Shopping Centre, Kamera und Line Dancing (22.7.08)
Donnerstag, 31. Juli 2008

An jenem bewoelkten Morgen erwachte ich bereits um 7.15 Uhr. Ich las noch bis um 8h und stand dann auf. Zum Zmorge gab es ein mit Ei ueberbachenes, suesses Brot, welches sehr gut war. In der Schweiz kennt man dies auch unter einem speziellen Namen, den ich aber leider vergessen habe.

Bis um 10.15 Uhr las ich noch "Sophies World" fertig, checkte meine Mails und durchstoeberte ein Frauen-Heftchen. Dann fuhren wir zum Einkaufszentrum, wo Urs's Firma frueher stationiert war. Dort liess ich dann meine Kamera pruefen und der nette Herr hinter der Theke gab mir dann ein Kaertchen vom Olympus-Shop im Zentrum. David und Monica dachten, es sei am besten heute noch dorthin zu gehen, da es sonst mit einer allfaelligen Reperatur knapp werden koennte. Aus diesem Grund fuhren wir dann mit dem Auto zur Lavender-MRT-Station und nahmen von dort den Zug zur City Hall. Beim Laden angekommen, stellte sich dann heraus, dass es wirklich nur das kleine Objektiv ist, das kaputt ist. Eine Reparatur wuerde voraussichtlich maximal 190$ kosten, waehrend ein neues Objektiv (neueres Modell) etwa 430$ waere. Da die Kamera meinem Stiefvater gehoert, musste ich ihn zuerst fragen. Deshalb schrieb ich ihm eine SMS und wir gingen in das nahegelegene Funan-Zentrum, in welchem man alle elektronischen Dinge bekommen kann. Nicht nur Computers und jede menge Zubehoer, auch alles fuer Kameras, MP3-players und vieles mehr.

Als mich dann Papi anrief, meinte er, dass ein neues, gleiches Objektiv in der Schweiz 310 CHF kosten wuerde. Falls Olympus also garantieren kann, dass das Objektiv bis zu meiner Abreise zurueck ist, soll ich die Reparatur machen, sonst nicht. Wir gingen also zum Shop zurueck und sie meinten, dass es moeglich sei.

Zum Zmittag gingen wir zu einem Sushi-Restaurant, wo es wieder so ein Foerderband/Modelleisenbahn-System hatte. Monica liess mich alles moegliche probieren, unter anderem auch so ein "gruusig" aussehendes Sushi mit orangen, schleimigen Stueckchen drauf. Falls ihr shcon einmal in so einem Sushi-Restaurant wart, wisst ihr wahrscheinlich was ich meine, auch wenn meine Beschreibung nicht gut ist!...

Danach gingen wir dann wieder zum Auto zurueck und fuhren durch das sogenannte Rotlicht-Viertel. Da es aber noch Nachmittag war, fielen eigentlich nur die vielen Dureng-Fruechte auf. Jene malaysischen Fruechte stinken stark und ich wuerde am Samstag sicher Gelegenheit haben, sie zu probieren. Da war ich ja mal gespannt!...

"Zu Hause" duschte ich und brannte dann ein paar Fotos auf CDs, um meine Speicherkarten etwas zu leeren.  Um 20h gingen Monica und ich dann in den Hinterhof und es stand Line Dancing auf dem Programm. Eine Frau bietet dies jeweils am Dienstag- und Donnerstag-Abend fuer die Frauen der umliegenden Bloecke an. Sie macht dies einfach aus Spass und es ist somit gratis. Es geht einfach darum, sich ein wenig zu bewegen, Spass zu haben und die anderen Frauen des Quartiers (besser) kennen zu lernen.

Fuer all diejenigen, welche sich unter "Line Dancing" nichts vorstellen koennen, hier eine kurze Beschreibung (aus Wikipedia):  Line Dance ist eine Tanzform, in der die Tänzerinnen und Tänzer alleine in Reihen vor- und nebeneinander gemeinsam tanzen. Die Tänze sind meist zu Country-Musikstücken passend choreographiert. Hier wurden auch Lieder aus China, Malaysien und anderen Laendern verwendet.

Da die meisten Frauen dies schon laenger machen, hatte ich einige Schwierigkeiten, mitzukommen. So lange die Schritte ohne Musik getanzt wurden, ging es meist noch recht gut, aber sobald die Musik startete, wurde es schwierig. Aber zumindest bei einem Lied konnte ich auch mit der Musik mithalten. Das gute beim Line Dancing ist eben, dass die Schrittfolgen immer wiederholt werden und man somit immer wieder einsteigen kann, wenn man mal aus dem Takt geraten ist.

Heute wurde ausnahmsweise auch noch ein BBQ veranstaltet, weshalb das Tanzen selber nicht ganz so intensiv betrieben wurde. Man sass dann also noch gemuetlich zusammen und es gab unzaehlige Dinge, die ich probieren "musste" und natuerlich auch wollte. Neben Chicken-Wings, Reis und Nudeln gab es auch ein relativ scharfer Tintenfisch, in einem Bananen(?)-Blatt gekocht. Zum Dessert resp. auch schon vorher beim Tanzen gab es noch mit mit Fruchtsalat gefuellte Gelee-Toertchen und Dureng-Kuchen. Durengs sind diese stark riechende (oder besser stinkende) malaysischen Fruechte, welche hier auch "Koenige der Fruechte" genannt werden. Der Kuchen stank aber zum Glueck nicht und es war ziemlich suess. 

Lilian, eine der Frauen, sagte mir dann, dass ihre Tochter Primarschullehrerin sei und nach einem Auslaender suchte, der ihre Klasse besuchen wuerde. Ihre Schueler hatten eben die Aufgabe, drei Orte in Singapore mit einer Powerpoint-Praesentation so zu beschreiben, dass ein Auslaender ihren Ort unbedingt besuchen moechte. Deshalb war sie zu diversen Hostel gegeangen, um eine/n Freiwillige/n zu finden, der/die diese Praesentationen anschauen kommt. Das Problem bisher war, dass die meisten Leute nur wenige Tage in Singapore bleiben. Da ich ja noch mehr als eine Woche hier war und dies bestimmt eine einmalige Gelegenheit war, sagte ich gerne zu.

Danach ging es dann zurueck in die Wohnung und um 24h war ich im Bett.


Bugis Street: Shoppen und essen (21.7.08)
Mittwoch, 30. Juli 2008

Nach einer erholsamen Nacht in "meinem" Zimmer stand ich kurz vor 9h auf. Zum Zmorge gab s fuer mich den Chicken-Pie, den Monica gestern fuer mich gekauft hatte, da sie nicht sicher war, ob ich Meeresfruechte esse. Dazu servierte sie mir eine Tasse Milo, eine Fertigmischung fuer einen Ovi-artigen Drink.

