Angetrunken oder einfach zu viel Stickstoff?! (12.7.08)
Mittwoch, 23. Juli 2008

An unserem bereits letzten Morgen auf dem Schiff mussten wir um 6h aufstehen. Es stand unser Tief-Tauchgang auf dem Programm, also bis mindestes auf 21m runter. Das Ziel war aber 28m, da dort drei Lionfishs (Feuerfische) "wohnten". Falls aber jemand vorher bereits Anzeichen einer Stickstoff-Narkose zeigt, wuerden wir nicht tiefer runter gehen. Die Stickstoff-Narkose ist ein Rausch-Zustand, der entsteht wenn man in groesserer Tiefe mehr geloster Stickstoff im Blut hat. Man fuehlt sich also etwa so wie wenn man angetrunken ist und findet alles etwas lustiger als es eigentlich ist. Aus diesem Grund wir die Stickstoff-Narkose auch haeufig als "Tiefenrausch" bezeichnet.

Wir kamen ohne Probleme bis zu den Feuerfischen runter und konnten sogar zuerst ein paar Fotos von ihnen machen. Dann mussten wir aber noch den Narkose-Test machen. Dieser bestand darin, die 13 Nummernfelder auf der Schreib-Platte der Reihe nach zu beruehren, aber jeweils nach jeder Nummer noch den Nasenspitz zu beruehren. Dies war also eine Hand-Augen-Koordinations-Aufgabe. Jener Test hatten wir gestern bereits im Boot und im "nuechternen" Zustand gemacht und nun hiess es, die beiden Zeiten zu vergleichen. Gestern hatte ich 12s gebraucht und heute waren es 14s, also gar nicht so schlecht, wuerde ich meinen!

Da man in groesserer Tiefe viel schwerer atmet, verbraucht man die Luft viel schneller und hat somit viel kuerzere Bodenzeiten. Man merkt zwar nichts beim Atmen, aber die Luftanzeige neigt sich viel schneller dem Null resp. 50 Bar zu. Aus diesem Grund waren wir also bald wieder zurueck und es war Zeit fuer das Fruehstueck.

nach dem Essen arbeiteten wir gemeinsam die Adventure Diving Kapitel ueber "Unterwasser-Fotographie" und "Naturalist" durch, da dies die Thema fuer unseren naechsten Tauchgang war. Da wir so tief hinunter gegangen waren, mussten wir mindestens 2h warten bis wir wieder ins Wasser durften. Aus diesem Grund hatten wir nun nur noch diesen einen Tauchgang, waehrend die anderen (die Erfahrenen und alle PADIs, welche den Adventure nicht machten) bereits kurz nach dem Fruehstuekc wieder tauchen gingen und danach nochmals Zeit fuer einen zweiten (resp. dritten) Tauchgang hatten.

Um 10.30 war es dann aber auch Zeit fuer uns und es hiess "Fotos machen". Wir waren nur noch in sehr wenig tiefem Wasser und machten uns dort aber auf die Suche nach dem echten Nemo, also genau der Clownfish-Art, zu welche Nemo dazu gehoert. Wir fanden dann auch ein paar herzige Nemos und konnten nun auch endlich Fotos davon machen. Da ich aber nur eine Film-Unterwasserkamera hatte, weiss ich leider bis heute noch nicht, ob die Fotos gut wurden. Ich hoffe einfach, dass es auch ein paar gute darunter hat!...

Etwa um 12h gab es dann Mittagessen und danach ging es zurueck nach Cairns. Die Rueckfahrt dauerte etwa 3h volle Stunden und ich machte es mir nun auf dem oberen Deck gemuetlich. Da wir nun mit dem Wind fuhren, war es nicht mehr ganz so wacklig wie auf der Hinfahrt. Ausserdem war es nun relativ sonnig und nicht mehr ganz so bewoelkt wie waehrend den letzten zwei Tagen. Es war wie als wenn sich das Great Berrier Reef noch mit dem schoenen Wetter von uns verabschieden wollte!...

Ca. um 15.30 Uhr waren wir wieder beim Hafenund kurz darauf beim ProDive-Shop. Wir fassten wieder all unser Gepack und Jay und Sandra brachten die Leute wieder zu ihren Unterkuenften. Da ich ja bei Jay uebernachtete, musste ich warten bis alle Leute abgeladen waren und dann mussten wir noch den Bus zum Trainingszentrum zurueck bringen. Da wir beide etwas hungrig waren, fuhr er noch zum McDrive und wir bestellten uns je ein Menu. Endlich in seiner Wohnung angekommen, lernte ich die Freundin seines Mitbewohners kennen. Danach versuchte ich nochmals, Qantas zu erreichen. Dieses Mal wollte ich wirklich warten bis jemand abnahm und dies dauerte (glaub es oder nicht) ueber 45min. Als sich dann tatsaechlich eine Stimme meldete und nicht mehr das Band lief, welches ich mittlerweile in- und auswendig kam, war ich sehr ueberrascht. Mit dem Flug sei alles ok, vom Extra-Tauchgepaeck wollte der liebe Herr aber leider nichts wissen. Ich muesse es morgen beim Einchecken mit einem Ausdruck beweisen, wenn ich Ansrpuch darauf haben moechte. Er wisse aber, dass auf der Homepage nichts dergleichen steht. Da ich wahrschienlich keine Moeglichkeit mehr hatte, aufs Internet zu kommen, musste ich es halt darauf ankommen lassen.

da alles so lange gedauert hatte, hatte ich nun nur knappe 45min, um zu versuchen, zu etwas Schlaf zu kommen. Obwohl ich extrem muede war, (oder ev. gerade deswegen,) konnte ich nicht einschlafen. Es schaukelte immer noch alles wie auf dem Boot und sobald ich die Augen zumachte, sah ich Wasser und Taucher und so. Ich konnte also ueberhaupt nicht abschalten und war irgendwie immer noch im Wasser.

Eigentlich hatten wir gesagt, dass wir etwa um 19.30 Uhr losgingen, aber es wurde dann 19.45 Uhr bis wir uns ein Taxi bestellten. Anstatt um 20h waren wir dann erst etwa um 20.15 beim "Rattle and Hum". Alle Teilnehmer vom Boot waren bereits seit einiger Zeit dort, von der Crew war Jay aber der erste. Anscheinend war noch ein wichtiges (Football-?)Spiel, welches die Jungs noch schauen mussten.

ich hatte mir eine Lachs-Pizza bestellt, was sich aber im Nachhinein als nicht so schlau herausstellte. Die Pizza war zwar gut, aber ich musste fast eine Stunde darauf warten. Allen, die eine Pizza bestellt hatten, ging es zumindest gleich, aber ich war halt die letzte gewesen, die bestellt hatte. Naja, ich bin auf jeden Fall nicht verhungert!

Etwas spaeter verschoben sich dann die meisten ins P.J.s, dem irishen Pub. Dort hatte es zur freude der Maenner ein paar Tanz-girls, aber es wurden dann auch ein paar Tanz-Wettbewerbe fuer maennliche und weibliche gaeste veranstaltet. man konnte sich also melden und auf der Buehne zu einem Song tanzen und hoffen, dass dies die anderen gaeste gut finden. Ein girl hatte es wirklich im Griff, aber all die anderen (vielen!) Maenner und frauen waren wohl eher peinlich als etwas anderes. Ein Junge (ich muss es so sagen) liess sogar seine Hosen runter und noetigte uns, seine farbigen, engen Unterhosen zu sehen, waehrend er dann sogar umkippte. Naja, dieser Typ hatte definitiv viel zu viel Alkohl gehabt!

