Sentosa Island: 2. Besuch (30.7.08)

An jenem heissen Morgen erwachte ich kurz vor 9h. Um 9.45 ging ich dann zur MRT-Station und damit zur Harbourfront resp. dem VivoCity, einem grossen Shoppingzentrum am Hafen. Mein Ziel war aber zum zweiten Mal die Sentosa Insel. Heute nahm ich aber nicht den Bus, sondern den sogennanten Monorail, eine Einschienenbahn. Um 11.05 betrat ich diesen etwas speziellen Zug und nur 20min später war ich bereits beim Palavan Beach. Um 12h war dort der Close Encounter mit Reptilien und somit hatte ich jetzt noch eine halbe Stunde "rumzukriegen". Ich shclenderte ein wenig am Strand herum und sah ein paar Schulklassen zu, diesich für irgendeinen Wettkampf oder so vorbereiteten. Auf jeden Fall hatte jede Gruppe eine Fahne bei sich und die Jugendlichen scherten sich in einem Kreis zusammen und schrien irgendwelche Parolen heraus, so wie bei einem Ritual, um alle für den Wettkampf heiss zu machen. Um was genau es dann tatsächlich ging, fand ich aber nicht heraus.

Ich hatte eigentlich erwartet, beim Reptilien-Encounter eine Schlange um meinen Hals hängen zu können, aber stattdessen konnte man Fotos mit einem Grünen Leguan machen. Dies war auch ok; Schlangen hatte ich ja schon mehrmal berührt gehabt und dieser Leguan war auch wirklich schön. Er war zwar nicht (wie der Name sagt) grün sondern orange. Dies war anscheinend so, weil dieses Männchen nicht auf Weibchensuche war.

Um 12.30 Uhr war dann im Amphitheater der Animal Encounter mit Primaten. Genauer gesagt war es eine Show mit drei pig-tail Makakken (Schweinsaffen). Es wurde gezeigt, wie die Affen normalerweise den Menschen dienen und zwar war dies indem sie die Kokosnüsse von den Bäumen holen. Eines der drei Weibchen kletterte mühelos auf eine Palme und "kurbelte" so lange an drei Kokosnüssen heurm bis jene runter fielen. Danach fuhr die Schwester mit einem Dreirad herum und spielte Basketball. Das Ganze war in eine Art Geschichte eingebettet, wo sich der männliche Tierpfleger jeweils dumm stellte und seine Kollegin die Zuverlässige und Seriöse war. Er war z.B. dafür verantwortlich, dass das eine Weibchen nicht mit der Hand winkte, sondern den Zuschauern ihren schönen (rot-geschwollenen) Hintern zeigte und mit dem kurzen Schwanz wackelte.

Nach der Pimaten-Show kaufte ich mir Sweet And Sour Fisch und einen Ananassaft zum Zmittag. Der Saft war zwar verhältnismässig sehr teuer, aber ich hatte ja auch nicht erwartet, dass man für "ohne (!) Eis" noch extra bezahlen musste. Naja, es waren ja nur 60 Cents, aber ich war im ersten Moment shcon etwas baff. Gut, ohne Eis hat es ja shcon etwas mehr Platz für den Saft, aber es war sowieso eher Schaum als Saft!...

Nach dem Essen ging ich zum Imbiah Lookout, wo die meisten Sentosa-Attraktionen situiert waren. Ich hatte ein Kombi-Billet gekauft und wollte nun zuerst in den Butterfly and Insect-Park. Dort kommt man zuerst in ein grosses Gehäge mit unzähligen Schmetterlingen und auch ein paar Papageien zum Fotographieren. Danach läuft man durch einen Tunnel mit kleinen mehr Löchern als Käfigen mit diversen Spinnen, Käfern und anderen Tieren drin. Diese waren ganz bestimmt nicht angemessene Terrarien und man konnte wegen dem schlechten Licht auch fast nichts sehen. Im nächsten Teil waren dann zuerst ein paar Insekten-Fossiien zu sehen und dann unter anderem alle Schmetterlinge systematisch mit toten Exemplaren aufgezeigt. Es wurde auch gesagt, wo die jeweiligen Arten vorkommen.