Um 10h gingen wir los, um Monicas Schwester Doris und ihren Mann (leider weiss ich den Namen nicht mehr) zu treffen, um alles fuer den Ausflug am Samstag zu organisieren. Sie brauchten u.a. meine Passnummer und meine Unterschrift. Um 11h waren wir dann bei der MRT-Station, also beim Bahnhof des Metro-artigen Zuges. David kam nicht mit, da er keine Lust zum Shoppen hatte. Auf dem Weg zum Zentrum fielen mir zuerst die vielen Hochhaeuser auf. Und danach sprangen mir die vielen Singapore-Flaggen an den meisten der Hochhaeuser auf. Doris's Mann erklaerte mir, dass diese Wohnbloecke von der Regierung gebaut worden sind und somit subventioniert sind. Er zeigte mir dann auch noch ein paar andere Bloecke, welche private Eigentuemer hatten. Jene waren meist ein wenig schoener, obwohl die Regierungshaeuser meist auch nicht schlecht aussahen.

Neben den vielen Hochhaeusern war die Gegend aber doch recht gruen, aber wir waren auch noch nicht wirklich im Stadtzentrum. Weiter auffalend war noch .... ich. Ich war umgeben von Asiaten, definitiv aus sehr vielen verschiedenen Ursprungslaender, aber halt doch alles Asiaten. Ich war die einzige europaeisch aussehende Gestalt in der MRT und auch als wir bei der Bugis Street aussahen, konnte man die "Weissen" an einer Hand abzaehlen, wie man so schoen sagt.

Die Bugis Street ist ganz einfach, was sie verspricht: Das groesste Strassen-Shopping-"Zentrum" in Singapore. Kleine Laeden reihen sich aneinander, zuerst in einer ueberdachten Halle und danach geht es noch auf der Strasse weiter. Uhren fuer 5$, Singapore-Tshirts, sonstige Kleider, Souvenirs, Schmuck und natuerlich auch ein paar Essensstaende. Man merkt schnell, dass man in Singapore niemals Angst vor dem Verhungern haben muss! Im Gegenteil, man muss sich vielmehr vor dem Zunehmen schuetzen, aber dies ist hier leider nicht ganz so einfach.

Da heute anscheinend der Geburtstag eines chinesischen Gottes war, hatte es sehr viele Leute. In dieser Strasse war eben einer der beruehmtesten chinesischen Tempel, wohin jetzt eben die meisten Leute stroemten. Monica kaufte (wie die meisten anderen) ein paar Blumen und brachte diese dem Gott in den Tempel. Da es in der Zwischenzeit zu regnen begonnen hatte, warteten wir im Schermen auf sie. Nach ihrem Gebet kauften die beiden Damen Marroni fuer mich. Ihr denkt jetzt wahrscheinlich an die heissen Marroni, welche wir normalerweise im Winter mit Freude verspeisen, aber diese hier waren kalt. Genauer gesagt waren es in Beutel abgepackte, geschaelte und eben kalte Marronis, welche beim ersten Bissen etwas seltsam schmecken, aber nach dem zweiten dann sogar richtig gut werden. Auf jeden Fall war das der Anfang des "gefuettert werdens", wenn ich das mal so sagen darf. Wie wahrscheinlich alle Muetter und Grossmuetter wollten Monica und Doris auf keinen Fall, dass ich Hunger leide. Und natuerlich musste ich auch immer alles probieren. Dies fand ich ja schon gut, aber ich hatte (und habe) nicht vor, 10kg zuzunehmen!...

Der naechste Stopp war dann aber trotzdem der "Foodcourt" fuer das Mittagessen. Ich hatte eine Japanische Chicken-Platte, welche viel zu gross war, ich aber anstandshalber doch versuchte, auszuessen. Neben dem Huehnchen und dem Reis gab es eben auch noch eine Suppe, ein wenig Salat und zwei Apetit-Haeppchen. Naja, es war auf jeden Fall gut, was ja das wichtigste ist.

Nach dem Essen schauten wir uns dann auch noch in der Bugis Junction um. Dies war nun ein modernes Schoppingzentrum mit Klimaanlage, welche ja von allen Singaporern heiss geliebt wird. ;-)

Kurz kor 14.30 Uhr gingen wir dann mit der MRT zurueck und wurden dann von David aufgeladen, da es wieder (oder war es immer noch?) regnete. Zurueck in der Wohnung blockerte ich dann bis kurz vor 18h den Computer. Danach machte ich mich frisch und wir fuhren zu einem nahegelegenen Strand-Park. Im Sand hatte es einige wunderschoene Sandschloesser, welche dem Strandteil dort dann eben den Namen "Castle Beach" gab. In der kuenstlichen Lagoone daneben war eine Wasserski-Anlage gebaut worden. Man konnte sich dort wie mit einem Skilift im Kreis in der Lagoone herum ziehen lassen. Coole Idee und wahrscheinlich auch (energie-)effizienter als mit Motorbooten, vor allem da mehrere Leute miteinander abserviert werden koennen. Aber eben, es ist halt nicht wirklich spannend, im Kreis herum zu fahren, auch wenn es dort einen Slalom, eine Sprungrampe und sonstige Attraktionen gab.

Zum Znacht assen wir dann superfeines Chicken- und Pork-Satay plus Chicken-Wings. dazu durfte ich Zuckerrohr-Saft probieren, was mir ebenfalls sehr gut schmeckte. Kurz nach 20h fuhren wir wieder zurueck und nachdem ich noch eine Weile im Reisefuehrer gelesen hatte, ging ich dann etwa um 22.30 Uhr schlafen.

 


Goodbye Down Under (20.7.08)
Dienstag, 29. Juli 2008

Da ich bis um 10h ausgecheckt haben musste, musste ich mich um 9h aus dem Bett zwingen. Zumindest bekam ich vom Hostel einen Daypass, mit welchem ich noch bis um 13h alle Anlagen benutzen durfte. Ich suennelte deshalb bis um 12h beim Pool und ass dann ein Sandwich zum Zmittag. Danach zog ich mich um und ging noch zum Shop, um eine Aussie-CD zu kaufen.

Um 13.15 hr wartete ich dann beim Transit Centre auf den Shuttle-Bus zum Flughafen. Auf der (wegen diversen Pickups) sehr langen Fahrt dorthin lauschte ich einem Gespraech von einer nun in Perth wohnhaften Franzoesin und einer anderen Frau, wahrscheinlich einer Englaenderin. Die Franzoesin erzaehlte sehr interessante Dinge ueber Aborigines, welche sie von George, eben einem Aborigines, erfahren hatte. Er sagte z.B., dass die Aborigines frueher erst starben, nachdem sie bereits blind geworden sind. Heute sterben sie noch mit gutem Augenlicht. Dies zeigt uns zum einen, dass die Aborigines kein Alter in Jahren kennen, sie also nicht wissen, wie alt genau sie sind, da dies ja nicht lebenswichtig und deshalb unbedeutend ist. George spricht aber ein entscheidendes Problem der Aborigines in der heutigen Zeit an und zwar das fruehere Sterben wegen Krankheiten und so. Sie sind sich halt unser Essen nicht gewohnt und wir wissen ja selbst, dass Fastfood nicht gesund ist. Auf jeden Fall leiden nun Aborigines an Diabetes und anderen Krankheiten, welche sie frueher nie gekannt hatten.

