann wirklich nur Busfahren und wir machten nur ein paar kurze Toiletten-Pausen plus ein kurzer Halt, um Sandwiches zum Zmittag zu machen. Das einzige Spannende, was wir waehrend diesem Tag sahen, waren Adler, welche sich an einem Road-Kill (Kangaroo, das angefahren wurde) satt frassen. Sie waren riesig und schon sehr eindruecklich als sie an uns vorbei flogen.

Etwa um 18.30 kamen wir dann in Northampton an. Unser hostel war das "Old Convenient" und man sagte, dass es dort spuckte. Es sah schon etwas "gfuerchig" aus, wie man sich das "alte Haus von Rockytocky" vorstellte, oder so. Natuerlich konnten sich die Boys nicht zurueckhalten und erschreckten uns im oberen Stock. Sie versuchten es zumindest, aber bei mir und den meisten anderen hatten sie nicht wirklich Erfolg gehabt. Als sie dann aber Aisling rauf lockten, kamen sie zu ihrem ersehnten Schrei. Da Kris so furchterregend attackiert hatte, erschrack sie so stark, dass sie sogar weinen musste. Dies war mir dann nicht mehr recht, aber es war bereits zu spaet.

Zum Znacht gab es dann "Fish and Chips" und dies waren wohl die besten "Fish and Chips", welche ich bisher gehabt hatte. Der Fisch war gut und die Pommes waren ausnahmsweise mal richtig knusprig und ueberhaupt nicht lampig.

Nach dem Abendessen sprachen wir noch ein wenig mit den anderen Hostelgaesten. Es waren nur eine junge Frau plus drei junge Maenner, welche hier festsassen, da ihr Auto abgelegen war. Irgendwann ging ich dann ins Bett und es geschah zum Glueck nichts Gespenstiges.

Am naechsten Morgen war es dann kuel und es hatte geregnet. Wir mussten um 7h abfahren und verbrachten dann wieder den ganzen Morgen im Bus. Kurz vor Perth zeigte ich dann Enzo meine vielen Stiche an den Armen und er war sich sicher, dass es "Bed Bugs" (Bettwanzen) seien. Er meinte, dass sie wahrscheinlich vom Hostel in Exmouth seien, da sie dort bereits einmal Bed Bugs gehabt haetten. Erstaunlicherweise schien aber niemand sonst befallen zu sein. Enzo meinte, dass meist Frauen starker reagierten als Maenner und ich war neben Aisling die einzige Frau im Zimmer. Da sie mit Peter im selben Bet schlief, hatte er sie eventuell von ihr fern gehalten. Wier auch immer, Enzo musste auf alle Faelle dem Hostel sagen, dass sie wahrschienlich Bed Bugs haetten und ich musste mein Hostel ebenfalls informieren. Dies machte ich dann auch als ich um 14.15 Uhr dort ankam. Ich wurde zuerst zur Apotheke geschickt, um Antihistamin und eine Salbe zu holen und dann hiess es vor der Tuere alles auszupacken und waschbare von nicht-waschbaren Sachen zu trennen. Die waschbaren Dinge (inklusive Schlafsack und Schuhe) wurden in die Waschmaschine geschmissen und der Rest mit Insektenspray besprueht. Das One world Backpackers bietet allen Reisenden mit Verdacht auf Bed Bugs eine Gratis-Waesche an, da sie die unbeliebten Mitreiser auf keinem Fall in ihrem Hostel wollten.

Da ich den groesste Teil meiner Sachen mit nach Exmouth genommen hatte, hatte ich sonst keine Hosen und keinen Pulover mehr. Unterhosen und T-Shirts hatte ich mit diversen anderen Dingen im Hostel zurueckgelassen. Zum Glueck lehnte mir Marie (Frankreich) aber ihre Kleider aus. Ich ging unter die Dusche und zog dann ihre etwas zu kurzen Hosen an. Naja, besser als gar keine!...

Da ich so nicht unbedingt nach draussen wollte, ging ich aufs Internet. Dort sah ich die erfreuliche Nachricht, dass ich ab Mitte August an der Berufsmittelschule in Schaffhausen vorerst eine Lektion Biologie und zwei Lektionen Chemie unterrichten darf. Wow, dies war super! Haette ich dies vorher gewusst, dann haette ich wahrscheinlich sogar doch den Flug von Exmouth nach Perth genommen, um den Whale Sharks nochmals eine Chance zu geben. Naja, egal. Es komt, wie es kommen muss!