Wir machten uns lustig ueber das Gesehene und tanzten lieber auf dem Boden. dabei machte sich dann Dirk, der deutsche Koch, an mich ran, aber ich blockte ab. Ich moechte hier, am anderen Ende der Welt, definitiv nichts anfangen, vor allem nicht, wenn ich am naechsten Tag abreise. Und alle, die mich kennen, wissen ja auch, dass ich nicht der Typ fuer einen One-Night-Stand bin.

Als sich dann nach 2h die meisten auf den Heimweg machten, konnte ich leider Jay nirgends mehr finden. Ich suchte noch eine Weile herum und versuchte, ihn anzuruefen, aber er nahm nicht ab. Wahrscheinlich hoerte er das Telefon nicht. Da ich nicht laenger alleine herumstehen wollte, bestellte ich mir kurz nach 2.30 ein Taxi. Er hatte mir die Adresse genau aufgeschrieben und mir einen Schluessel fuer seine Wohnung gegeben. So war dies also kein Problem, auch wenn ich mir gerne die 19$ fuer den Weg gespaart haette. Dies war eigentlich auch der Grund gewesen, weshalb ich trotz extremer Muedigkeit so lange geblieben war. Nun hatte ich aber definitiv genug und ich fiel dann um 3.15 erschoepft ins Bett.

 


PADI-Zertifikat, verpasste Waale und Night-Dive (11.7.08)
Mittwoch, 23. Juli 2008

An jenem Morgen wurden wir um 6.30 Uhr geweckt. Um 7h mussten wir uns bereits bereit machen und nun war es wirklich "gruusis", in den "Wetsuit" zu steigen. Als wir nun ins Wasser sprangen, hatte ich so etwas wie eine kleine Panik-Attacke. Ich weiss auch nicht genau weshalb, aber irgendwie hatte es gerade zu viele Wellen und es ging mir einfach alles ein wenig zu schnell. Warren und Jay beruhigten mich und wir gingen dann so schnell wie moeglich unter Wasser. Sobald ich mehr als einen Meter unter Wasser war, war alles wieder ok und dann ich fuehle mich auch wohl, aber an der Oberflaeche war es mir heute einfach nicht geheuer. Naja, ich beruhigte mich auf jeden Fall und wir gingen auf 17m runter. Mit dem "Open Water Diver", dem Zertifikat, welches wir hier machten, darf man mit einem Buddy bis 18m Tiefe tauchen und braucht keinen Tauchlehrer mehr. Wir mussten aber zuerst noch ein paar Skills bestehen. Das schlimmste fuer diesen Tauchgang war das "totale fuellen der Taucherbrille und danachige Entleeren".  Dafuer kamen wir bei den suessen "Tannenbaeumchen" vorbei und konnten davor (wie beim ReefTeach gelernt) mit den Haenden wedeln und die Reaktion beobachten.

Zurueck auf dem Boot gab es dann ein super Fruehstuck: Neben Muesli, Joghurt, Toast und so etwas wie Pancakes gab es auch Ruehrei mit Speck. Mmh, war das gut und alle Sorgen waren vergessen. Danach ging es dann bald auf zum naechsten Tauchgang, unserem letzten fuer das Zertifikat noetigen. Dies hiess auch, dass wir nun alle Skills beenden mussten, also auch das "Entfernen der Taucherbrille". Es brauchte einige Ueberwindung und mir schmerzten danach die Nase und die Augen, aber ich hatte es geschafft! Wir hatten es alle geschafft und waren nun nach PADI zertifizierte Open Water Divers; juhuu!

Nach dem Mittagessen gab uns Arik (verantwortlich fuer alle erfahrenen Taucher) Tipps, wie man unter Wasser gute Fotos machen kann. Offensichtlich sollte man dabei nicht gerade ausatmen, da man sonst nur Blasen auf dem Foto hat, aber er vermittelete uns z.B. auch den richtigen Blitz-Einsatz und zeigte uns seine besten Schnapp-Schuesse. darunter war natuerlich auch ein gestochen scharfes Portrait von einem Nemo und einer Schildkroete!

Danach hatten wir noch etwas mehr als eine halbe Stunde Zeit, weshalb ich mich hinlegte. Wir haetten eigentlich kurz nach 14h fuer das Briefing geweckt werden sollen, aber als ich dann etwa um 14.20 Uhr erwachte, war das Boot fast leer. Neben Abby, meiner Zimmergenossin und "Buddy" aus England, war gerade nur noch Andrew (ebenfalls England) zu sehen. Er fand heraus, dass alle anderen bereits im Wasser waren resp. gerade reinsprangen, da sie Waale gesehen haetten und mit ihnen tauchen/schnorcheln gehen wollten. Anscheinend hatte Arik an alle Tueren geklopft und wir hatte es einfach nicht gehoert. Da ich Musik gehoert hatte, kann dies shcon sein und Abby war nicht fit, da sie Probleme mit einem Zahn hatte. Aus diesem Grund blieb sie dann auch im Bett und hoffte, dass es bis zum Abend besser wuerde, so dass sie zumindest beim Nacht-Tauchen dabei sein konnte.

Andrew und ich beschlossen also, zusammen das Abenteuer "erster alleiniger Tauchgang" zu wagen und liessen uns von Sandra (Tauchlehrerin der deutsch-schweizerischen Gruppe) das Briefing nachholen. Wir hatten zwar die Waale verpasst, aber zumindest konnten wir doch noch ins Wasser. Da wir nun zertifizierte Taucher waren, durften wir auch die Kamera mitnehmen. Wegen dem vielen Knipsen kamen wir zwar nicht wirklich weit und sahen somit auch nicht wirklich etwas Aussergewoehnliches, aber wir genossen es dennoch. Das Gute war auch, dass es so nicht wirklich sehr schwierig war, wieder zum Boot zurueck zu finden. Aber da unter Wasser doch alles ganz anders aussieht als auf den gezeichneten Skizzen, waren wir trotzdem stolz auf uns, ohne Hilfe zurueck zum Boot zu finden.

Danach durfte ich das Schiff-Telefon benutzen, um meinen Flug zu bestaetigen resp. Qantas mitzuteilen, dass ich nun eine Tauch-Ausruestung habe und somit vom zusaetzlichen Freigepaeck Gebrauch machen wollte. Soweit kam es aber gar nicht, da sie mich (mal wieder) fuer fast eine halbe Stunde in der Warteschleife liessen. Schon vorgestern Abend wartete ich ueber 15min und gab dann auf. Hier konnte ich ja auch nicht den Akku des Notfall-Telefons verschwenden und daher verschob ich es dann halt auf Samstag-Abend bei Jay.

Inzwischen hatte Jay bereits mit der Theorie fuer den Adventure Dive Course angefangen. Dieser konnte nun fuer 150$ zusaetzlich gemacht werden und erlaubt den Absolventen einen Tauchgang bis zu 30m Tiefe. Da wir hier schon fuer Essen und das Boot bezahlt hatten, konnte man diesen Kurs nun fuer viel weniger Geld machen als wenn man es irgendwann spaeter machen will. Dieser Kurs beinhaltet keine wirklichen Skills mehr, sondern einfach einen Tieftauchgang (28m), einen gefuehrten Nacht-Tauchgang plus einen speziellen, weiteren Tauchgang. Hier konnte man zwischen "Fotographie" (30 moeglichst schoene Fotos machen), "Boot" (vom Schiff tauchen und etwas ueber Boote erfahren) und "naturalist" (10 verschiedene Fische benennen plus 5 verschiedene Korallen) waehlen. Da wir ja bereits immer vom Schiff her ins Wasser gingen, war dies fuer uns keine wirkliche Alternative. Obwohl ich eine Biologin bin, entschied ich mich fuer "Fotographie", aber dies war sowieso erst fuer morgen geplant.