Etwas anderes, das George anscheinend sagte, fand ich noch viel interessanter: Aborigines sagen normalerweise "we belong to the land" (sie gehoeren zum Land resp. zur Erde, sind also ein Teil davon), waehrend wir zu sagen pflegen, dass "the land belongs to us" (das Land gehoert uns)!... Dies ist ein kleiner, aber sehr entscheidender Unterschied! Aborigines nehmen nur was sie tatsaechlich brauchen und verwenden dies dann ganz. Sie nehmen die Natur also nicht aus und produzieren auch keine Berge von Abfaellen, was wir leider nicht von uns behaupten koennen. Dies ist sicher auch der Grund, weshalb sie ueber 50 Mio. Jahre ueberleben konnten, voellig im Einklang mit der Natur. Ich denke nicht, dass wir mit unserem Lebensstil die Erde noch so lange ueberleben lassen werden!...

Kurz nach 14h kam ich dann beim Flughafen an und hatte ziemlichen Bammel vor dem Check in. Ich stopfte meine Handtasche in die Tauchertasche und versuchte jene moeglichst zu verstecken, so dass die Dame nicht auf die Idee kam, jene waegen zu wollen. Ich gab mir auch alle Muehe, die Tasche leicht aussehen zu lassen, obwohl sie extrem schwer war. Schliesslich hatte ich nun wirklich alle Buecher dort hinein gepackt. Es stellte sich dann aber hinaus, dass ich ruhig ein, zwei Buecher haette im Rucksack lassen koennen. Dieser war naemlich nun nur noch 17.5kg schwer. Naja, zumindest hatte sich das Ausmisten gelohnt und ich hatte mein Ziel erreicht, nicht zahlen zu muessen.

Bei der Handgepaeckkontrolle wurde meine Tauchertasche naeher inspiziert, da anscheinend die Flossen auf dem Bildschirm so extrem gefaehrlich aussahen. Es gab dann aber zum Glueck keine Probleme, aber dies war auch erst der erste Check. Fuer internationale Fluege musste ich dann nochmals durch eine Sicherheitsschleuse, wo ich dann leider meine liebe, gute Nivea-Spritzflaschen-Sonnencreme abgeben musste. Es war eine 200ml Flasche und da es noch mehr als die Haelfte drin hatte, liessen sie nicht mit sich diskutieren. Als Aufmunterung bekam ich nach der Passkontrolle aber noch 65$ gut geschrieben und zwar waren dies die 10% Mehrwertsteuer von meiner Tauchausruestung.

In der Wartehalle sprach mich dann ein netter, aelterer Herr an, welcher dann mit mir ein Interview ueber meine Reise machte. Es ging vor allem darum, wo ich ueberall gewesen war, aus welchem Grund (Ferien, Arbeit, ...) und wo ich jeweils uebernachtet hatte (Hostel, Hotel, Zelt, ...). Da dies bei mir recht kompliziert war, waren wir beim Boarding-Aufruf noch nicht ganz fertig, aber mit etwas "bschisse" ging es dann doch einigermassen auf. Zum Dankeschoen bekam ich einen kleinen, herzigen Koala.

Kurz vor 16h hoben wir ab und obwohl der Flug wieder durch Jetstar ausgefuehrt wurde, musste ich dieses Mal nicht mehr fuer s Essen bezahlen. TV gab es zwar noch immer keinen, aber ich hatte ja ein Buch und so vergingen die 4.5h relativ schnell.

Punktlich um 19h (1.5h Zeitverschiebung) kamen wir in Singapore an und dort ging alles sehr schnell. Als ich durch die Passkontrolle kam, war der Rucksack bereits auf dem Fliessband und David und Monica warteten auch bereits auf mich. Fuer jene, die meine Familie nicht (so gut) kennen: David und Monica leben in Singapore und ihre Tochter (Agnes) ist mit meinem Onkel (Urs) verheiratet. Iich darf nun fuer die folgenden 12 tage bei ihnen wohnen.

Um 19.30 Uhr waren wir also bereits im Auto und auf dem Weg zur Tampanies Street 45. Dort richtete ich mich im Zimmer ein und nahm dann eine Dusche. War dies shcoen, endlich wieder einmal ein eigenes Zimmer mit gemuetlichem Bett zu haben und keine Angst betreffend der besitztuemer-Sicherheit haben zu muessen!

Zum Znacht zauberte Monica dann eine feine Krevetten- und Fisch-Suppe hervor und danach wurden Plaene fuer die naechsten Tage diskutiert. Am Samstag wuerden Monica, ihre Schwester und der Mann der Schwester mit mir nach Malaysien gehen. Es sei ein Ausflug der Kirche des Paares.

Um 21.30 Uhr starteten wir dann eine Skype-Unterhaltung mit Urs, Agnes und meinen Grosseltern. Es war schoen, mich mal wieder mit ihnen unterhalten zu koennen und sie dabei auch einigermassen zu Gesicht zu bekommen. Danach fragte ich David nach Tauch-Moeglichkeiten und er sagte mir, dass er seine Freund, ein Tauch-Instruktor, fragen werde. Etwa um 23.30 Uhr ging ich dann schlafen.


Gepack aussortieren und letzter Ausgang (19.7.08)
Dienstag, 29. Juli 2008

An jenem Morgen stand ich um 9.15 Uhr auf und musste zuerst zum Coles gehen, um Fruehstueck zu kaufen. Da meine geliebten Shapes (spezielle Chips) gerade Aktion waren, konnte ich nicht wiederstehen. Schliesslich werde ich jene ja nachher nicht mehr haben!...

Als ich dann im Hostel mein Fruehstueck verzehrte, setzte sich Chris (Deutschland) zu mir. Sie ess nicht gerne alleine und ich hatte auch nichts gegen Gesellschaft. Es stellte sich dann heraus, dass wir im gleichen Zimmer hausten und sie beklagte sich dann bei mir ueber eine unserer Zimmergenossinnen. nach langerem Tratschen beschlossen wir dann, zusammen zur Buecherei zu gehen. Dort merkten wir aber, dass jene erst um 13h oeffnete, weshalb sie direkt zum Hostel zurueck ging und ich noch ein wenig den Laeden entlang schlenderte.

Zurueck im Zimmer begann ich dann, mein Gepaeck auszusprtieren und moeglichst viel wegzuwerfen. Ich gab einige meiner Sachen (Rucksack, Schreibblock, Pflegespuehlung-Muesterchen, ...) Chris, da sie noch laenger in Australien bleibt. Den Rest (ein paar Kleidungsstuecke, eine Sonnencreme, ...) stellte ich zum anderen Zeugs, welches sich mittlerweile im Zimmer angesammelt hatte.