Kurz vor dem Ausgang stand dann ein Tierpfleger mit einem Skorpion. Dieses konnte man berühren und er erzählte viel Interessantes darüber. Das Ziel war, den Leuten die Angst davor zu nehme, was aber bei den meisten vorbeikommenden Kindern nicht wirklich klappte. Die Filmindustrie hatte das Angstbild schon zu fest geschürt gehabt!...

Der Tierpfleger zeigte mir dann auch noch die Stabinsekten. Diese und die Skorpione seien nur hier als Teil eines Brütungsprogramms. Sobald sie alt und gross genug seien, würden sie in die Freiheit gelassen. Dies war ja zumindest gut, vor allem da auch ihre Käfige recht klein waren.

Nach dem Buterfly Park stellte ich mich in die Schlange für das 4D Magix, eine 4-dimensionale Show über Piraten. Es wurde mit Jonny Depp von "Pirates of the Caribbean" geworben. Das Abenteuer startete um 14.30 Uhr und ging etwa 20 Minuten. Jonny Depp kam zwar selber icht vor, aber es war doch unterhaltsam. Man konnte die Gestalten und Gegenstände nicht nur 4-dimensional sehen, sondern sie gaben sich Mühe, alles auch mitzufühlen. Der Sessel schwankte und rüttelte, es gab eine Winddüse am Nacken und einige Mal wurde sogar ein wenig Wasser verspritzt. Das Wasser war ok, schliesslich war es ja ein heissr Tag, aber das Luftgebläse nervte mich recht. Trotzdem war es aber ein Abenteuer gewesen und es war amüsant, wie die asiatischen Frauen neben mir Angst bekamen, wenn die Gegenstände (z.B. eine Kanone oder ein Fernrohr) direkt vor ihrem Gesicht erschien!...

Als nächstes fuhr ich mit dem Bus zum Fort Siloso. Dieses war eine grosse militärische Festung aus dem zweiten Weltkrieg, wovon noch sehr viel erhalten war. Es wurde dann restauriert und zu einer einzigen grossen Austellung aufgewertet. Das Gelände ist recht weitläufig, weshalb ich dann zum Schluss recht in Stress kam. Ich wollte eben um 16.30 wieder bei den Animal Encounters sein, da man dann Fotos mit einem Papageien machen konnte. Ich hatte aber doch genügend Zeit, um alles zu sehen, was ich sehen wollte. Spannend waren z.B. die vielen Berichte über die Jahre 1942 bis 1945, als Singapore von Japan besetzt wurde, und über das Leben der Soldaten. Ansonsten gab es einfach sehr viele verschiedene Kanonen und Waffen zum Ansehen, was ich aber nicht wirklich interessant fand.

Mit ein wenig Joggen schaffte ich es noch pünktlich zum Close Encounter mit einem Papagei und war am Ende sogar ein paar Minuten zu früh. Ich hätte mir also den Schweiss sparen können, aber das wichtigste war ja, dass ich es geschafft hatte. Ich konnte also ein Foto mit dem schönen Papagei machen. Danach kaufte ich mir ein Glace und ging zum Amphitheater. Dort startete um 17h die "Mulit animal show". Es kamen wieder die Schweinsmakakken mit der Kokosnuss und dem Hinternzeigen anstatt Winken. Ausserdem wurden ein Papageie gezeigt, der anscheinend zählen konnten, plus ein Falke und ein paar andere Vögel. Dann verhielten sich alle so als würde man das nächste Tier nicht finden, weshalb ein Husky durch die Zuschauerreihen geschickt wurde und in einem Behälter eine Albino-Riesenschlange fand. Mit jener konnte man dann am Schluss auch noch ein Foto machen, wenn auch nicht um den Hals. Mein Foto wurde aber leider nicht so gut, da die Frau, welches gemacht hatte, nicht wirklich mit meiner grossen Kamera umgehen konnte. Naja, zumindest wurde das Foto mit dem Falken besser.

Um 17.45 Uhr ging ich dann zum Merlion, dem Markenzeichen von Singapore, und heute ging ich dann auch wirklich rein. Zuerst gab es eine kleine Ausstellung über die Entstehung der Sage über den Merlion und danach gab es dann auch noch eine Video-Vorführung dazu. Der Merlion ist eine Gestalt mit einem Meermenschen-Körper (Mermaid) und einem Löwenkopf (lion). Der Löwenkopf symbolisiert Stärke und Furchtlosigkeit, der Fischkörper den Ursprung aus und die Verbundenheit mit dem Meer.

