Shopping Centre, Kamera und Line Dancing (22.7.08)

An jenem bewoelkten Morgen erwachte ich bereits um 7.15 Uhr. Ich las noch bis um 8h und stand dann auf. Zum Zmorge gab es ein mit Ei ueberbachenes, suesses Brot, welches sehr gut war. In der Schweiz kennt man dies auch unter einem speziellen Namen, den ich aber leider vergessen habe.

Bis um 10.15 Uhr las ich noch "Sophies World" fertig, checkte meine Mails und durchstoeberte ein Frauen-Heftchen. Dann fuhren wir zum Einkaufszentrum, wo Urs's Firma frueher stationiert war. Dort liess ich dann meine Kamera pruefen und der nette Herr hinter der Theke gab mir dann ein Kaertchen vom Olympus-Shop im Zentrum. David und Monica dachten, es sei am besten heute noch dorthin zu gehen, da es sonst mit einer allfaelligen Reperatur knapp werden koennte. Aus diesem Grund fuhren wir dann mit dem Auto zur Lavender-MRT-Station und nahmen von dort den Zug zur City Hall. Beim Laden angekommen, stellte sich dann heraus, dass es wirklich nur das kleine Objektiv ist, das kaputt ist. Eine Reparatur wuerde voraussichtlich maximal 190$ kosten, waehrend ein neues Objektiv (neueres Modell) etwa 430$ waere. Da die Kamera meinem Stiefvater gehoert, musste ich ihn zuerst fragen. Deshalb schrieb ich ihm eine SMS und wir gingen in das nahegelegene Funan-Zentrum, in welchem man alle elektronischen Dinge bekommen kann. Nicht nur Computers und jede menge Zubehoer, auch alles fuer Kameras, MP3-players und vieles mehr.

Als mich dann Papi anrief, meinte er, dass ein neues, gleiches Objektiv in der Schweiz 310 CHF kosten wuerde. Falls Olympus also garantieren kann, dass das Objektiv bis zu meiner Abreise zurueck ist, soll ich die Reparatur machen, sonst nicht. Wir gingen also zum Shop zurueck und sie meinten, dass es moeglich sei.

Zum Zmittag gingen wir zu einem Sushi-Restaurant, wo es wieder so ein Foerderband/Modelleisenbahn-System hatte. Monica liess mich alles moegliche probieren, unter anderem auch so ein "gruusig" aussehendes Sushi mit orangen, schleimigen Stueckchen drauf. Falls ihr shcon einmal in so einem Sushi-Restaurant wart, wisst ihr wahrscheinlich was ich meine, auch wenn meine Beschreibung nicht gut ist!...

Danach gingen wir dann wieder zum Auto zurueck und fuhren durch das sogenannte Rotlicht-Viertel. Da es aber noch Nachmittag war, fielen eigentlich nur die vielen Dureng-Fruechte auf. Jene malaysischen Fruechte stinken stark und ich wuerde am Samstag sicher Gelegenheit haben, sie zu probieren. Da war ich ja mal gespannt!...

"Zu Hause" duschte ich und brannte dann ein paar Fotos auf CDs, um meine Speicherkarten etwas zu leeren.  Um 20h gingen Monica und ich dann in den Hinterhof und es stand Line Dancing auf dem Programm. Eine Frau bietet dies jeweils am Dienstag- und Donnerstag-Abend fuer die Frauen der umliegenden Bloecke an. Sie macht dies einfach aus Spass und es ist somit gratis. Es geht einfach darum, sich ein wenig zu bewegen, Spass zu haben und die anderen Frauen des Quartiers (besser) kennen zu lernen.

Fuer all diejenigen, welche sich unter "Line Dancing" nichts vorstellen koennen, hier eine kurze Beschreibung (aus Wikipedia):  Line Dance ist eine Tanzform, in der die Tänzerinnen und Tänzer alleine in Reihen vor- und nebeneinander gemeinsam tanzen. Die Tänze sind meist zu Country-Musikstücken passend choreographiert. Hier wurden auch Lieder aus China, Malaysien und anderen Laendern verwendet.

Da die meisten Frauen dies schon laenger machen, hatte ich einige Schwierigkeiten, mitzukommen. So lange die Schritte ohne Musik getanzt wurden, ging es meist noch recht gut, aber sobald die Musik startete, wurde es schwierig. Aber zumindest bei einem Lied konnte ich auch mit der Musik mithalten. Das gute beim Line Dancing ist eben, dass die Schrittfolgen immer wiederholt werden und man somit immer wieder einsteigen kann, wenn man mal aus dem Takt geraten ist.

Heute wurde ausnahmsweise auch noch ein BBQ veranstaltet, weshalb das Tanzen selber nicht ganz so intensiv betrieben wurde. Man sass dann also noch gemuetlich zusammen und es gab unzaehlige Dinge, die ich probieren "musste" und natuerlich auch wollte. Neben Chicken-Wings, Reis und Nudeln gab es auch ein relativ scharfer Tintenfisch, in einem Bananen(?)-Blatt gekocht. Zum Dessert resp. auch schon vorher beim Tanzen gab es noch mit mit Fruchtsalat gefuellte Gelee-Toertchen und Dureng-Kuchen. Durengs sind diese stark riechende (oder besser stinkende) malaysischen Fruechte, welche hier auch "Koenige der Fruechte" genannt werden. Der Kuchen stank aber zum Glueck nicht und es war ziemlich suess. 

Lilian, eine der Frauen, sagte mir dann, dass ihre Tochter Primarschullehrerin sei und nach einem Auslaender suchte, der ihre Klasse besuchen wuerde. Ihre Schueler hatten eben die Aufgabe, drei Orte in Singapore mit einer Powerpoint-Praesentation so zu beschreiben, dass ein Auslaender ihren Ort unbedingt besuchen moechte. Deshalb war sie zu diversen Hostel gegeangen, um eine/n Freiwillige/n zu finden, der/die diese Praesentationen anschauen kommt. Das Problem bisher war, dass die meisten Leute nur wenige Tage in Singapore bleiben. Da ich ja noch mehr als eine Woche hier war und dies bestimmt eine einmalige Gelegenheit war, sagte ich gerne zu.

Danach ging es dann zurueck in die Wohnung und um 24h war ich im Bett.

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