Nach der Theorie-Stunde gab es Lasagne zum Znacht und danach fand das Briefing fuer den Night-Dive auf dem Programm. Wir lernten unter anderem, wie man sich nun im Dunkeln mit seinem Buddy unterhaelt und bekamen alle einen Leucht-Stick, so einer, welcher man manchmal in den Discos bekommt. Dieser wurde an den Tank befestigt und um 19.30 Uhr sprangen wir dann mit Taschenlampe ins Wasser. Erstaunlicherweise hatte ich nun ueberhaupt keine Angst mehr an der Oberflaeche, aber das Meer war nun auch relativ ruhig. Unter Wasser sahen wir dann viele Stingrays (Stachel-Rochen), welche meistens so mit Sand zugedeckt waren, dass man nur noch die Augen sah. Das Highlight des Abends (und wahrschienlich auch Tages) war dann Brian. Brian ist eine etwa 150-jaehrige Gruene Meeresschildkroete und wirklich riesig. Wenn ihr euch die groesste Schildkroete vorstellt, welche ihr bisher gesehen habt, dann fuegt sicher mal noch die haelfte dazu. Brian ist wirklich riesig! Wenn man zuerst zu seiner Hoehle kommt, meint man, es sei gar nichts dort, sondern einfach ein grosser Felsen. Fann merkt man dann aber, dass dies die Schildkroete ist!...

Bevor wir wieder auftauchten, verdunkelten wir unsere Taschenlampen fuer ein paar Minuten, um die Haie, welche jeweils ums Boot herumschwirren, etwas zu tauschen. Sie wussten zwar ganz genau, dass wir da waren, aber auf jenen Fall konnten wir danach wirklich einen relativ nahe sehen. Aber keine Angst, hier hat es keine Weissen Haie, sondern nur gewoehnliche Reef-Sharks, welche Tauchern normalerweise aus dem Weg gehen.

Zurueck auf dem Boot waeren eigentlich Spiele auf dem Programm gestanden, aber es waren schon einige ins Bett gegangen uns so schwatzte man halt einfach noch miteinander ueber das Erlebte. Etwa um 22h fiel ich dann erschoepft ins Bett.


Great Barrier Reef, wir kommen! (10.7.08)
Mittwoch, 23. Juli 2008

An jenem Tag war es fast (!) eine freude, um 5.40 Uhr aufzustehen. Da die reception noch nicht offen war, musste ich meinen Schluessel hinter dem Haus deponieren und meine Bettwaesche auf dem Bett lassen. Punktlich um 6h kam dann Jay angefahren und nachdem wir alle weiteren "Kandidaten" aufgeladen hatten, fuhren wir alle zum ProDive-Shop. Dort konnte ich mein grosser Rucksack deponieren und wir mussten unser Tauch-Gepaeck auf den Lieferwagen hiefen. Danach ging es ab zum Hafen, wo wir dann auch puenktlich um 7h waren. Bis das Schiff dann aber tatsaechlich losfuhr, ging es noch etwa 20min, aber alles lief soweit nach Plan. Wahrend den ersten 45min recht ruhigen Fahrt assen wir Zmorge und wurden ueber alle wichtige Dinge an Bord informiert. Als wir dann das sichere Wasser verliessen, liefen alle sehr schnell nach draussen an die frische Luft. Obwohl die meisten Anti-Seekrankheit-Tabletten geschluckt hatten, mussten sich einige doch tief ueber die Reeling beugen!... Mir ging es soweit gut, ich konnte einfach nicht drinnen sein. Aja und in der Naehe eines "Kotzenden" (sorry fuer den Ausdruck!) konnte ich auch nicht sein, da ich sonst nur schon vom Zusehen und dem Gestank ebenfalls erbrechen musste.

Um 10h mussten wir uns dann langsam bereit machen, also in die herrlich kalt-feuchten Neoprenanzuege schluepfen. Das es aber das erste Mal war, war es nicht ganz so schlimm wie spaeter, wenn sie dann richtig nass und kalt sind. Auf jeden Fall gingen wir um 10.30 dann ins Wasser und hatte zimlich hohe Wellen. es war mir schon nicht so geheuer an der Oberflaeche, aber sobald wir unter Wasser gingen, war es besser. Dennoch verbrauchte ich wohl schon ungewohnt viel Sauerstoff nur fuer den ersten Meter!...

Unser erster Tauchgan im Meer dauerte 38min und wir mussten zum Glueck nicht wirklich skills absolvieren, sondern einfach mal die neue Umgebung geniessen. Dies war dann auch super und wir sahen neben unzehligen Fischen auch ein paar Seegurken. Ich war recht ueberrascht ueber die Groesse, da ich mir die irgendwie von den Vorlesungserzaehlungen viel kleiner vorgestellt hatte. Einige waren ueber 30cm lang und etwa 10cm dick.

Zurueck auf dem Boot durften wir uns fuer maximal 30s das Salzwasser abduschen und danach mussten wir uns jeweils etwas trochenes anziehen, da wir sonst nicht ins Innere durften. Falls man also mal seine trockenen Kleider vergisst, muss man wohl oder uebel nackt durchs ganze Esszimmer laufen!

Als alle (auch die erfahrerenen Taucher) zurueck auf dem Schiff waren, gab es dann Zmittag und danach wurden wir von Jay fuer ein Briefing zusammengerufen. Wir lernten, wie man ein Tauch-Logbuch fuehrt und wurden ueber den kommenden Tauchgang informiert. Um 14.30 Uhr ging es dann bereits wieder ins Wasser und nun standen doch ein paar Skills auf dem Programm. Zum Glueck war es aber noch nichts mit der Taucherbrille und so schfften wir alle, was wir mussten. Zur Belohnung durften wir dann sogar eine Wasserschildkroete streicheln. Dies war sicher mal der Hoehepunkt des Tages!

Nach dieses Mal bereits 42min unter Wasser hiess es dann wieder Dusche und umziehen. Danach gab es ein Stueck super-leckerer Schoggi-Chueche und alle waren happy. Dirk, der Koch (Deutscher), und Zoe, die Tochter vom Skipper Zack, hatten wirklich ein Wunder verbracht.

Nachdem wir erneut das Logbuch ausgefuellt hatten, ginge die erfahrenen taucher auf einen weiteren Tauchgang. Als noch nicht zertifizierte Taucher duerfen wir noch nicht mehr als 2 Tauchgange pro Tag machen, weshalb wir einfach nur schnorcheln gehen durften. Hierfuer war ich aber zu muede. Nach dem Essen ging ich dann auch frueh ins Bett (21h), da wir morgen einen langen Tag vor uns hatten.

 


So schnell wird man ueber 800$ los (9.7.08)
Dienstag, 22. Juli 2008

Am zweiten Tauchtag musste ich bereits um 6.30 Uhr aufstehen. Durch meine Zimmergenossin hatte ich gestern Abend erfahren, dass im Hostel Fruehstueck inbegriffen ist, es aber nicht wirklich viel hergibt. Da meine Essensreserven aufgebraucht waren, ging also zur Reception und nahm zwei Scheiben Toast, ein wenig Butter und Konfituere plus ein Plastikbecher mit einem Teebeutel in Empfang.

Um 7.20 Uhr wurde ich dann wieder von ProDive abgeholt. Im Trainingszentrum wurden uns zuerst die neusten Trends in der Tauchausruestung vorgestellt und wir bekamen Tipps, um fuer uns die passende Ausruestung zu finden. Danach ging es ab in s Wasser und wir mussten die letzten "Skills" absolvieren. Zum Dessert konnten wir dann noch die guten Taucherbrillen, Schnorchel und Flossen ausprobieren, also eine Probefart mit den "Ferraris" machen. Es war schon ein grosser Unterschied zu den billigen Sachen!...