Um 13.30 Uhr ging ich dann zur Buecherei, aber da es keinen freien Computer hatte, reservierte ich einen fuer um 16h. Ich ging also zum Hostel zurueck und machte mir eine Fertig-Nudelsuppe, welche sogar mehr als geniessbar war. Danach legte ich mch noch ein wenig in die Sonne bis ich mich dann wieder auf den Weg zur Buecherei machte. nach einer Stunde Internet ging ich zur Esplanade, um nochmals ein wenig zu suennelen.

Um 18.15 Uhr bekam ich ein SMS von Danielle, in welchem sie mir mitteilte, dass sie mit ihren Freunden von der vorherigen Tour um 19h ins Noodle Restaurant essen gehen wuerden. Ich solle doch mitkommen. Da ich kein Geld mehr auf dem Natel hatte, konnte ich ihr nicht antworten, aber ich ging sofort zum Hostel zurueck, um mich bereit zu machen. Irgendwie wuerde ich schon herauskriegen, wo genau DAS Nudelrestaurant in Darwin ist, falls es wirklich ein ganz spezielles hat, und dann wuerde ich einfach um 19h vor der Tuere warten. Ich fragte also an der Reception und der Mann dort bekam sofort glaenzende Augen. Es gebe zwei Noodle House Restaurants, ein aelteres und guenstigeres plus ein neues, welches etwas teurer sei. Das aeltere sei sein Lieblingsrestaurant und er geriet richtig ins Schwaermen als ich ihm nach dem Weg dorthin fragte. Er empfahl mir sein Leibgericht und ich dankte ihm fuer die Infos.

Um 18.45 Uhr rief mich dann Danielle an, da ihr wahrscheinlich in den Sinn gekommen war, dass ich kein Geld mehr auf dem Handy hatte. Da sie noch auf ihre waesche warten musste, machten wir um 19h vor dem McDo ab. Als ich dann dort war bekam ich erneut einen Anruf. Der Trockner sei noch immer nicht fertig und ob ich nicht zu ihrem Hostel kommen wolle. Da ich ja nichts Gescheiteres zu tun hatte, machte ich mich auf den Weg und fand das Hostel sogar auf Anhieb.

Nach laengerem Suchen kamen wir dann um 19.30 Uhr endlich beim Noodle House an und es stellte sich heraus, dass es das neuere und somit etwas teurere der beiden Restaurants war. Ich haette also tatsaechlich vor dem falschen gewartet, aber dann waere ich halt alleine irgendwo essen gegangen.

Neben zwei (oder waren es drei) Familien war dort auch Jo (England), welche mit uns beiden auf der Kakadu-/Litchfield-Tour war. Den Kindern sei Dank war es ein sehr unterhaltsames Essen: Die fuenf boys waren ziemliche Rabauken, aber das (einzige und etwas aeltere Maedchen) ging erstaunlich geduldig mit ihnen um. Mit ihr unterhielt ich mich dann auch ganz gut.

Im Laufe des Abends tauchten dann auch die restlichen Leute von Danielles Gruppe auf, diejenigen, welche ich am vorherigen Tag bereits kennengelernt hatte. Diese gingen dann auch mit den beiden Vaetern in ein Pub und Danielle und ich versprachen spaeter ebenfalls zu kommen. Dies taten wir dann auch und wir fanden sie sogar auf Anhieb in einer der naheliegenden Pubs. Sie hatten alle bereits ein paar Bierchen gehabt und hatten es ziemlich luestig. Wir holten uns je ein Glas Weisswein und hatten das Glueck, ein Oppossum direkt vor der Nase begruessen zu duerfen. Es hockte gemuetlich auf dem Baum vor dem wir sassen und frass genuesslich vor sich hin.

Nachdem das Opossum wieder verschwunden war, liessen uns von der guten Musik anstecken. Im Innern der Bar spielte eine 2-koepfige Liveband, die es wirklich im Griff hatte. Aus diesem Grund tanzten wir uns die Beine aus dem Leib und blieben wir bis die Musik versiegte und das Pub geschlossen wurde. Als ich dann um 2h das Zimmer betrat, war erstaunlicherweise noch das Licht an. Die eine Zimmergenssin war noch immer am Packen, machte aber Schluss als ich ins Bett wollte. Seltsam war noch, dass bereits eine andere Zimmergenossin im Bett lag und offensichtlich schlafen wollte, sie aber fuer jene nicht aufgehoert hatte. Naja, egal, es war zu spaet, um sich darueber Gedanken zu machen und ich war einfach froh, dass es nun dunkel war!...


Wasserfaelle (mit und ohne Wasser) plus Autos - hoffentlich mit 4WD (18.7.08)
Montag, 28. Juli 2008

An jenem zweiten Morgen mussten wir um 5h aufstehen. Dies war ich mir nicht mehr gewohnt, schliesslich war ich schon laenger nicht mehr auf einer Adventure Tours Tour. Wir schafften es aber sogar, puenktlich um 6h abzufahren und waren somit vor der anderen Gruppe. Ich sass mit Noel (Australien) vorne, was sich aber als eine nicht wirklich schlaue Entscheidung herausstellte. Lea hatte naemlich die Regel aufgestellt, dass man auf dem Frontsitz nicht schlafen duerfe, was einem um 6h natuerlich shcon sehr schwer fiel. Obwohl sich beide Sitznachbarn grosse Muehe gaben, mich wach zu behalten, war es sehr schwer, gegen das Einnicken anzukaempfen.

Bald schon erwies sich aber der 1.Klasse-Platz als nicht ganz so schlecht, da ich so naemlich meine erste wilde Schlange in Australien zu Gesicht bekam. Eine schwarze Pyton ueberquerte vor uns die Strasse und Lea konnte nur im letzten Moment ausweichen. Leider war dies aber sehr wahrscheinlich den Fahrer der anderen Gruppe nicht moeglich gewesen. Auf jeden Fall sagte er uns nachher, dass er die Schlange nicht gesehen haette. Naja, hoffen wir fuer das Beste fuer die Schlange!

Auf dem Weg zu den Wasserfaellen war ich dann noch froher darueber, dass ich vorne sass, da es dort wirklich sehr holprig wurde. Nun erfuhren wir, weshalb man fuer das "Top End" keinen normalen Kleinbus mit Anhaenger sondern einen 4WD-Truck braucht. Wirklich tiefer Sand war es zwar nur fuer eine kurze Strecke, aber dafuer mussten auch Baeche ueberquert werden und die Strasse resp. eben der Weg an sich war extrem uneben. Dagegen sind also sogar die Strassen im Aargau (geht vor allem an Beni) heilig!... ;-)

Da wir anscheinend eine sehr angenehme Gruppe waren, entschied sich Lea dafuer, zuerst zu den Jim Jim-Faellen zu gehen. Normalerweise gehen alle Guides zuerst zu den Twin Falls und dann zu Jim Jim, was zeitlich etwas besser aufgeht. Umgekehrterweise heisst es, einen etwas laengeren Tag zu haben, dafuer war aber die Chance gross, beim Jim Jim Fall alleine zu sein. Und so war es dann auch. Nach 9km Wanderung resp. Kletterpartie ueber Felsen, aber durch eine wunderschoene Gegend, kamen wir unter dem Wasserfall an. Wasserfall war zwar ein etwas zu grosse Wort, da es heute nur ein kleines Rinnsal war. Das trickige daran ist halt, dass es den richtigen Wasserfall nur in der Regenzeit gibt, dann, wenn man eben gar nicht zum Wasserfall gehen kann, da dann der Weg ueberflutet ist. Von dem her hat man entweder nur ein Rinnsal, oder man bekommt gar nichts vom Wasserfall und der Umgebung mit, ausser man fliegt hier hin mit dem Helikopter. Naja, man kann halt nicht alles haben!...

