
Wasserfaelle (mit und ohne Wasser) plus Autos - hoffentlich mit 4WD (18.7.08)
An jenem zweiten Morgen mussten wir um 5h aufstehen. Dies war ich mir nicht mehr gewohnt, schliesslich war ich schon laenger nicht mehr auf einer Adventure Tours Tour. Wir schafften es aber sogar, puenktlich um 6h abzufahren und waren somit vor der anderen Gruppe. Ich sass mit Noel (Australien) vorne, was sich aber als eine nicht wirklich schlaue Entscheidung herausstellte. Lea hatte naemlich die Regel aufgestellt, dass man auf dem Frontsitz nicht schlafen duerfe, was einem um 6h natuerlich shcon sehr schwer fiel. Obwohl sich beide Sitznachbarn grosse Muehe gaben, mich wach zu behalten, war es sehr schwer, gegen das Einnicken anzukaempfen.
Bald schon erwies sich aber der 1.Klasse-Platz als nicht ganz so schlecht, da ich so naemlich meine erste wilde Schlange in Australien zu Gesicht bekam. Eine schwarze Pyton ueberquerte vor uns die Strasse und Lea konnte nur im letzten Moment ausweichen. Leider war dies aber sehr wahrscheinlich den Fahrer der anderen Gruppe nicht moeglich gewesen. Auf jeden Fall sagte er uns nachher, dass er die Schlange nicht gesehen haette. Naja, hoffen wir fuer das Beste fuer die Schlange!
Auf dem Weg zu den Wasserfaellen war ich dann noch froher darueber, dass ich vorne sass, da es dort wirklich sehr holprig wurde. Nun erfuhren wir, weshalb man fuer das "Top End" keinen normalen Kleinbus mit Anhaenger sondern einen 4WD-Truck braucht. Wirklich tiefer Sand war es zwar nur fuer eine kurze Strecke, aber dafuer mussten auch Baeche ueberquert werden und die Strasse resp. eben der Weg an sich war extrem uneben. Dagegen sind also sogar die Strassen im Aargau (geht vor allem an Beni) heilig!... ;-)
Da wir anscheinend eine sehr angenehme Gruppe waren, entschied sich Lea dafuer, zuerst zu den Jim Jim-Faellen zu gehen. Normalerweise gehen alle Guides zuerst zu den Twin Falls und dann zu Jim Jim, was zeitlich etwas besser aufgeht. Umgekehrterweise heisst es, einen etwas laengeren Tag zu haben, dafuer war aber die Chance gross, beim Jim Jim Fall alleine zu sein. Und so war es dann auch. Nach 9km Wanderung resp. Kletterpartie ueber Felsen, aber durch eine wunderschoene Gegend, kamen wir unter dem Wasserfall an. Wasserfall war zwar ein etwas zu grosse Wort, da es heute nur ein kleines Rinnsal war. Das trickige daran ist halt, dass es den richtigen Wasserfall nur in der Regenzeit gibt, dann, wenn man eben gar nicht zum Wasserfall gehen kann, da dann der Weg ueberflutet ist. Von dem her hat man entweder nur ein Rinnsal, oder man bekommt gar nichts vom Wasserfall und der Umgebung mit, ausser man fliegt hier hin mit dem Helikopter. Naja, man kann halt nicht alles haben!...
Wir hatten es aber dennoch super, da wir so den Strand und den kleinen See unter dem Wasserfall fuer uns alleine hatten. Ein paar von uns gingen sogar schwimmen, aber das Wasser war anscheinden sehr kalt. Ich ruhte mich auf einem Felsen aus und genoss das schoene Wetter.
Nach einer weitern Schuettelpartie kamen wir dann zu den beruehmten Twin Falls. Eine kurze Wanderung ist noetig bis zum Boot, welches einem dann durch die schoene Kanyon-Landschaft zum Wasserfall fuehrt. Und dieser Wasserfall hat dann auch wirklich Wasser, wenn auch sicher nicht so viel wie in der Regenzeit. Nach diversen Fotos und einer kurzen Erholungspause geht es dann wieder zurueck. So langsam sind alle sehr hungrig und koennen es kaum erwarten, zurueck beim Bus zu sein. Da wr ja so frueh aufstehen mussten, waere es uns lieber gewesen vor den Twin Falls Zmittag zu essen, aber dies stand ja nicht in unserer Macht.