Danach teilte mir Jay mit, dass ich nun einen Platz auf dem Schiff haette, wenn ich wollte. Ich hatte eben aus der Schweiz einen 4-taegigen Tauchkurs gebucht und hier waren nun alles Leute, die einen 5-taegigen Kurs gebucht hatten, da dies bei ProDive eigentlich normal waere. Ich haette ab morgen zwei eintaegige Touren ins Great Barrier Reef gehabt, waehrend alle anderen fuer 3 Tage aufs Boot gingen und dort auch uebernachteten. Nun konnte ich also fuer "nur" 130$ Dollar mit all den Leuten und Instruktoren zusammen bleiben, welche ich jetzt schon kannte, kam zu etwa doppelt so vielen Tauchgaengen inklusive einem Nachttauchgang und musste mich fuer drei Tage nicht um Essen und Unterkunft kuemmern. Aus diesen Gruenden sagte ich also zu und war freute mich auf das grosse Abenteuer.

Fuer das Mittagessen fuhren wir ins Stadtzentrum und gemaess Jay's Backpacker-Tipp fuellten wir uns beim besten Chinesen die groesste Lunchbox, um so auch noch einen guenstigen Znacht zu haben. Danach ging es zur Apotheke, um Anti-Reisekrankheit-Pillen zu holen und anschliessend zum Tauch-Shop. Ja und dort gab ich dann knapp 650$ fuer eine Taucherbrille, einen Schnorchel, Tauchschuhe, Flossen und ein sogennantes Sharkskin aus. Dieses ist aussen aehnlich wie ein Neoprenanzug, innen aber mit Fleece ausgestattet und gibt sehr warm. Anscheinend sei es fuer spaeter auch zum Skifahren sehr geeignet und nicht nur fuer Wassersports. Naja, auf jeden Fall war es sehr hart, so viel Geld ausgeben zu "muessen", aber ich wollte auch keine undichte Taucherbrille haben, vor Kaelte zittern muessen, oder schon nach dem ersten Tauchgang Blattern an den Fuessen haben. Ausserdem kann man diese "Software" ja auch in allen Ferien zum Schnorchel brauchen, oder allenfalls auch in einem schweizer See oder so.

Nach dem grossen Einkauf fuhren wir zurueck zum Trainingszentrum. Wir arbeiteten noch die Fragen zum letzten Kapitel durch und checkten unsere Hausaufgaben. Dann stand die grosse Abschlusspruefung auf dem Programm. Jay half uns bei den schwierigen Fragen ein wenig auf die Spruenge und so war das Ganze dann keine Hexerei. Danach machte uns Jay mit dem Tagesprogramm der naechsten drei Tage gluschtig und ich war froh, dass ich mit all den Leuten zusammen bleiben konnte und wusste, was mich am naechsten Tag so erwartet.

Die meisten anderen wurden in der City abgeladen, da wir alle um 18.30 zum ReefTeach gehen wollten. Jay kam mit mir zu meinem Hostel, da sie meine bereits gezahlte Nacht von Freitag auf den Samstag nicht auf den Samstag umbuchen wollten. Sie sagten, dass man Naechte mindestens 48 Stunden vorher absagen muesse und waren darin sehr stur. Jay meinte, dass dies nicht wirklich kundenfreundlich sei und kam nun deshalb mit mir. Die Receptionistin ging zum Chef ins Buero und jener "getraute" sich nicht mal hinaus. Die arme Frau musste also mehrmals hin und her gehen und alle Leute hinter uns mussten warten, da sich der Chef nicht mal zeigte. Es gab kein Pardon und ich verlor also meine bereits (durch Peter Pan) bezahlte Nacht und haette fuer den Samstag nochmals bezahlen muessen. Dies war Jay dann zu viel und er bot mir an, stattdessen bei ihm zu uebernachten. Letzte Woche haette auch ein Tauch-Schuelerin mehrere nachte bei ihm in der Wohnung geschlafen, da sie kein Geld mehr fuer ein Hostel hatte. Nach dieser Enttaeuschung fuhr er mich zurueck ins Zentrum und ich kam gerade noch rechtzeitig fuer s ReefTeach.

Das ReefTeach ist eine Vereinigung von mehreren Meeresbiologen, die sich zum Ziel gesetzt haben, die Leute ueber das Reef und seine Lebewesen zu informieren, so dass jene mehr von ihrem Tauchgang resp. Schnorcheltripp haben, aber auch genau wissen, wie sie sich verhalten sollen. Es wird einem also gesagt, dass man generell nichts anfassen darf und soll, aber man z.B. bei den "Tannenbaeumchen" an den Korallen einen Farbwechsel beobachten kann, wenn man davor mit den Haenden wedelt. jene ziehen sich dann zuerst zurueck und kommen dann langsam wieder zum Vorschein. Man lernt, dass man die haeufigsten Fische in 7 Gruppen einteilen kann und so recht gut durchkommt, auch wenn hier die meisten Fische auf der ganzen Welt an einem Flecken leben.

Des Weiteren wird man auch von allem Giftigen und Gefaehrlichem gewarnt, aber es wird z.B. auch die Angst vor Sting Rays (Stachel-Rochen) gemildert. Ausserdem wird einem die wahre Geschichte von Nemo erzaehlt und zwar das, was man den Kindern im Film nicht wirklich antun konnte: Nemo gehoert ja zu den Anemonenfischen resp. zu den Clownfischen und bei diesen Tieren herrscht das Matriarchat. Das Weibchen ist das groessere Individuum und wenn es stirbt, dann wandelt sich das Maennchen zum Weibchen um. Als im Film also Nemo's Mutter stirbt, haette eigentlich sein Vater zur neuen Mutter werden sollen!... Naja, nicht wirklich so einfach, einem kleinen Kind zu erklaeren, oder?!

Es waren auf jeden Fall zwei sehr interessante Stunden und nun konnten wir es echt nicht mehr erwarten, zum great Barrier Reef zu kommen. Ich kaufte mir dann auch noch eine Unterwasserkamera fuer 34$ plus einen Ersatzfilm. Danach schaffte ich es auf den 21.05-Bus zum Hostel, wo ich dann noch packen musste. Ca. um 22.45 Uhr ging ich dann ins bett.

 


Tauchen und was es alles dazu braucht (8.7.08)
Montag, 21. Juli 2008

An diesem Morgen musste ich um 7.15 Uhr aufstehen, da ich um 8.10 von ProDive resp. von Jay, meinem Instruktor, abgeholt wurde. Ich hatte den Kurs in Englisch gebucht, wurde aber beim Einschreiben gefragt, ob ich zur deutsch-sprachigen Klasse wechseln wollte, da sie dort noch einen Platz frei haetten. Ich entschied mich aber dagegen und war somit zusammen mit 5 Hollaendern, einem kanadischen Paarchen, zwei Englaendern und einer Englaenderin. In der anderen Gruppe waren es zwei deutsche Paarchen, ein schweizer Paarchen und zwei Walliser.

Der ganze Morgen verbrachten wir damit, uns die Theorie des Tauchens und die wichtigsten Regeln und Voraussetzungen in die Koepfe zu haemmern. Dies machten wir mit Hilfe von einem Buch und diversen DVD-Ausschnitten. Danach mussten wir uns medizinisch testen lassen, was schon mal 50$ kostete. Fuer das sandwich mussten wir dann auch noch 7.50$ bezahlen, aber davon hatte mich auch shcon Cassey "gewarnt".