Wir hatten es aber dennoch super, da wir so den Strand und den kleinen See unter dem Wasserfall fuer uns alleine hatten. Ein paar von uns gingen sogar schwimmen, aber das Wasser war anscheinden sehr kalt. Ich ruhte mich auf einem Felsen aus und genoss das schoene Wetter.

Nach einer weitern Schuettelpartie kamen wir dann zu den beruehmten Twin Falls. Eine kurze Wanderung ist noetig bis zum Boot, welches einem dann durch die schoene Kanyon-Landschaft zum Wasserfall fuehrt. Und dieser Wasserfall hat dann auch wirklich Wasser, wenn auch sicher nicht so viel wie in der Regenzeit. Nach diversen Fotos und einer kurzen Erholungspause geht es dann wieder zurueck. So langsam sind alle sehr hungrig und koennen es kaum erwarten, zurueck beim Bus zu sein. Da wr ja so frueh aufstehen mussten, waere es uns lieber gewesen vor den Twin Falls Zmittag zu essen, aber dies stand ja nicht in unserer Macht.

Zum Glueck war der Picknick-Platz dann aber nur noch 5-10 Fahr-Minuten weit weg. Die Wraps wurden genuesslich verschlungen und dann hiess es etwa 5h lang zurueck nach Darwin zu fahren. Mittlerweile sass ich wieder hinten und konnte so also zumindest etwas doesen, wenn auch erst nach einer weitern halben Stunde Holperweg-Fahrt. Diese halbe Stunde wurde dann noch etwas laenger, da wir noch vier Spaniern aus der Patsche helfen mussten. Jene hatten zwar ein Auto, auf welchem 4WD stand, aber es war halt doch eher eine Limusine als ein Offroader. Dies reichte halt in diesem Gelaende nicht wirklich aus und sie blieben auf der Strecke mit dem tiefen Sand stecken. Unser Aussie-Team half ihnen dann heraus und wir empfahlen ihnen zurueck zu gehen, obwohl es mit dem Auto wahrscheinlich fuer die restlichen Wege gegangen waere. Sie fanden dies dann ebenfalls schlauer.

Der Rest der Rueckfahrt verlief ohne spannende Geshcichten und um 19.15 Uhr war ich zurueck in meinem Hostel. Sharon (Holland) zog nun ebenfalls dort ein, aber leider hatte es keine Betten mehr im gleichen Zimmer. Nach einer Dusche musste ich dann einen riesen Schock verarbeiten: Als ich zum Gepaeckraum kam, war naemlich an "meinem" Schliessfach ein fremdes Schloss dran und es war nur noch mein kleiner Rucksack zu sehen. Von meiner Tauch-Tasche mit all dem wertvollen Inhalt fehlte jede Spur, was mich natuerlich zutiefst erschreckte und auch erboste. Zum Glueck fand ich die Tasche aber unversehrt ein wenig spaeter unter einer anderen Tasche. Phuu, das war vielleicht einer Erloesung! Wahrscheinlich war mein Schloss aufgesprungen als eine Tasche dran kam, da es etwas zu klein war und deshalb offensichtlich nicht fest genug zu war. Auf jeden Fall hatte ich noch all meine Sachen, ausser dem Schloss, aber das war nun nicht mehr so wichtig.

gingen wir zur Vic Bar. Wir hatten eben von Adventure Tours einen Gutschein fuer das Buffet bekommen. Als wir um 20.30 dort ankamen, hatten Harald und Anke (Deutschland) bereits gegessen und sie verabschideten sich dann bald von uns. Danielle (Holland), Sharon und ich holten uns unser Essen und bestellten uns Weisswein. Die Auswahl der Gerichte war nicht wirklich gross, aber es war doch gut und shcliesslich schaute man einem geschenkten Gaul ja nicht ins Maul, oder?!

Nach dem Essen setzten wir uns dann zu ein paar Freunden von Danielle. Sie waren mit ihr auf der Tour von Adelaid nach Alice Springs und dann nach Darwin gewesen und waeren eigentlich auch auf dieser Tour mit ihr zusammen gewesen. Leider wurden Danielle und Joanne (England) aber im letzten Moment in den anderen Truck versetzt, so wie ja auch ich. Mir hatte es aber keine Rolle gespielt, ihnen schon. Eine andere Gruppe hatte eben reklamiert gehabt, da sie nicht im gleichen Bus waren, obwohl sie Adventure Tours nicht mitgeteilt hatten, dass sie zusammengehoeren. Aber egal, auf jeden Fall gingen wir dann mit diesen Freunden noch in ein anderes Pub.

Da Sharon, Danielle und ich mit der Musik nicht wirklich zufrieden waren, gingen wir los und wollten eigentlich in die Discovery Disco. Dort war der Eintritt aber 10$, was ich nicht bezahlen wollte, da ich nicht mehr viel Geld hatte und fuer die restlichen 1.5 Tage nicht noch neues Geld abheben wollte. Als wir aber wieder vom Eingang weggingen, bekamen wir einen Zettel, welcher uns glauben liess, dass wir spaeter damit doch rein kommen koennen. Wir wollten einfach ein wenig warten, dass sich die Tuersteher nicht mehr an uns erinnern.

Zurueck bei der Disco wollte der Tuersteher dann aber den Stempel sehen und liess den Zettel alleine nicht durchgehen. Danielle sagte noch, dass wir halt so frueh dort waren, dass wir noch keinen Stempel bekamen, aber er liess uns nicht rein. Ich sah dann auch, dass auf dem Zettel die Zeit stand, zu welcher wir dort waren, was also diese Luege entlarft haette!...

Da wir nicht wirklich noch Lust auf ein Pub hatten, gingen wir zum McDonalds. Ich nahm wie ueblich ein Sunday Caramel. Danach begleiteten Sharon und ich Danielle noch bis fast zu ihrem Hostel und etwa um 2h war ich dann im Bett.


