Gepack aussortieren und letzter Ausgang (19.7.08)

An jenem Morgen stand ich um 9.15 Uhr auf und musste zuerst zum Coles gehen, um Fruehstueck zu kaufen. Da meine geliebten Shapes (spezielle Chips) gerade Aktion waren, konnte ich nicht wiederstehen. Schliesslich werde ich jene ja nachher nicht mehr haben!...

Als ich dann im Hostel mein Fruehstueck verzehrte, setzte sich Chris (Deutschland) zu mir. Sie ess nicht gerne alleine und ich hatte auch nichts gegen Gesellschaft. Es stellte sich dann heraus, dass wir im gleichen Zimmer hausten und sie beklagte sich dann bei mir ueber eine unserer Zimmergenossinnen. nach langerem Tratschen beschlossen wir dann, zusammen zur Buecherei zu gehen. Dort merkten wir aber, dass jene erst um 13h oeffnete, weshalb sie direkt zum Hostel zurueck ging und ich noch ein wenig den Laeden entlang schlenderte.

Zurueck im Zimmer begann ich dann, mein Gepaeck auszusprtieren und moeglichst viel wegzuwerfen. Ich gab einige meiner Sachen (Rucksack, Schreibblock, Pflegespuehlung-Muesterchen, ...) Chris, da sie noch laenger in Australien bleibt. Den Rest (ein paar Kleidungsstuecke, eine Sonnencreme, ...) stellte ich zum anderen Zeugs, welches sich mittlerweile im Zimmer angesammelt hatte.

Um 13.30 Uhr ging ich dann zur Buecherei, aber da es keinen freien Computer hatte, reservierte ich einen fuer um 16h. Ich ging also zum Hostel zurueck und machte mir eine Fertig-Nudelsuppe, welche sogar mehr als geniessbar war. Danach legte ich mch noch ein wenig in die Sonne bis ich mich dann wieder auf den Weg zur Buecherei machte. nach einer Stunde Internet ging ich zur Esplanade, um nochmals ein wenig zu suennelen.

Um 18.15 Uhr bekam ich ein SMS von Danielle, in welchem sie mir mitteilte, dass sie mit ihren Freunden von der vorherigen Tour um 19h ins Noodle Restaurant essen gehen wuerden. Ich solle doch mitkommen. Da ich kein Geld mehr auf dem Natel hatte, konnte ich ihr nicht antworten, aber ich ging sofort zum Hostel zurueck, um mich bereit zu machen. Irgendwie wuerde ich schon herauskriegen, wo genau DAS Nudelrestaurant in Darwin ist, falls es wirklich ein ganz spezielles hat, und dann wuerde ich einfach um 19h vor der Tuere warten. Ich fragte also an der Reception und der Mann dort bekam sofort glaenzende Augen. Es gebe zwei Noodle House Restaurants, ein aelteres und guenstigeres plus ein neues, welches etwas teurer sei. Das aeltere sei sein Lieblingsrestaurant und er geriet richtig ins Schwaermen als ich ihm nach dem Weg dorthin fragte. Er empfahl mir sein Leibgericht und ich dankte ihm fuer die Infos.

Um 18.45 Uhr rief mich dann Danielle an, da ihr wahrscheinlich in den Sinn gekommen war, dass ich kein Geld mehr auf dem Handy hatte. Da sie noch auf ihre waesche warten musste, machten wir um 19h vor dem McDo ab. Als ich dann dort war bekam ich erneut einen Anruf. Der Trockner sei noch immer nicht fertig und ob ich nicht zu ihrem Hostel kommen wolle. Da ich ja nichts Gescheiteres zu tun hatte, machte ich mich auf den Weg und fand das Hostel sogar auf Anhieb.

Nach laengerem Suchen kamen wir dann um 19.30 Uhr endlich beim Noodle House an und es stellte sich heraus, dass es das neuere und somit etwas teurere der beiden Restaurants war. Ich haette also tatsaechlich vor dem falschen gewartet, aber dann waere ich halt alleine irgendwo essen gegangen.

Neben zwei (oder waren es drei) Familien war dort auch Jo (England), welche mit uns beiden auf der Kakadu-/Litchfield-Tour war. Den Kindern sei Dank war es ein sehr unterhaltsames Essen: Die fuenf boys waren ziemliche Rabauken, aber das (einzige und etwas aeltere Maedchen) ging erstaunlich geduldig mit ihnen um. Mit ihr unterhielt ich mich dann auch ganz gut.

Im Laufe des Abends tauchten dann auch die restlichen Leute von Danielles Gruppe auf, diejenigen, welche ich am vorherigen Tag bereits kennengelernt hatte. Diese gingen dann auch mit den beiden Vaetern in ein Pub und Danielle und ich versprachen spaeter ebenfalls zu kommen. Dies taten wir dann auch und wir fanden sie sogar auf Anhieb in einer der naheliegenden Pubs. Sie hatten alle bereits ein paar Bierchen gehabt und hatten es ziemlich luestig. Wir holten uns je ein Glas Weisswein und hatten das Glueck, ein Oppossum direkt vor der Nase begruessen zu duerfen. Es hockte gemuetlich auf dem Baum vor dem wir sassen und frass genuesslich vor sich hin.

Nachdem das Opossum wieder verschwunden war, liessen uns von der guten Musik anstecken. Im Innern der Bar spielte eine 2-koepfige Liveband, die es wirklich im Griff hatte. Aus diesem Grund tanzten wir uns die Beine aus dem Leib und blieben wir bis die Musik versiegte und das Pub geschlossen wurde. Als ich dann um 2h das Zimmer betrat, war erstaunlicherweise noch das Licht an. Die eine Zimmergenssin war noch immer am Packen, machte aber Schluss als ich ins Bett wollte. Seltsam war noch, dass bereits eine andere Zimmergenossin im Bett lag und offensichtlich schlafen wollte, sie aber fuer jene nicht aufgehoert hatte. Naja, egal, es war zu spaet, um sich darueber Gedanken zu machen und ich war einfach froh, dass es nun dunkel war!...

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