Ich hatte nur noch ein kleines Problem wegen den Unterrichtslektionen, da sie mich unbedingt am Mittwoch wollten. Ich sah aber im Vorlesungsverzeichnis, dass am Mittwochnachmittag eine Einfuehrungsvorlesung fuer den MAS SHE (hoeheres Lehramt) stattfindet, welche anscheinend obligatorisch fuer mich ist. Ich konnte also nur zusagen, wenn die Lektionen am Mittwoch-Morgen seien und hoffte also darauf, dass dies moeglich sei.

Ich war leider so bloed, meine Souvenir-Tasche und das "Kaeppli" ebenfalls in die Waschmaschine zu schmeissen und musste danach feststellen, dass die Souvenirs nicht guenstig sondern billig gemacht waren. Der Druck auf der tasche war ziemlich verblasst resp. so ziemlich weg und das Cap fiel auseinander. Ich konnte es zwar flicken, so dass ich es zumindest noch anziehen konnte und man nichts merkte, wenn man es nicht wusste. Ja und dann ging ich dann bald ins Bett.


Die grosse Enttaeuschung (7.6.08)
Donnerstag, 19. Juni 2008

An jenem Morgen musste ich um 6.40 Uhr aufstehen. Um 7.30 Uhr wurden Kris, Masumi und ich fuer den Whale Shark-Ausflug abgeholt. Whale Sharks gehoeren (wie der Name sagt) zu den Haien uns sind somit Knorpelfische. Als solche sind sie die groessten Fische der Welt und da sie zu den Haien gehoeren, nimmt man wohl an, dass sie gefaehrlich sind. Dem ist aber ueberhaupt nicht so, sie sind naemlich voellig harmlose Riesen. Sie ernaehren sich von Plankton (kleinen Organismen im Wasser), das sie mit ihrem riesigen Maul filtern. Sie haben nicht mal Zaehne.

Tom und Jesse wurden bereits um 7h abgeholt, da sie mit einer anderen Gesellschaft gingen. Bei ihnen war auch noch Tauchen auf dem Programm, bei uns nur Schnorcheln. Tim (England) wartete ebenfalls mit uns und er hatte sich noch einen Platz mit der anscheinen besten Firma (3 Island) sichern koennen. Wir gingen mit Nigaloo Whale Shark and Dive. Wir mussten uns deshalb grosse Worte von Tim anhoeren, da er sich sicher war, dass am Ende nur er Whale Shark sehen wuerde und er viel besseres Essen haben wuerde uns so. Wir liessen uns nicht einschuechtern und zumindest war unser Bus punktlicher als seiner.

Beim Strand angekommen, sahen wir sogar noch Tom und Jesse, welche aber gerade am in ihr Boot einsteigen waren. Bevor wir mit dem Gummiboot abgeholt wurden, traf auch noch Tim ein und wir bloedelten noch ein wenig herum.

Jeweils 4 Personen durften in das Gummiboot uns so dauerte es relativ lange, bis alle 14 Leute an Bord waren. Dann bekamen wir einen sexy Wetsuit und unser Schnorchel-Zeugs. Bald darauf konnten wir unsere Ausruestung im Wasser testen und zwar gingen wir fuer 30min schnorcheln. Da die Flugzeuge erst um 10h starteten, war das Ziel dieses Schnorchelgang vor allem die Ausruestung zu testen und das Ein- und Aussteigen aus dem Boot zu ueben. Meine Taucherbrille sass leider ueberhaupt nicht gut und so hatte ich immer wieder Wasser in der Nase. Ich fuehlte mich ueberhaupt nich wohl im Wasser, aber zum Glueck kam dann eine Crew-Mitgliederin. Sie beruhigte mich und blieb in meiner Naehe, so dass ich mich dann immer wohler fuehlte. Ich hatte aber trotzdem nicht wirklich viel von diesem Schnorckelgang und wir gingen auch relativ bald wieder zurueck.

Schon sehr bald darauf kam dann auch die Nachricht, dass sie einen Whale Shark gespottet haetten. Blitzartig machten wir uns bereit und warteten auf das Zeichen, ins Wasser springen zu duerfen. Als wir aber am Ort des gesichteten Whale Sharks waren, wurde uns mitgeteilt, dass "unser" Shark leider untergetaucht war. Whale Sharks leben sehr tief im Meer, kommen aber zum Fressen an die Wasseroberflaeche. Dort sind sie dann sichtbar, aber leider weiss man nie genau, wo sie tatsaechlich hoch kommen und wie lange sie dort bleiben. Naja, der Tag ist ja noch lang, weshalb wir bei guter Laune blieben.