Ich glaub ich bin in Afrika (17.7.08)
Freitag, 25. Juli 2008

An jenem Morgen mussten wir um 6h aufstehen und fuhren nach dem Fruehstueck um 7.10 Uhr mit 10min Verspaetung los. Unsere (lange Fahrt) brachte uns endlich in den Kakadu Nationalpark. Beim Aurora Kakadu Resort machten wir eine kurze Pause, aber dann ging es los zum Ubirr. Das ist ein Berg mit zahlreichen Zeichnungen von Aborigines an verschiedenen Stellen. Lea erklaerte uns dann auch alle Geschichten, die dahinter stehen, was sehr interessant war. Das meiste waren einfach Zeichnungen der gefangenen und gegessenen Tiere, also so etwas wie ihr Speiseplan. Daneben gab es auch ein paar Sagen, welche dazu dienen, die Kinder zu erziehen. Man solle sich z.B. nich zu nahe an den Fluss begeben, da man sonst von einem Krokodil (zwei verwandelte Schwestern) verletzt oder gar getoetet wurde. Man solle sich auch unbedingt an die Stammesregel halten, da sonst allenfalls Familienmitglieder sterben muessen. Verpackte Moralpredigten halt.

Das Highlight aus meiner Sicht war aber ganz eindeutig die Aussicht von oben. Auf dem Weg zum Gipfel hatte ich immer nur Pflanzen und Umgebungen gesehen, die ich mittlerweile bereits kannte, wie z.B. der tropische Regenwald in Cape Tribulation oder die Felsen wie beim Kings Canyon. Ich erwartete also nichts wirklich Spektakulaeres, aber als ich oben ankam, stockte mir tatsaechlich der Atem. Ich fuehlte mich wie im "Koenig der Loewen" auf dem Felsen, wo der Loewen-Vater jeweils sein Baby praesentiert. Es fehlten nur all die Tiere unten dran, die das Baby bestaunen. Ansonsten sah die Landschaft genau so aus, wie ich mir Afrika resp. eben Sinbad's Reich vorstelle. Alles war sehr flach mit nur vereinzelt ein paar Baeumen, aber doch sehr gruen und ein See resp. eher Sumpfgebiet auf der einen Seite. Kurz gesagt, es war einfach atemberaubend schoen und sogar ein Highlight der ganzen 3.5-monatigen Reise.

Ben (Deutschland) verriet mir dann zwar, dass Afrika genau so gut wie der Kings Canyon aussehen kann, aber ich liess mir die Ilusion nicht nehmen! Er hatte davor fuer einige Zeit in einem Tier-Auffanglager in Afrika gearbeitet und wusste somit wovon er sprach. Naja, egal, es war auf jeden Fall eine wunderschoene Aussicht und ich wollte fast nicht mehr weg.

Zum Zmittag gab es dann Sandwiches, wie so oft auf diesen Touren. Danach ging s ab in den Sueden und zwar mit Maguk als Endziel fuer den Nachmittag. Auf dem Weg dorthin stoppten wir aber noch im Bowali Visitor Centre, wo wir uns ein wenig ueber die Geschichte der Gegend informieren konnten. Ausserdem goennte ich mir dort ein Glace, schliesslich war es sehr heiss.

Als naechstes konnten wir unsere Groesse oder eben besser Kleinheit mit einem Termitenhuegel vergleichen. Jener war etwa 6.5 Meter hoch und damit noch lange nicht einer der groessten!... Auch auf der Wanderung zu den Maguk Schwimmbecken sahen wir noch viele weitere Termitenhuegel, welche aber nicht alle so gross waren. Der Abstieg zu den Pools war eine rechte Kletterpartie, aber es lohnte sich definitiv. Es war wie ein (weiteres) Spa in mitten der Felsen und es gab jeweils kleine Abteile, wo nur noch die Blasen fuer ein Whirlpool fehlten. Das eine Pool war sogar so breit und tief, dass man (oder eher Mann) vom 5-10 m hohen Felsen reinspringen konnte.

Nachdem wir uns mit ein paar Shapes (super-feine Chips, die suechtig machen) gestaerkt hatten, ging es zurueck zum Truck und damit dann zum neuen Campingplatz. Dort ging ich duschen und danach gab es Kangaroo-Fleisch, Bueffel-Wurst und Salat zum Znacht. Da wir am naechsten Tag sehr frueh raus mussten, ging ich etwa um 22.30 Uhr ins Bett. Sharon war aber noch ueberhaupt nicht muede, weshalb wir noch eine Runde schwatzten.


Litchfield Nationalpark und Wildlife Cruise (16.7.08)
Freitag, 25. Juli 2008

An jenem Morgen musste ich um 5.30 Uhr aufstehen. Nach den Fruehstueck (ich hatte leider nur noch ein Steuck Toast) checkte ich aus und ging zum Adventure Tours-Buero, nur zwei Blocks entfernt. Dort war fuer mich der Treffpunkt fuer meine "Big Croc"-Tour, eine 3-taegige Tour zu den wunderschoenen Litchfield- und dem Kakadu-Nationalparks. Ich war wie erwartet um 6.30 beim Buero, aber von den guides war noch lange keine Spur zu sehen. Ich waere eigentlich bei Al in der Gruppe gewesen, wurde dann aber zu Lea umgeteilt. Beide machten grundsaetzlich das Gleiche und ich war ja alleine unterwegs, weshalb es fuer mich keine Rolle spielte.

Ca. um 7h kam dann Lea, aber es dauerte nochmals eine ganze halbe Stunde bis wir dann endlich abfuhren. Zumindest lernte beim Warten schon mal Rebecca (England) und Brett (Australien) kennen. Sie hatten sich vor einer Woche kennengelernt und waren nun ein Paar.

Als wir dann endlich losgefahren waren, erzaehlte uns Lea einiges ueber Darwin und die Umgebung. Ich kann euch aber leider nicht wirklich etwas davon erzehlen, da ich selber nicht viel mitbekommen hatte. Die Lautsprecheranlage war so schlecht resp. der 4WD-Bus so laut, dass man ueberhaupt nichts verstehen konnte. Aus diesem Grund begann ich dann mit meiner Sitznachbarin Sharon (Holland) zu tratschen, was dann halt wieder andere stoerte. Als sie dann die Lautstaerke erhoehten, konnten wir zumindest einen Teil des Gesagten erahnen, aber es war noch immer nicht wirklich verstaendlich.

Etwa um 9h gab es dann ein Fruehstueck- und Toiletten-Halt. da ich ja nicht wirklich viel Zmorgen gehabt hatte, musste ich mir fuer 5$ einen Schinken-Kaese-Toast kaufen. Eine knappe halbe Stunde spaeter ging es dann weiter und zwar endlich in den Litchfield-Nationalpark. Wir gingen die vielen Stufen hinunter und entdeckten ein Rock-Wallaby nur einen Meter von der Treppe entfernt. Hier im Norden von Australien gab es anscheinend keine Kangaross, sondern nur Wallabies und Wallaroos, eine "Mishcung" aus kangaroos und Wallabies.

Unten angekommen konnte man in einem natuerlichen Pool vor einem Wasserfall schwimmen gehen. Da es im kuehlen Wasser aber sehr steinig war, ging ich nicht hinein. Nur 5-Autominuten spaeter kamen wir sowieso zu einer anderen Schwimm-Gelegenheit und zwar dem "Bougly" Spa (oder so). Dies war nun wie ein natuerliches Alpamare, mit vielen kleinen Becken, welche mit kleinen Wasserfaellen verbunden waren. Wenn man mutig genug war, konnte man alle Stufen im Wasser hinunter klettern, gleiten resp. fallen, da es ueberall sehr rutschig war. Es war aber auf jeden Fall ein wunderschoener Flecken auf Erden, auch wenn es sehr viele Leute hatte.

