
Ich glaub ich bin in Afrika (17.7.08)
An jenem Morgen mussten wir um 6h aufstehen und fuhren nach dem Fruehstueck um 7.10 Uhr mit 10min Verspaetung los. Unsere (lange Fahrt) brachte uns endlich in den Kakadu Nationalpark. Beim Aurora Kakadu Resort machten wir eine kurze Pause, aber dann ging es los zum Ubirr. Das ist ein Berg mit zahlreichen Zeichnungen von Aborigines an verschiedenen Stellen. Lea erklaerte uns dann auch alle Geschichten, die dahinter stehen, was sehr interessant war. Das meiste waren einfach Zeichnungen der gefangenen und gegessenen Tiere, also so etwas wie ihr Speiseplan. Daneben gab es auch ein paar Sagen, welche dazu dienen, die Kinder zu erziehen. Man solle sich z.B. nich zu nahe an den Fluss begeben, da man sonst von einem Krokodil (zwei verwandelte Schwestern) verletzt oder gar getoetet wurde. Man solle sich auch unbedingt an die Stammesregel halten, da sonst allenfalls Familienmitglieder sterben muessen. Verpackte Moralpredigten halt.
Das Highlight aus meiner Sicht war aber ganz eindeutig die Aussicht von oben. Auf dem Weg zum Gipfel hatte ich immer nur Pflanzen und Umgebungen gesehen, die ich mittlerweile bereits kannte, wie z.B. der tropische Regenwald in Cape Tribulation oder die Felsen wie beim Kings Canyon. Ich erwartete also nichts wirklich Spektakulaeres, aber als ich oben ankam, stockte mir tatsaechlich der Atem. Ich fuehlte mich wie im "Koenig der Loewen" auf dem Felsen, wo der Loewen-Vater jeweils sein Baby praesentiert. Es fehlten nur all die Tiere unten dran, die das Baby bestaunen. Ansonsten sah die Landschaft genau so aus, wie ich mir Afrika resp. eben Sinbad's Reich vorstelle. Alles war sehr flach mit nur vereinzelt ein paar Baeumen, aber doch sehr gruen und ein See resp. eher Sumpfgebiet auf der einen Seite. Kurz gesagt, es war einfach atemberaubend schoen und sogar ein Highlight der ganzen 3.5-monatigen Reise.
Ben (Deutschland) verriet mir dann zwar, dass Afrika genau so gut wie der Kings Canyon aussehen kann, aber ich liess mir die Ilusion nicht nehmen! Er hatte davor fuer einige Zeit in einem Tier-Auffanglager in Afrika gearbeitet und wusste somit wovon er sprach. Naja, egal, es war auf jeden Fall eine wunderschoene Aussicht und ich wollte fast nicht mehr weg.
Zum Zmittag gab es dann Sandwiches, wie so oft auf diesen Touren. Danach ging s ab in den Sueden und zwar mit Maguk als Endziel fuer den Nachmittag. Auf dem Weg dorthin stoppten wir aber noch im Bowali Visitor Centre, wo wir uns ein wenig ueber die Geschichte der Gegend informieren konnten. Ausserdem goennte ich mir dort ein Glace, schliesslich war es sehr heiss.
Als naechstes konnten wir unsere Groesse oder eben besser Kleinheit mit einem Termitenhuegel vergleichen. Jener war etwa 6.5 Meter hoch und damit noch lange nicht einer der groessten!... Auch auf der Wanderung zu den Maguk Schwimmbecken sahen wir noch viele weitere Termitenhuegel, welche aber nicht alle so gross waren. Der Abstieg zu den Pools war eine rechte Kletterpartie, aber es lohnte sich definitiv. Es war wie ein (weiteres) Spa in mitten der Felsen und es gab jeweils kleine Abteile, wo nur noch die Blasen fuer ein Whirlpool fehlten. Das eine Pool war sogar so breit und tief, dass man (oder eher Mann) vom 5-10 m hohen Felsen reinspringen konnte.
Nachdem wir uns mit ein paar Shapes (super-feine Chips, die suechtig machen) gestaerkt hatten, ging es zurueck zum Truck und damit dann zum neuen Campingplatz. Dort ging ich duschen und danach gab es Kangaroo-Fleisch, Bueffel-Wurst und Salat zum Znacht. Da wir am naechsten Tag sehr frueh raus mussten, ging ich etwa um 22.30 Uhr ins Bett. Sharon war aber noch ueberhaupt nicht muede, weshalb wir noch eine Runde schwatzten.