Etwa um 12h wurden wir gefragt, ob wir Delfine sehen wollten und natuerlich sagten wir ja. Als wir aber kurz vor den Delfinen waren, kam die Nachricht, dass sie wieder einen Whale Shark gefunden haetten, weshalb wir also sofort umkehrten. Die Whale Sharks hatten natuerlich hoechste Prioritaet!

Beim besagten Ort angekommen, waren wir nun das zweite Boot. Dies hiess also, dass wir warten mussten bis vom anderen Boot alle Leute wieder weg waren. Wir mussten uns aber trotzdem bereit machen und als wir den Neopren-Anzug angezogen hatten und uns mit Schnorchel, Flossen und Taucherbrille "bewafnet" hatten, kam erneut die enttaeuchende Nachricht, dass der Whale Shark untergetaucht ist. Das andere Boot hatte leider ebenfalls keine Chance gehabt, ihn zu sehen. Naja, es sind halt wilde Tiere!..

Wir machten es uns wieder etwas bequemer im Boot und warteten. Die Crew sagte uns, dass die beste Methode, die Whale Sharks zu sehen, sei, nicht an sie zu denken. Aus diesem Grund schlug ich vor, Lunch zu essen und alle waren einverstanden. Normalerweise wurde einer gespottet, wenn wir alle gerade den ersten Biss nehmen wollten, aber wir durften zumindest fertig essen. Kurz nach dem Essen durften wir uns dann aber wirklich zum dritten Mal bereit machen. Aber wie zuvor, kam erneut die niederschlagende Nachricht, dass der Whale Shark bereits wieder weggetaucht war. Wsa fuer ein Pech!

Es wurde immer spaeter und spaeter und obwohl mittlerweile ein zweiters Flugzeug in der Luft war, liessen die Whale Sharks auf sich warten. Immerhin sahen wir ein paar Minke-Whales, wobei man von jenen aber nicht wirklich viel sah. Da sie die Whale Sharks aber in den letzten Tagen eher spaet gesehen hatten, waren wir immer noch hoffnungsvoll. Als wir dann aber auf einen zweiten Schnorchelgang beim Reef geschickt wurden, war die Hoffnung mehr und mehr am schwinden. Das zweite Mal Schnorcheln war dann aber super, vor allem da meinen neue Taucherbrille dicht war und ich es so auch richtig geniessen konnte. Neben vielen schoenen Fischen, konnten wir zumindest einen Reef-Shark sehen, was dann auch das Highlight war.

Zurueck auf dem Schiff sagte man uns, dass die Flugzeuge noch etwa 30 min in der Luft sein wuerden, dann aber zurueck muessten wegen dem Benzin. Somit beteten wir noch ein wenig, aber leider war das Glueck ueberhaupt nicht auf unserer Seite. 350$ fuer nichts resp. fuer zwei Schnorchelgaenge nahe am Ufer, welche man auch fuer 40$ (Glasboden-Boot) oder gar 15$ (geliehenes Schnorchel-Zeigs) gehabt haben koennte!...

Ich war so entaeuscht, dass ich mir die Traenen fast nicht zurueck halten konnte. Als Entschaedigung kan man innerhalb eines Jahres gratis ein zweites Mal mitgehen, aber da ich ja mit der Tour unterwegs war, konnte ich nicht einfach laenger bleiben. Und es war auch nicht klar, ob sie fuer den naechsten Tag auch wirklich noch freie Plaetze hatten. Ich war also am Boden zerstoert und sehr traurig, aber als Biologin weiss ich ja wohl am besten, dass man wilde Tiere nicht programieren kann. Aber dass es nun, in der Hauptsaison, nach 30 Tagen Erfolg, gerade uns hatte treffen muessen, war wirklich nicht fair! 

Die meisten anderen Leute von unserem Boot waren von Perth und konnten also ohne Muehe ein anderes Mal gehen. Ein Englaender war mit seiner Familie im Campervan unterwegs und beschloss, einen Tag laenger in Exmouth zu bleiben. Das deutsche Paar entschied sich fuer den Montag, da sie am naechsten Tag bereits fuer das Tauchen gebucht hatten. Sie versprachen aber, mir eine Kopie von ihren DVD zu schicken, falls sie am Montag das Glueck hatten, Whale Sharks zu sichten. So hatte ich immerhin die Chance, die Tiere im Fernseher zu sehen.