Nach dem Essen fassten wir unser Tauchmaterial und lernten, wie man alles vorbereitet und zusammensetzt. Nach einem "Buddycheck", dem Pruefen aller Ausruestung des Tauch-Partners (bei mir war es Martin), begaben wir uns ins Schwimmbecken. Zum Glueck war das Wasser 31 Grad warm und so war zumindest die Wassertemperatur kein Problem. Einige der "skills" (Faehigkeiten und Fertikeiten) waren hingegen schon anspruchsvoll und vor allem das "Entfernen der Maske unter Wasser" hasste ich. Und hier war es ja entsalztes Wasser, also lange nicht so schlimm wie es dann im Meer sein wuerde!...

Etwa um 17h durften wir duschen gehen und wurden zurueck zu den Hostels gebracht. Wir hatten hausaufgaben bekommen und ich brauchte auch noch ein wenig Zeit, um alles zu rekapitulieren. Da ich ein deutsches Buch hatte, Jay aber alle Fragen auf Englisch stellte, brauchte ich ein wenig mehr Zeit, um alles mitzubekommen.

Ich ging dann mit dem 19h-Bus ins Stadtzentrum und lernte ein wenig fuer meine Pruefung am naechsten Tag, waehrend ich auf Bianca wartete. Wir gingen mal wieder zur Rhino-Bar um gratis Znacht zu essen. Heute nahm ich Chicken Tandoori, was recht gut war. Da es zu regnen angefangen hatte, schlenderten wir ein wenig im Nacht-Markt herum und ich ging dann mit dem 21.05-Bus zurueck zum Hostel. Da ich noch immer nicht mit der Vorbereitung fertig war, lernte ich noch bis kurz nach 23h und ging dann endlich ins bett.


Tauchen und was es alles dazu braucht (8.7.08)
Montag, 21. Juli 2008

An diesem Morgen musste ich um 7.15 Uhr aufstehen, da ich um 8.10 von ProDive resp. von Jay, meinem Instruktor, abgeholt wurde. Ich hatte den Kurs in Englisch gebucht, wurde aber beim Einschreiben gefragt, ob ich zur deutsch-sprachigen Klasse wechseln wollte, da sie dort noch einen Platz frei haetten. Ich entschied mich aber dagegen und war somit zusammen mit 5 Hollaendern, einem kanadischen Paarchen, zwei Englaendern und einer Englaenderin. In der anderen Gruppe waren es zwei deutsche Paarchen, ein schweizer Paarchen und zwei Walliser.

Der ganze Morgen verbrachten wir damit, uns die Theorie des Tauchens und die wichtigsten Regeln und Voraussetzungen in die Koepfe zu haemmern. Dies machten wir mit Hilfe von einem Buch und diversen DVD-Ausschnitten. Danach mussten wir uns medizinisch testen lassen, was schon mal 50$ kostete. Fuer das sandwich mussten wir dann auch noch 7.50$ bezahlen, aber davon hatte mich shcon Cassey "gewarnt".

Nach dem Essen fassten wir unser Tauchmaterial und lernten, wie man alles vorbereitet und zusammensetzt. Danach ging es erstmal ohne Ausruestung ins 31 Grad warme Wasser. Wir mussten zuerst 200m schwimmen (16 Pool-Laengen) und uns danach fuer 10min im tiefen Bereich aufhalten. Wahrend wir uns moeglichst energiesparend ueber Wasser hielten, mussten wir uns dem zweiten Instructor, Warren, vorstellen.

Anschliessend quetschten wir uns in den sexy Neoprenanzug und setzten unser Tauchzeugs ein weiteres Mal zusammen. Nach dem "Buddycheck", dem Pruefen aller Ausruestung des Tauch-Partners (bei mir war es Martin), begaben wir uns wieder ins Schwimmbecken. Nun hiess es, gewisse "skills" (Faehigkeiten und Fertikeiten) zu ueben zu erlangen. Viele waren recht trivial wie z.B. "Regulator (Mundstueck) kurz entfernen und danach reinigen", aber einige waren schon anspruchsvoll, wie z.B. das "fuellen und entleeren der Taucherbrille". Das "Entfernen der Maske unter Wasser" war dann das Schlimmste. Ich hasse es, Wasser in der Nase zu haben, auch wenn es hier ja zumindest entsalztes Wasser war. Im Meer wuerde es dann noch shclimmer sein, auch noch fuer die Augen!...

Etwa um 17h durften wir duschen gehen und wurden zurueck zu den Hostels gebracht. Wir hatten hausaufgaben bekommen und ich brauchte auch noch ein wenig Zeit, um alles zu rekapitulieren. Da ich ein deutsches Buch hatte, Jay aber alle Fragen auf Englisch stellte, brauchte ich ein wenig mehr Zeit, um alles mitzubekommen.

Ich ging dann mit dem 19h-Bus ins Stadtzentrum und lernte ein wenig fuer meine Pruefung am naechsten Tag, waehrend ich auf Bianca wartete. Wir gingen mal wieder zur Rhino-Bar um gratis Znacht zu essen. Heute nahm ich Chicken Tandoori, was recht gut war. Da es zu regnen angefangen hatte, schlenderten wir ein wenig im Nacht-Markt herum und ich ging dann mit dem 21.05-Bus zurueck zum Hostel. Da ich noch immer nicht mit der Vorbereitung fertig war, lernte ich noch bis kurz nach 23h und ging dann endlich ins Bett.


Regen, Internet und Aussi-BBQ (7.7.08)
Montag, 21. Juli 2008

An jenem stark bewoelkten Morgen stand ich um 8.45 Uhr auf. Ich wollte mir ein Besteck- und Geschirr-Set bei der Reception holen, aber leider hatten sie keines mehr zur Verfuegung. So musste ich mein Toast also mit einem Plastikloeffel streichen und hatte keine Tasse fuer etwas zu trinken. Als ich auf den 10h-Bus wartete, begann es zu regnen. Cassey, welche gerade ausgecheckt hatte, sagte mir dann, dass sie gelesen haette, dass heute vorerst kein Shuttle-Bus faehrt, da jener in der Reperatur war. Dies hiess nun also bei Regen ins Zentrum laufen. Zum Glueck hoerte es aber auch mal wieder auf mit regnen und so wurde ich nicht wirklich nass. Es zog sich dann aber doch recht hin und ich war erst knappe 45min spaeter beim Peter Pans. Dort verbrachte ich 2.5 Stunden vor dem Internet, da man bei einem so regnerischen tag ja e nicht viel anderes machen kann. Ausserdem war hier das Internet so guenstig wie nirgends sonst, was mir die Gelegenheit bot, mit meinem Blog nachzuholen.

Als ich um 13.30 Uhr vom Computer aufstand, traf ich Bianca, welche nun alleine unterwegs war. Anna war heute Morgen abgereist und so veranredeten wir uns fuer ein Aussi-BBQ am Abend. Das Hostel Tropic Days veranstaltete anscheinend ein Barbeque fuer nur 12$, wo man neben Kangaroo-, auch Krokodil- und Emu-Fleisch probieren konnte. Ich hatte zwar schon alles probiert, wollte aber trotzdem mitkommen.

Zum Zmittag holte ich mir um die Ecke eine Lunchbox mit Sweet and Sour Pork und einem anderen Fleisch mit Austern-Sauce. So musste ich nicht in den Regen hinaus und konnte schnell wieder zum Peter Pans zurueck. In der Zwischenzeit hatten aber viele Leute gemerkt, dass dies ein perfekter Internet-Tag ist, weshalb ich mehr als eine halbe Stunde warten musste. In der Zwischenzeit gab ich aber 3 deutschen girls ein paar Reisetipps fuer die Ostkueste, was die Zeit schneller vergehen liess.