Zum Glueck war der Picknick-Platz dann aber nur noch 5-10 Fahr-Minuten weit weg. Die Wraps wurden genuesslich verschlungen und dann hiess es etwa 5h lang zurueck nach Darwin zu fahren. Mittlerweile sass ich wieder hinten und konnte so also zumindest etwas doesen, wenn auch erst nach einer weitern halben Stunde Holperweg-Fahrt. Diese halbe Stunde wurde dann noch etwas laenger, da wir noch vier Spaniern aus der Patsche helfen mussten. Jene hatten zwar ein Auto, auf welchem 4WD stand, aber es war halt doch eher eine Limusine als ein Offroader. Dies reichte halt in diesem Gelaende nicht wirklich aus und sie blieben auf der Strecke mit dem tiefen Sand stecken. Unser Aussie-Team half ihnen dann heraus und wir empfahlen ihnen zurueck zu gehen, obwohl es mit dem Auto wahrscheinlich fuer die restlichen Wege gegangen waere. Sie fanden dies dann ebenfalls schlauer.
Der Rest der Rueckfahrt verlief ohne spannende Geshcichten und um 19.15 Uhr war ich zurueck in meinem Hostel. Sharon (Holland) zog nun ebenfalls dort ein, aber leider hatte es keine Betten mehr im gleichen Zimmer. Nach einer Dusche musste ich dann einen riesen Schock verarbeiten: Als ich zum Gepaeckraum kam, war naemlich an "meinem" Schliessfach ein fremdes Schloss dran und es war nur noch mein kleiner Rucksack zu sehen. Von meiner Tauch-Tasche mit all dem wertvollen Inhalt fehlte jede Spur, was mich natuerlich zutiefst erschreckte und auch erboste. Zum Glueck fand ich die Tasche aber unversehrt ein wenig spaeter unter einer anderen Tasche. Phuu, das war vielleicht einer Erloesung! Wahrscheinlich war mein Schloss aufgesprungen als eine Tasche dran kam, da es etwas zu klein war und deshalb offensichtlich nicht fest genug zu war. Auf jeden Fall hatte ich noch all meine Sachen, ausser dem Schloss, aber das war nun nicht mehr so wichtig.
gingen wir zur Vic Bar. Wir hatten eben von Adventure Tours einen Gutschein fuer das Buffet bekommen. Als wir um 20.30 dort ankamen, hatten Harald und Anke (Deutschland) bereits gegessen und sie verabschideten sich dann bald von uns. Danielle (Holland), Sharon und ich holten uns unser Essen und bestellten uns Weisswein. Die Auswahl der Gerichte war nicht wirklich gross, aber es war doch gut und shcliesslich schaute man einem geschenkten Gaul ja nicht ins Maul, oder?!
Nach dem Essen setzten wir uns dann zu ein paar Freunden von Danielle. Sie waren mit ihr auf der Tour von Adelaid nach Alice Springs und dann nach Darwin gewesen und waeren eigentlich auch auf dieser Tour mit ihr zusammen gewesen. Leider wurden Danielle und Joanne (England) aber im letzten Moment in den anderen Truck versetzt, so wie ja auch ich. Mir hatte es aber keine Rolle gespielt, ihnen schon. Eine andere Gruppe hatte eben reklamiert gehabt, da sie nicht im gleichen Bus waren, obwohl sie Adventure Tours nicht mitgeteilt hatten, dass sie zusammengehoeren. Aber egal, auf jeden Fall gingen wir dann mit diesen Freunden noch in ein anderes Pub.
Da Sharon, Danielle und ich mit der Musik nicht wirklich zufrieden waren, gingen wir los und wollten eigentlich in die Discovery Disco. Dort war der Eintritt aber 10$, was ich nicht bezahlen wollte, da ich nicht mehr viel Geld hatte und fuer die restlichen 1.5 Tage nicht noch neues Geld abheben wollte. Als wir aber wieder vom Eingang weggingen, bekamen wir einen Zettel, welcher uns glauben liess, dass wir spaeter damit doch rein kommen koennen. Wir wollten einfach ein wenig warten, dass sich die Tuersteher nicht mehr an uns erinnern.
Zurueck bei der Disco wollte der Tuersteher dann aber den Stempel sehen und liess den Zettel alleine nicht durchgehen. Danielle sagte noch, dass wir halt so frueh dort waren, dass wir noch keinen Stempel bekamen, aber er liess uns nicht rein. Ich sah dann auch, dass auf dem Zettel die Zeit stand, zu welcher wir dort waren, was also diese Luege entlarft haette!...
Da wir nicht wirklich noch Lust auf ein Pub hatten, gingen wir zum McDonalds. Ich nahm wie ueblich ein Sunday Caramel. Danach begleiteten Sharon und ich Danielle noch bis fast zu ihrem Hostel und etwa um 2h war ich dann im Bett.