Zum Zmittag fuhren wir wieder zum Fruehstuecks-ort zurueck, wo wir dann Hotdogs bekamen. Dies war das erste Mal, dass ich hier Hotdogs hatte und ich fand es zur Abweslung noch eine gute Idee fuer auf Touren.

Etwa um 13h ging es dann wieder ab in den 4WD-Bus und der naechste Halt war an einer Raststaette, wo man neben einem Albino-Bueffel auch zwei Krokodile sehen konnte. Jene hatten aber leider ein sehr kleines Kaefig, auch wenn sie selber noch recht klein waren.

Viele wilde Krokodile konnten wir dann etwas spaeter betrachten und zwar auf unserem ueber 1.5 Stunden dauernden Wildlife Cruise auf dem Mary River. Die Landschaft war wunderschoen und abwechslungsreicher als auf dem Cruise in cape Tribulation. Es gab hier auch viel mehr Krokodile, wobei jene aber einiges kleiner waren. Es waren halt nicht alles Salzwasser-Krokodile, sondern auch sehr viele Suesswasser-Krokodile. Ausserdem konnten wir auch extrem viele Voegel betrachten und ein paar Wallabies. Es war wirklich sehr interessant und schoen.

Beim Campingplatz angekommen, brachten Sharon und ich unsere Sachen in eines der vielen 2er-Permanent-Zelte. Danch wurde das Znacht (Chicken Stired-fried) vorbereitet und genossen. Nach langem Interessen- und Stories-Austausch ging ich dann etwa um 11.15 Uhr ins Bett.


Ein "lazy day" in der Sonne resp. der Buecherei (15.7.08)
Freitag, 25. Juli 2008

An diesem nicht wirklich spannenden Tag stand ich um 8h auf. nach dem Fruehstueck suennelte ich bis ca. um 12.30 Uhr beim Pool und machte mir dann zwei Sandwiches zum Zmittag. Ich musste halt noch meine Sauce und den Knoblibrot-Butter aufbrauchen, weshalb ich mir nun nur noch Brot gekauft hatte.

Nach dem Essen begab ich mich wieder durch die Sicherheitsschleuse im Parlamentsgebaeude, um zur Buecherei zu kommen. Ich hatte Glueck, da ein Eingeschriebener nicht erschienen war und konnte somit sofort aufs Netz. Da nach einer und zwei Stunden noch immer niemand Anspruch auf den Kompi erhob, konnte ich fast 3h dort verbringen. So kam man also in Darwin zu preiswertem Internet!...

Um 16h legte ich mich auf der Esplanade auf den rasen und suennelte ein wenig mehr. Da es immer noch sehr heiss war und ich Angst hatte, zu viel Sonne zu erwischen, suchte ich dann den Schatten auf und genoss das Nichtstun. Um 18h war ich dann wieder im Melaleuca und musste meine Sachen packen. Ich hatte Glueck, dass ich im Gepaeckraum ein freies Schliessfach ergattern konnte, so dass ich meine Tauchsachen dort sicher verstauen konnte. Es waere mir sonst nicht wohl gewesen, die teuren Sache einfach so im von jederman zugaenglichen Gepaeckraum zu lassen.

Etwa um 19.15 Uhr gab es dann wieder Chnoblibrot zum Znacht und danach war ein wenig Beauty-time angesagt. Die Haut meiner Fuesse war sich ueberall am erneuern, was wahrscheinlich vom staendigen Aufweichen im Wasser, letzte Woche, ausgeloest wurde. Ansonsten musste ich meine Beine mal wieder rasieren und all meine Blattern, blauen Flecken und Narben wollten auch mal wieder ein wenig gepflegt werden.

Danch las ich noch ueber 2 Stunden in "Spohies Welt" und ging dann etwa um 22.30 Uhr ins Bett.


Darwin (14.7.08)
Freitag, 25. Juli 2008

An jenem Morgen stand ich um 9h auf und mahcte mich nach dem Fruehstueck ueber Darwin schlau. Da das Wetter gut war, wollte ich zuerst ein wenig bei der Esplanade suennelen und erst am Nachmittag die touristischen Attraktionen auszukunden gehen. Auf dem Weg zur Esplanade traf ich den Israelier, der in Noosa mit mir im Zimmer war. Er reiste nun mit zwei Hollaenderinnen und sie fragten mich, ob ich am Samstag mit ihnen zur Kathrine Gorge kommen wollte. Da ich dachte, dass ich dies in meiner bereits gebuchten Tour ebenfalls sehen wuerde, sagte ich dankend ab. Ich merkte aber erst spaeter, dass ich nur zum Kakadu und Litchfield Nationalpark gehen wuerde, aber dann war es bereits zu spaet. Naja, es waere sowieso ein Stress gewesen, da nur shcon ein Weg 4h bedeutet und man somit den ganzen Tag nur im Auto sitzen wuerde.

Etwa um 13.30 Uhr ging ich von der Esplanade wieder zum Hostel zurueck und ass ein Sandwich plus Ananas zum Zmittag. Danach shclenderte ich durch die Town Mall und checkte die Souvenir-Laeden aus. Nicht nur das Internet war recht teuer hier, sondern auch die meisten Souvenirs. Aber ich hatte ja sowieso schon eigentlich alles, was ich wollte.

Als naechstes bestaunte ich ein paar Ruinen (ich habe leider vergessen was genau es war) und ging zum Gouvernament und dem Parliament House. Im letzteren war die Buecherei untergebracht und ich wollte auskunden, ob man dort allenfalls zu Gratis-Internet kam. Und, oh Wunder, man musste sich nichtmal als Member registrieren lassen, sondern konnte sich einfach in eine Liste eintragen. Falls man genuegend frueh war, kam man so zu maximal einer Stunde Gratis-Internet pro Tag. Da ich so spaet kam, war die Liste bereits voll, aber eine Frau war frueher fertig und so kam ich zumindest noch au 20min.

Um 17h ging ich zum Hostel zurueck und erfrischte mich im Pool. Ich las noch ein wenig bis ich mir dann Chnoblibrot zum Znacht machte. Als ich noch die restlichen Ananas-Stuecke vertilgte, kamen ein Kanadier und ein Halb-Aborigines zu mir an den Tisch und fragten mich, wer ich sei und woher ich komme. ich antwortete brav und shcon waren wir im Gespraech. Sie und noch ein paar andere Maenner, die ich dann spaeter noch kennenlernte, arbeiteten jeweils fuer zwei Wochen irgendwo im Nichts und hatten danach jeweils eine Woche frei, hier in Darwin. Wenn ich alles richtig verstanden habe, "ernten" sie Muscheln und suchen dabei nach Perlen.