Nach weiteren knapp 3.5 Stunden Internet machte ich mich auf zum Busbahnhof. Dort wuerde uns anscheinend der Shuttle-Bus vom Tropic Days Hostel um 18.15 Uhr abholen. Leider wusste ich aber nicht genau an welchem Stopp der Bus kommen wuerde und ich konnte Bianca nirgends sehen. Ich konnte sie auch nicht per SMS oder Telefon erreichen und so wurde ich ein wenig nervoes. Der besagte Bus kam dann aber um 18.20 Uhr genau dorthin, wo ich gewartet hatte, aber von Bianca und ihren beiden Freunden war noch immer keine Spur. Die Fahrerin war nicht gerade begeistert, dass sie warten musste und ich sagte ihr dann, dass sie halt abfahren solle. Genau in diesem Augenblick bekam ich aber die Meldung, dass das vorherige SMS angekommen sei und shcloss daraus, dass Bianca ihr Natel eingeschaltet hatte resp. Empfang hatte. So rief ich sie also an und hatte sie endlich in der Leitung. Sie hatten auf der anderen Seite des Platzes, bei den Taxis, gewartet und als ich ihr sagte, dass der Bus beireits seit einiger Zeit hier war, kamen nun zu uns gerannt. Das war knapp!

Bianca hatte noch ein deutsches Paaerchen, Ungrid (oder so) und Lukas, mitgebracht. Das Hostel war richtig ueberrant worden und der Garten war wahrscheinlich noch nie so vollgestopft gewesen. Es gab aber zum Glueck genuegend zu essen. Neben dem Kangaroo, dem Emu und Krokodil gab es auch noch Wuerste, die als die besten deutschen Wuerste verkauft wurden. Fuer australische Wurst-Verhaeltnisse fand ich die Wuerste ja shcon gut, aber sie waren halt doch sehr anders als deutsche und schweizerische Wuerste. Auch meine Deutschen "Mitgenossen" waren sich darin einig.

Nach dem Essen gab es einen Didgeridoo-Wettbewerb, wo sie aus allen Teilnehmern des BBQ 4 Leute auswaehlten, die ihre Didgeridoo-Kuenste vortragen mussten. Leider wurde ich ausgewaehlt und musste vor allen versuchen, einen anstaendigen Ton herauszubringen. Obwohl ich ja in Alice Springs schon bei einem Workshop mitgemacht hatte, war ich nicht wirklich erfolgreich. Wenn es etwas Gutes zu gewinnen gab, wurde bisher nie mein Los gezogen, ging es aber darum, sich zu blamieren, wurde ich glatt gezogen! Es gab dann aber fuer den Gewinner ein Hostel-T-Shirt und fuer alle "gluecklichen Ausgewaehlten" ein Gratis-Bier resp. fuer mich ein Glas Wein. Dieses konnte ich aber nicht wirklich geniessen, da wir fast sofort auf den Shuttle-Bus ins Zentrum mussten.

Zum Glueck funktionierte unser Hostel-Bus wieder und so musste ich also nicht wieder den ganzen weiten Weg laufen. Etwa um 22.10 war ich dort und bald danach im Bett.


Reiten zum 2., Mossman Gorge und Port Douglas (6.7.08)
Montag, 21. Juli 2008

An jenem Morgen musste ich um 7h aufstehen. Beim Fruehstueck fragte mich dann eine junge Frau, ob sie allenfalls ein Stueck Toast von mir haben koennte, da sie leider kein Geld fuer den Einkauf gehabt hatte. Ich gab ihr zwei Stueck Toast und Nutella und sie gab mir dafuer einen Schoggi-Riegel fuer spaeter. Sie hiess Helen, war aus Holland und kam ebenfalls reiten. Unser Pick Up war um 8h und ich musste noch auschecken. Zum Glueck konnte ich meinen Rucksack im Hostel deponieren und musste nichts mitschleppen.

Beim Stall wurde mir dann Hellboy zugeteilt, ein etwas anspruchsvolles Pferd. Steve hatte ja gestern gesehen, dass ich nicht das erste Mal auf einem Pferd gesessen hatte. Da wir insgesamt nur 10 Leute waren, kam Steve selbst nicht mit und wir waren alleine mit seinen zwei Gehilfinnen. Da alles gut ging, machten wir sogar shcon auf dem Weg zum Strand einen kleinen Galopp und ich merkte, dass Hellboy etwas staerker zurueckgehalten werden muss als Scooby gestern. Als wir dann am Strand galoppierten, merkten wir, dass die meisten Pferde ehemalige Rennpferde waren. Der Mann hinter mir konnte "sein" Pferd, Acer, nicht genuegend zurueckhalten und so wollte Acer "meinen" Hellboy ueberholen. Dies wollte jener nicht zulassen und er beshcleunigte. Ich musste alle meine Kraefte aufwenden, um ihn danach wieder bremsen zu koennen und unsere Begleiterin hatte schon Angst, dass wir alle in ein einem Rennen entlang des ganzen Strandes (welcher sehr lange war!...) enden wuerden. Soweit kam es dann aber nicht, stattdessen machten wir dann die Fotosession.

Danach ging es auf in die Buesche und somit gab es noch ein paar Galopps mehr. Hellboy war definitiv nicht so sanft im Maul wie Scooby, aber nach dem Kampf am Strand wurde er jetzt immer besser. Ich konnte ihn nun gut in der Reihe halten und brauchte dafuer nicht mehr alle Muskelkraft. Fuer eine grosse, offene "Blattere" am linken Ringfinger reichte es aber doch.

Wie gestern machten wir wieder eine kleine Kracker- und Sirup-Pause an der Creek und danach ging es zurueck zum Stall. Etwa um 11.20 waren wir dort und ich konnte noch ein paar schoene Bilder von den Pferden auf der Koppel machen. Um 11.45 war ich dann bereits wieder beim Hostel und konnte unter die Dusche.

Zum Zmittag verdrueckte ich noch den Rest der Wassermelone und dabei traf ich dann wieder auf Niels und seine Mutter, welche danach ebenfalls nach Cairns zurueck fuhren. Sie hatten aber ein "eigenes" Auto.

Um 13.15 Uhr wurden Felix und ich vom Tropics Explorer abgeeholt und im Bus sah ich dann wieder Anna und Bianca. Der erste Halt war ein Aussichtspunkt, wo man noch zum letzten Mal Postkarten-Fotos von den wunderschoenen Cape Tribulation-Regenwaeldern machen konnte. Danach hatten wir 30min bei der Mossman Gorge, einer wunderschoenen Schlucht mit sehr klarem Wasser. Einige von unserem Bus gingen auch schwimmen, ich lief dafuer noch etwas weiter, um die haengebruecke zu sehen. Obwohl der Fahrer gesagt hatte, dass wir puenktlich sein sollten, kamen die letzten Leute fast 15min zu spaet. Dies hiess, dass wir bei unserem naechsten Stopp, Port Douglas, nur 30min statt 45min hatten. 45min waeren fuer dieses touristische Dorf schon wenig gewesen, aber so konnten wir uns also nur kurz die laeden an der Hauptstrasse ansehen und hatten nicht wirklich Zeit, irgendetwas vernuenftiges zu tun. Ich kaufte mir fuer 8$ einen neue (Kinder-)Sonnenbrille, da ich meine vor zwei Tagen kaputt gemacht hatte. Drauf sitzen haben Sonnenbrillen eben nicht so gerne!...