Ein klitzekleiner Trost  war, dass niemand Whale Sharks gesehen hatte, auch niemand auf den anderen Booten. So konnte Tim zumindest nichts sagen und wir konnten im Gegenteil unser Leid zusammen teilen. Tom und Jesse wollten dann auch ein Auto mieten, um zurueck nach Perth zu fahren, da sie fuer am Montag Platz in ihrem Boot hatten. Ihr Ticket war nur eine Woche gueltig. Tim's Ticket ist gueltig fuer zwei Jahre, aber dies nuetzt ihm auch nicht wirklich mehr. Nach Exmouth wuerden wir alle halt wirklich nur wieder wegen den Whale Sharks kommen und nur fuer das ist, es dann halt extrem teuer. Aus diesem Grund beschlossen Tim, Kris und ich dann, uns Tom und Jesse anzuschliessen, so dass das Auto dann auch nicht allzu teuer kommen wuerde. Masumi hatte mehr als genug Zeit und beschloss, eine Woche laenger in Exmouth zu bleiben, da sie dann gratis wieder mit Red Earth Safaris nach Preth zurueckfahren konnte. Sie erfuhr dann auch, dass sie am naechsten Tag gehen konnte und war somit gluecklich.

Ich nahm dann auf alle Faelle zuerst eine Dusche und dann trafen wir uns fuer den Znacht. Fuer 15$ konnten wir aus diversen Menus auswaehlen und ich entschied mich fuer Beef Stroganov. Es gab sehr viel Fleisch und in Relation dafuer nur sehr wenig Reis, aber es war wirklich sehr gut. Enzo meinte dann, dass das Auto recht teuer werden koennte, da wir es ja nicht zurueck bringen wuerden. Exmouth sei halt klein und die meisten vermieteten Autos seien Privateigentum vom Vermieter und deshalb muessen jene dann das Auto spaeter wieder in Perth holen.

Nach dem Essen machten wir uns dann aber doch voller Hoffnung auf die Suche nach einem Mietauto. An der Reception bekamen wir ein paar Telefonnummern, aber da es Samstag-Abend war, nahm dort niemend ab. Wir versuchten es dann auf dem Internet, aber wurden noch nicht wirklich schlau. Der eine Anbieter machte keine Oneway-Vermietungen, der andere schien keine Autos mehr verfuegbar zu haben und bei den restlichen kamen wir sonst irgendwie nicht weiter. Unsere Suche wurde also zur Mission Impossible. Ein Flug von Exmouth nach Perth waere 240$ gewesen, was uns allen zu teuer war. Deshalb sagten dann Kris, Tom und Jesse, dass sie trotzdem mit den anderen im Bus zurueck fahren wuerden, da sie am Mittwoch ihren Flug von Perth haetten und nicht riskieren wollten, es bis dann nicht zurueck zu schaffen. Tim und ich sahen als letzte Chance, morgen frueh um 8h bei Avis anzurufen und nach dem Preis und der Verfuegbarkeit zu fragen und falls wir ein preiswertes Auto bekaemen, doch nochmals Kris, Tom und Jesse zu fragen.

Waehrend dem ganzen Drama reisten dann Joanna, Fionnuala und Cherlyne ab. Sie gingen weiter noerdlich nach Broom. Danach trafen sich die meisten in einem unserer Zimmer. Sie liessen mit dem Ventilator Dinge im Raum herum fligen, was mir dann irgendwan zu bloed wurde. Ich machte mich bereits fuers Bett und versuchte mich mit Musik etwas abzulenken. Ich war aber so traurig, dass ich jetzt doch nicht mit den Whale Sharks schnorcheln gehen konnte, dass ich nicht einschlafen konnte. Mir kam dann auch in den Sinn, dass ich Masumi gar nicht mehr sehen wuerde, da sie ja morgen einen zweiten Versuch wagen wuerde und somit fureher aufstehen musste als wir. Ich ging deshalb zu ihr rueber und verabschiedete mich von ihr. Sie versprach dann, mir Fotos von den Whale Sharks und den anderen Tieren zu schicken. Ich wuenschte ihr alles Gute und hoffte, dass sie zumindest morgen Glueck hatte!

Danach sprach ich noch ein wenig mit Tim und versuchte dann einzuschlafen.