Ich sprach bis ca. um 22h mit ihnen und vor allem mit dem Kanadier (Ray oder so) und ging dann duschen. Sie wollten noch in den Ausgang, aber ich hatte nicht wirklich Lust, mit etwa 7 angetrunkenen bis z.T. sehr betrunkenen Maennern weg zu gehen, obwohl sie alle wirklich sehr anstaendig und nett zu mir waren. Ich war auf jeden Fall etwa um 23h im Bett.


Ab nach Darwin und zum Markt (13.7.08)
Donnerstag, 24. Juli 2008

An jenem Sonntag-Morgen leutete mein Natel um 10.30 Uhr. Ich duschte und packte meine Sachen zusammen. Da Jay um 11.30 immer noch kein Lebenszeichen von sich gibt, beschloss ich, erneut ein Taxi zu rufen. Es war mir irgendwie nicht recht, ihn an seinem "Hangover-Day" zu wecken. Stattdessen schrieb ich ihm einen Brief, in welchem ich ihn fuer alles dankte und ihm alles Gute fuer die Zukunft wuenschte.

Obwohl ich nur nach Darwin flog, musste ich ins internationale Terminal, da der Flieger danach nach Singapore weiterfliegt. Aus diesem Grund war alles etwas offizieller und ich musste leider 20$ fuer 2.5kg Uebergewicht bezahlen. Dieser Flug wurde von Jetstar durchgefuehrt und ich weiss nicht, ob es daran lag, oder ob ich ev. bei Qantas auch haette zahlen muessen. Auf jeden Fall wollten sie nichts vom zusaetzlichen Tauchartikel-Gewicht wissen, obwohl ich am Ende doch "nur" fuer das Uebergewicht vom Rucksack bezahlte und nicht fuer das Handgepack. Naja, dies waere wohl auch zu verhindern gewesen, wenn ich meine Rucksack bereits etwas ausgeraeumt haette, aber ich wollte ja auch nicht alles bei Jay ausraumen.

Um 12.30 Uhr war ich dann bereits im Flugzeug und zwar gerade vor dem Notausgang. Ich wurde beim einchecken gefragt, ob ich bereit waere, die Crew in einem Notfall zu unterstuetzen und ich sagte zu. Ich haette auf ihr Zeichen dann die Notausgang-Tuere entfernen sollen resp. sichern sollen, falls draussen Feuer waere. Im Nachhinein dachte ich dann, dass ich beim Einchecken haette sagen sollen, dass ich der Crew nur helfen wuerde, wenn ich nicht fuer das Uebergewicht bezahlen muesse, aber dafuer war es dann sowieso zu spaet und es haette wahrshceinlich auch nichts genuetzt.

Als das Essen kam, sagte man mir, dass ich dafuer 6$ bezahlen muesse, da ich nur auf einem Inlandflug war. Dies war dann das naechste Aergernis des Tages, da ich ja in einer Woche (wahrscheinlich mit dem gleichen Flugzeug) ebenfalls nach Singapore wieterfliegen wuerde und somit sicher fuer das bezahlt hatte. Ich hatte mein Ticket ja als Qantas-Flug gekauft und dort war der Service jeweils viel besser gewesen. Bei Jetstar zahlt man naemlich auch fuer den TV separat und eben hier nun auch noch fuer das Essen. Der Hoehepunkt war aber, dass mein Nachbar nichts fuer das Essen bezahlen musste, obwohl er ebenfalls nur nach Darwin fliegt, waehrend sein Begleiter, der eine Reihe vor uns sass, wieder zahlen musste. Dies zeigt also, wie gut sie alles im Griff haben!... Naja, aergern nuetzt doch nichts und schliesslich bin ich ja noch im "No worries"-Australien!

Nach 2 Stunden und 15min Flug landeten wir in Darwin und ich musste die Uhr um 30min vor stellen. Mit dem Shuttle-Bus fuhr ich ins Stadtzentrum und zu meinem Hostel, dem Melaleuca on Mitchell. Eigentlich waere eine Nacht jetzt 30$ gewesen, da nun Hochsaison ist. Als ich das Zimmer aber (auf hostelworld.com) gebucht hatte, war es nur 20$ und zwar fuer das heutige Datum. Ich hatte dazumals zwar nur eine Nacht gebucht,  diese dann aber verlaengert nachdem ich meine Kakadu- und Litchfield-Tour gebucht hatte. Wie bereits bei einigen anderen Hostelworld-Buchungen, hatten sie meine Reservierung nicht in System gefunden, aber ich wurde dann natuerlich sofort eingetragen, so dass ich nun meinen Platz hatte. Nach einer kurzen Besprechung mit dem Chef, gaben sie mir dann die ersten 3 Naechte fuer die 20$ wie auf meiner Reservierung, aber fuer die restlichen 2 Naechte (nach der Tour) wuerde ich dann 30$ zahlen muessen. Damit war ich einverstanden und macht ich mich auf in den 3. Stock, wo nur Frauen erlaubt waren. 

Im Zimmer lernte ich dann Gilliane (oder so) kennen, eine Irin, welche mit ihrem Vater am reisen ist. Sie empfahl mir den Abend-Markt am Mindil Beach und ich beshcloss, spaeter dorthin zu gehen. Zuerst ging ich aber fuer etwa 1.5 Stunden suennele am Pool unten. Ich "musste" ja schliesslich noch ein wenig Farbe annehmen, bevor ich mich nach Hase wagen konnte!..

Nachdem ich mich umgezogen hatte, schaute ich mich ein wenig im Stadtzentrum um und realisierte mit Bedauern, dass hier das Internet ueberall 4$ pro Stunde ist. Naja, zuerst wollte ich nun sowieso zu diesem Mindil Markt und liess mir den Weg dorthin erklaeren. Da der Sonnenuntergang dort besonders schoen sei, solle ich mich am besten sofort auf den Weg machen, was ich dann auch tat. Der Weg dorthin zog sich dann auch dahin und nach ca. 35min schaffte ich es gerade noch rechtzeitig fuer den Sonnenuntergang. Ich hatte aber mittlerweile shcon schoenere gesehen. Nichtsdestotrotz war der Markt schoen. Er war zwar recht touristisch, aber was hatte ich auch anderes erwartet?! Es gab auf jeden Fall viele Souvenirs, Kleider und auch jede Menge Essensstaende. Das kulinarische Angebot war riesig, aber die Preise auch relativ hoch. Ich entschied mich fuer einen Kebab und schaute den jugendlichen Einheimischen zu, welche Jonglierten, musizierten und rumhaengten. Daneben hatte es auch einen "offiziellen" Strassen-Performer, der recht viele Leute um sich anzog und diverse Stunts vorzeigte.

Der Rueckweg kostete mich dann fast 45min, da ich vom vielen Gehen mit den Flipflops eine Blattere bekommen hatte. Ich konnte also nicht mehr mein gewohntes Tempo gehen, versuchte aber, mir nichts anmerken zu lassen. Ich ging dann auch noch zuerst zum Coles, um einzukaufen und verbrachte noch 30 (teuere) Minuten auf dem Hostel-Internet. Danach ging ich unter die Dusche und machte mich fuer s Bett bereit.