Jeder Eintretende hatte am Anfang eine Münze bekommen und es galt, jene am Schluss einem der kleinen Merlion in den Mund zu werfen. Falls man Glück hatte, kam ein Gutschein für ein Andenken heraus und, oh Wunder, jeder und jede hatte jeweils Glück. Als Geschenk gab es einen Plastik-Fäscher, welcher nicht wirklich shcön war. Da es aber immer noch recht warm war, beschloss ich ihn noch ein wenig zu behalten. Ich würde ihn aber bestimmt nicht nach Hause nehemen!

Das beste am Merlion war aber sowieso die Aussicht von seinem Kopf und Mund. Beim Mund wurden dann auch noch offizielle Fotos gemacht, welche man anshcliessend kaufen konnte. Zum Glück machte der Fotograph aber auch eine Foto mit meiner Kamera und so war es keine Frage, ob ich die anderen Bilder kaufen würde. Gut, ich hätte sie sowieso nicht gekauft!...

Kurz vor 18.30 Uhr setzte ich mich dann vor dem Merlion in einen Stuhl und aktualisierte mein Tagebuch. Es kamen ein paar Asiaten heran und sprachen mit mir. Als ich ihnen sagte, dass ich von "Switzerland" sei, hatten sie keine Ahnung, wo und was das sei. Sie hatten auch aukustische Schwirigkeiten gehabt, aber auch als sie "Switzerland" auf meinem Tagebuch gelesen hatten und ich ihnen von Bergen, Schockolde und Kühen berichtete, leutete keine Glocke. Naja, sie mussten dann sowieso weiter, da sie in einer geführten Gruppe unterwegs waren.

Ich machte ich dann langsam auf den Weg zur Beach Station, wo um 19.40 Uhr das "Songs of the Sea"-Musical beginnen würde. Ich kaufte mir Nachos zum Znacht, aber es wurde zu den Chips nur eine noch relativ scharfe Chilisauce serviert und es war also nicht (wie richtig) mit Käse überbacken. :-(

Um 19h wurden dann die Türen aufgemacht und ich eroberte mir einen Platz in der Mitte der hintersten Reihe. Vorne war bereits alles voll, da die andere Türe vorher aufgemacht wurde, aber so konnte ich zumindest auch aufstehen, um etwas besser zu sehen. Ich las dann bis zum Star in meinem Buch.

Die Geschichte des Songs of the Sea war sehr einfach und die Kulisse ebenfalls. Gut, es konnte auch nicht wirklich anspruchsvoll sein, da es maximal 45min dauern würde. Um 20.40 findet nämlich eine zweite Show statt. Dass es dann aber nicht mal eine halbe Stunde dauern würde, hatte ich dann aber doch nicht erwartet. Die Lieder waren nicht wirklich spektakulär und die Story wie gesagt überhaupt nicht, aber die Licht- und Wasserspiele waren schön.

Um 20.10 war es also bereits fertig und ich quetschte ich mit all den Leuten in die Monorail. Mit dem MRT fuhr ich dann zur Tampanies-Station, wo ich dann noch eine Runde im Shopping-Zentrum machte, da ich nicht vor 22h erwartet wurde. Bei Swensons sah ich dann eine Schoggi-Banane, welcher ich nicht widerstehen konnte. Sie war aber gefroren und somit nicht so einfach zu essen. Ich setzte mich dann draussen auf eine Bank, wo ein Strassenmusiker mit seiner Gitarre die vorbei haschenden Leute unterhielt. Da er es recht gut im Griff hatte, hatte ich mich extra in seine Nähe gesetzt, aber er zündete dann bald eine Zigarette an und machte eine Pause. Erst als ich shcon fast mit meiner Schoggi-Banane fertig war, fing er wieder an zu spielen. Naja, so kann s einem gehen!...

Kurz nach 22h war ich dann zurück in der Wohnung und ich nutzte noch das Internet bis um 23.30 Uhr. Danach gings noch kurz unter die Dusche und um 24h ins Bett.

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