Um 16.45 ging es dann wieder los nach Cairns und etwa um 18h war ich dann in meinem neuen Hostel, dem Bohemia Resort. Dieses war leider recht ausserhalb des Zentrums und auch beim Weiten nicht so schoen, gross und sauber wie das Northern Greenhouse gewesen war. Peter Pans hatte aber nur fuer hier guenstig buchen koennen, weshalb ich halt nicht wirklich eine andere Wahl hatte.

Im Gang traf ich Cassey, die Candierin von Fraser und den Whitsunday Islands. Sie hatte gerade den Tauchkurs fertig und reiste morgen ab. Als ich mich im Hostel umsah, kam mir auch noch Alex entgegen. Ihn hatte ich im Hostel in Mission Beach kennengelernt und er wollte gerne in den Ausgang. Wir tauschten Natelnummern, um uns spaeter treffen zu koennen. Ich wollte dann den 19h-Bus ins Zentrum nehmen, aber leider wollte der Bus nicht anspringen. Nach einigem Probieren, schafften sie es dann beim zweiten Anschieben endlich. Schnell stiegen wir ein und ich kam also noch zu meinem Znacht. Heute entschied ich mich fuer Spaghetti Bolognese.

Nach dem Essen setzte ich mich in die Ladenstrasse und telefonierte nach Hause. Da ich danach noch immer nichts von Alex gehoert hatte, begann ich zu lesen. Ich wuerde sonst einfach den naechsten Bus zurueck zum Hostel nehmen. Nicht allzu viel spaeter kam dann aber Alex angelaufen und wir stellten fest, dass ich sein SMS nicht bekommen hatte, aber genau dort wartete, wo er mir als Treffpunkt vorgeschlagen hatte!... Naja, Zufaelle gibts!

Wir gingen dann ins Irishe Pub und ich goennte mir eine Baileys. Ich ging dann mit dem 22.05-Bus zurueck, waehrend Alex noch in die Whoolshed, einer Disco, ging. Im Bus lernte ich Patricia kennen, welche ebenfalls aus der Schweiz ist. Sie reiste aber am naechsten Tag ab. Im Zimmer las ich noch ein wenig, aber da ich Kopfschmerzen hatte, versuchte ich bald einzuschlafen.


Cape Tribulation: So schoen kann die Natur sein (5.7.08)
Dienstag, 15. Juli 2008

An jenem Morgen stand ich um 7.15 Uhr auf, da Felix und ich beschlossen hatten, um 8h loszuwandern. Er war noch nicht wach, aber da ich annahm, dass ich laenger brauchte als er, ging ich mal fruehstuecken. Da ich ja eben kein Brot hatte, war meine Wassermelone und die Bio-Banane ein leckerer Fruchtsalat als super Alternative. Felix zeigte sich dann auch irgendwann aber bis wir wirklich losgingen, war es schon fast 8.30 Uhr. Wir hatten aber auch keinen Stress und schlenderten deshalb gemuetlich dem Strand entlang. Als ich begann, einige Fotos vom Regenwald am Beach zu machen, fiel Felix ein, dass er seine Kamera vergessen hatte. Er eilte also zum Zimmer zurueck, waehrend ich noch einige Fotos mehr machte.

Unser Weg fuehrte uns dann dem Strand entlang und trafen bald auf einen jungen Mann, welcher seine Kampfsportart- oder Kunstturn-aehnlichen Uebungen im Sand absolvierte. Es hate sich also gelohnt, so frueh aufzustehen, da man so mitbekommt, was andere am fruhen Morgen am Strand so machen. Gemaess der Karte war die Strecke vom Strand zum Cape Tribulation Lookout relativ weit, aber in echt waren es nur wenige Meter. Die Aussicht war aber traumhaft, da der Strand hier wirklich wie im Paradies und auf all den Postkarten uns so aussieht.

Da wir immer noch viel Zeit hatten, gingen wir weiter zum Myall Beach. Eigentlich haette in der Mitte dieses Strandes ein Bordwalk sein sollen, aber leider fanden wir diesen nicht. Wir verpassten zuerst auch den Weg dorthin resp. zum Supermarkt und liefen so den ganzen Strand ab. Dies war aber nicht schlimm und auf dem Rueckweg fanden wir dann auch den Supermarkt. Heute hatten sie sogar wieder Brot und dazu kaufte ich mir nochmals ein Stueck Wassermelone. Mit nun etwas mehr Gepaeck machten wir uns wieder auf den Heimweg.

Kurz vor 12h waren wir wieder im Hostel und zum Zmittag machte ich mir Chnobli-Brot. Danach ging ich fuer eine halbe Stunde zum Strand und danach muste ich mich bereits umziehen, um reiten zu gehen. Um 13.20 Uhr wurde ich abgeholt und zu den Staellen gebracht. Alle Teilnehmer wurden in eine Niveaugruppe resp. auf ein Pferd eingeteilt. Ich bekam Scooby, ein 6-Jaehriges ehemaliges Rennpferd. In der Fortgeschrittenen-Gruppe waren wir 5 Leute und bei den Anfaenger waren es 10. Alle machten eine Trab auf dem Weg zum Myall Beach, welchen ich fast nicht meh erkannt hatte, da mittlerweile Ebbe war. Dort wurden dann zuerst Fotos geschossen und danach durften wir einen super Galopp dem Strand entlang machen. Scooby war super. Er reagierte auf kleinste Hilfen und war auch sehr sanft im Maul.

Nach dem Strand ging es dann noch durch die Gebuesche, wo sich dann die Wege der Anfaenger und Fortgeschrittenen trennten. Wir machten nochmals ein paar Galopps und trafen dann bei einer kleinen Wldlichtung wieder auf die Anfaenger. Es war Zeit fuer eine kleine Pause. Wir stiegen ab und es gab Guetzli mit Dip und Sirup. Jemand ging sogar im kleinen "Bach-See" baden, ich begnuegte mich aber mit einem Foto davon.

Anschliessend gab es noch einen laengeren und schnelleren Galopp, welcher einfach super war, auch wenn er ein jaehes Ende nahm. Das Pferd von Steve nahm ploetzlich einen Satz nach rechts und stoppte abrupt, was mein Pferd und die beiden hinter mir dann einfach nachmachten. Alles ging so schnell, aber zum Glueck waren wir alle genuegend fest im Sattel, so dass nichts passierte. Das Pferd wollte anscheinden nach Hause, aber wir machten dann noch wie geplant eine kleine Extrarunde.

Etwa um 17h waren wir dann zurueck beim Stall und nur knapp eine halbe Stunde spaeter war ich wieder beim Hostel. Da der Ritt so viel Spass gemacht hatte, hatte Steve gefragt, ob sie fuer den naechsten Morgen noch freie Plaetze haetten, da ich gerne nochmals reiten gehen wuerde. Er offerierte mir dann fuer den zweiten Ritt 50% Rabatt, weshalb ich dann natuerlich sofort zusagte.

Nach einer Dusche packte ich meine Sachen zusammen und ging dann ca. um 18.15 Uhr mit Felix zur Bar hinunter. Da ich Krokodil-Fleisch probieren wollte, bestellte ich mir die Kangaroo- und Krokodil-Vorspeise, welche zwar mit 16$ recht teuer war, aber mich doch genuegend saettigte. Das Krokodil-Fleisch schmeckte fuer mich aehnlich wie Speck, aber ich war mir nicht sicher, ob es nur wegen der Kochart war, oder ob es wirklich der Geshcmack des Fleisches war.

Da ich einen Gutschein fuer einen Krug Bier hatte, Bier aber nicht mag, kaufte ich mir fuer einen 5$ Aufschlag eine Flasche Weisswein. Dies war kein "Goon" und deshalb mehr als nur trinkbar.

Wahrend dem Essen fragte uns ein Franzose, ob wir danach mit ihm und seiner Mutter Monopoly spielen wollten. Wir hatten Lust und so war der Rest des Abends gegeben. Der Franzose hiess Niels. Er hatte in Brisbane studierte und hatte nun ein Jobangebot in kanada, weshalb ihn seine Mutter jetzt noch in Australien besuchen kam. Beim Monopoly verlor ich leider, aber es machte trotzdem Spass.

Ca. um 13.30 Uhr war ich dann im Bett.

 


Cape Tribulation: Crocodiles, Beach and lots of Spiders (4.7.08)
Dienstag, 15. Juli 2008

Ich ,usste um 6.35 aufstehen und nach dem Fruehstueck auschecken. B\Waehrend dem Warten auf den Bus begann ich mit Andy zu sprechen, einem Meeresbiologen von Magnetic Island. Er arbeitet nun auf einem Taucherschiff und steht den Leuten dort mit seinem Wissen zur Verfuegung. Kein schlechter Job fuer einen Biologen, wuerde ich mal sagen!...

Um 7.50 Uhr kam dann endlich der Bus, welcher eigentlich um 7.20 Uhr haette kommen sollen. Da der Bus mit White Water Rafting angeschrieben war, erkannte ich ihn zuerst nicht, aber dies schien allen anderen gleich zu gehen. Bei den folgenden Pick Ups konnte man den Leuten jeweils am Gesicht ablesen, dass sie dachten "hmm, schon wieder ein Rafting-Bus. Wo bleibt denn nur mein Bus?!".

Auf dem Weg in den Norden erzaehlte unsere "guidein" sehr viele interessante Dinge ueber die Umgebung. Das Reef in Cape Tribulation sei anscheinend noch viel schoener als der Teil des Great Barrier Reef bei Cairns, da die Mangroven, welche das Reef schuetzen, noch intakt sind und nicht wie in Cairns vor einiger Zeit abgeholzt wurden. Dies sei auch der Grund, weshalb der "Strand" in Cairns so schlammig und eben nicht wirklich schoen ist. Dies sei eben alles totes Reef, da nun der Schutz der Mangroven fehlt.

Eine andere spannende Geschichte handelte von den Strassenarbeitern. Hier in Australien hat es bei jeder Baustelle mindestens eine Person, welche ein Schild mit der Aufschrift "Slow" resp. auf der anderen Seite "stopp" in den Haenden haelt. Diese sind offensichtlich fuer das Funktionieren des Verkehrs verantwortlich, aber der Job ist ja zugegebenermassen nicht wirklich anspruchsvoll. Anscheinend erhaelt ein solcher Arbeiter 30$ pro Stunde nur fuer das Halten des Schildes, was also etwa 30 CHF sind. Als Ausbildung muss man hierfuer einen 3-taegigen Kurs absolvieren, aber dann ist man voll und ganz qualifiziert, das Schild zu halten. Da alle Arbeiter pro Stunde bezahlt werden und jeder natuerlich seine Stelle fuer moeglichst lange behalten moechte, hat niemand ein Interesse daran, moeglichst schnell mit der Arbeit fertig zu werden. Aus diesem Grund arbeiten alle also so langsam wie moeglich und die Baustellen bleiben ewig bestehen. Ja, so laeuft das hier, aber ist es bei uns denn anders?!...

Als erste Aktivitaet stand dann ein Wildlife-Cruise auf dem Daintree River auf dem Programm. Das Ziel war, Krokodile zu spotten und wenn moeglich auch ein paar Schlangen. Wir bekamen 2 grosse Krokodile zu sehen, was schon sehr eindruecklich war. Diese urtuemlichen Gestalten ueberlebten schon viele, viele Millionen von Jahren und haben sich seither nicht wirklich veraendert. Sie sind zwar etwas kleiner geworden, aber wenn sie so direkt vor einem sind, dann sind sie doch mehr als gross gnug!...

Auf der anderen Seite des Flusses wurden wir wieder ausgeladen und das Herz schlug schon etwas hoeher als wir einfach so au dem Boot ausstiegen, am Rande des von Krokodilen wimmelnden Flusses. Zur Beruhigung konnten wir dort noch Organic Bananas (Bio-Bananen) aus der Region kaufen.

Als naechstes hielten wir mitten im Regenwald, um einen kurzen gefuehrten Bush-Walk mitzuerleben. Unsere Reisefuehrerin war etwas im Stress und so rannten wir foermlich von einem Ort zum naechsten. Wir konnten aber dennoch ein paar grosse Spinnen, die Magroven-Waelder, Palmen und so bestaunen. Das Highlight war wohl das Po-Lecken einer bestimmten Ameisen-Art. Das Sekret, welches diese Tiere ausscheiden, schmeckt aehnlich wie Zitrone und musste natuerlich gekostet werden.

Da wir anscheinend in Zeitnot waren, hatten wir beim einzigen Supermarket in der Region nur 5min Zeit, um etwas zu kaufen. Dies waere ja schon schwer genug gewesen, aber leider hatten sie dort nicht mal mehr Brot. Mein Fertig-Pastagericht, die Wassermelone und der/das/die Meat-Pie waren dann auch sehr teuer, da wir halt mal wieder "in the middle of nowhere" waren. Ich haette eben doch besser in Cairns einkaufen gehen sollen!...

Bei meinem Hostel, dem Beach House, angekommen, machte ich mich dann auf den Weg zum Strand. Auf dem Weg dorthin lernte ich dann noch Felix (Deutscher) kennen, welcher ebenfalls im selben Bus war und nun im selben Zimmer wohnte. Kurz vor 17h wurde es dann langsam kuehler und ich ging duschen. Dort fand ich heraus, dass der Trockner gratis war, weshalb ich kurzerhand beschloss, meine Kleider zu waschen. Nach etwa der Haelfte der Waschzeit blieb die Maschine aus irgendeinem Grund stehen, aber zum Glueck brachten Felix und ich sie dann auch irgendwie wieder zum laufen. Dafuer war dann aber das meiste noch etwas sandig nach der Waesche. Naja, egal, Hauptsache, es roch wieder frisch!...

Zum Znach waermte ich mir dann die Fertig-Nudeln, welche aber ueberhaupt nicht fein waren. Felix hatte ebenfalls Fertig-Pasta zum Znacht. Seine erste Buechse war gut, die zweite (anscheinend Spaghetti Bolognese) war aber noch schlechter als meine Pasta. Naja, dies ist halt, wenn man vorher nicht ueberlegt und in kuerzester Zeit ueber das Essen entscheiden muss.

Um 19.20 Uhr wartete ich vor der Reception, um fuer den Nightwalk abgeholt zu werden. Als guides hatten wir zwei junge Maenner, welche recht viel ueber die Tiere im Regenwald wussten. Sie hatten zwar zuerst ein wenig Angst, dass ich ihnen als Biologie die Show stehlen wuerde, aber da die Tierwelt hier in Australien so extrem anders ist als bei uns und da wir ja auch keinen Regenwald hatte, mussten sie sich nicht wirklich Sorgen machen.

Bewaffnet mit Taschenlampen begaben wir uns ins Unterholz und durften zuerst tausende Baby-Spinnen betrachten. Danach gab es dann auch ein paar erwachsene Spinnen, welche etwa handgross waren. Ausserdem sahen wir gluehende Pilze, kleine Garnelen (Augen leuchten im Dunkeln), ein junger "dragon" (eine Echse etwa wie ein Bartagame) und wieder riesige Ameisen. Wir lernten, wie man im Dschungel Feuer machen kann (es hat Feuerstein dort!), welcher Teil der Palme man essen kann und wir durften wilde Rasberries probieren.

Etwa um 22.15 Uhr war ich wieder im Hostel und ging direkt ins Bett.